Grundkurs Antiislamismus für Islamophobiker


Im Kampf gegen den dschihadistischen Islamismus demonstrieren die diversen paranoiden Islamophobie-Blogs aus dem PI-Umfeld immer wieder, daß sie die Problematik der dieses Jahrhundert bisher bestimmenden globalen Auseinandersetzung bisher nicht mal ansatzweise begriffen haben.

Obwohl der Kampf zusammen mit dem Islam und um seine Gläubigen gefochten wird, brüten sie immer noch über der tieferen Bedeutung jahrhundertealter Koransuren, bloß weil sie meinen, daß Muslime erst dann als gleichberechtigt akzeptiert werden können, wenn sie keine mehr sind.

Wie man es richtig macht, also durchaus entschieden gegen den Islamismus streiten und trotzdem den Islam als Religion respektieren kann, zeigt uns Esther Schapira in ihrem gestrigen Artikel zu Steinmeiers erstaunlicher Indifferenz gegenüber den Ansichten seines neuen Rapperkumpels:

Die Kriegserklärung der Islamfaschisten richtet sich gegen uns alle. Die Front in diesem Krieg verläuft zwischen den Gegnern der Aufklärung und ihren Verteidigern – nicht zwischen dem Islam und dem Westen.

[…] Für die Errungenschaften der Aufklärung sind Menschen auf den Scheiterhaufen der Inquisition verbrannt worden. Doch warum sollte, was dem Christentum möglich war – die Aussöhnung von Glauben und Vernunft -, nicht auch dem Islam gelingen?

[…] Deutschland ist ein Einwanderungsland, und ein erheblicher Teil der Einwanderer waren und sind Muslime. Ihre Kinder sind Deutsche, deutsche Muslime. Sie werden nicht gnädig geduldet, sie gehören dazu. Mit allen Rechten und Pflichten.

Muslime als Mitbürger zu akzeptieren, bedeutet also nicht naives Appeasement gegenüber Parallelgesellschaften, sondern neben der Bereitschaft der Deutschen, sich endlich mit dem Status als Einwanderungsland abzufinden, klare Forderungen auch und gerade an die gemäßigten Muslime:

[…] Die Muslime in Europa müssen Stellung beziehen. Sie müssen klären, wer den Koran richtig zitiert, die Dschihadisten oder jene, die beteuern, Islam heiße Frieden.

[…] Wenn es den europäischen Muslimen gelingt, Islam und Demokratie zu versöhnen, also die Aufklärung des Islams durchzusetzen, dann wird das gravierende Folgen für die gesamte islamische Welt haben.

Diese gravierenden Folgen wird es aber auch für besagte Blogger haben, wenn sie merken, daß sie mit ihrem „Mohammed ist doof!“-Gejammer die ganze Zeit quer zum Frontverlauf immer noch auf die Türken vor Wien geschossen haben, während der IV. Weltkrieg längst hinter ihrem Rücken vorbeigetobt ist.

~ von Paul13 - Freitag, 30. November 2007.

29 Antworten to “Grundkurs Antiislamismus für Islamophobiker”

  1. „Die Muslime in Europa müssen Stellung beziehen. Sie müssen klären, wer den Koran richtig zitiert, die Dschihadisten oder jene, die beteuern, Islam heiße Frieden.“

    Tja, das müssten sie. Aber leider tun sie es nicht. Fromme Wünsche, nichts weiter!
    Es sieht so aus, dass die gemäßigten Muslime, die ja nach der Diktion fast jedes deutschen Politikers, die riesengroße Mehrheit der Muslime stellen, sich schön aus allem heraushalten und mal schauen, wer am Ende gewinnt.

    „Wenn es den europäischen Muslimen gelingt, Islam und Demokratie zu versöhnen, also die Aufklärung des Islams durchzusetzen, dann wird das gravierende Folgen für die gesamte islamische Welt haben.“

    Wenn! Soweit ich weiß, ist der sogenante Euro-Islam eine Ein-Mann-Veranstaltung von Bassam Tibi und der wurde inzwischen aus Deutschland quasi verjagt.

    Auf eine Seyran Ates kommen blöderweise hundert Muhhabets.
    Das ist das Problem und nicht PI!

  2. @ lebowski

    „Es sieht so aus, dass die gemäßigten Muslime, die ja nach der Diktion fast jedes deutschen Politikers, die riesengroße Mehrheit der Muslime stellen, sich schön aus allem heraushalten und mal schauen, wer am Ende gewinnt.“

    Sprich sie tun das, was schweigende Mehrheiten am besten können, nämlich schweigen. Was aber per se noch nicht dagegen spricht, daß es sich um eine Mehrheiten handelt. Sonst wärest Du ja auch für jede gewalttätige Demonstration irgendwelcher Chaoten haftbar.

    Wobei der Einsatz für die gemäßigten Muslime auch dann gerechtfertigt und notwendig wäre, wenn sie tatsächlich eine Minderheit darstellten. Dann sogar vielleicht noch mehr.

  3. @ Paul

    „Sprich sie tun das, was schweigende Mehrheiten am besten können, nämlich schweigen.“

    Das ist aber nicht wirklich erfreulich, oder? Von Deutschen erwarten wir ja auch, dass sie Zivilcourage zeigen, wenn es nötig ist. Dass sie die Dinge verteidigen, die ihnen etwas bedeuten. Und Freiheit kann verspielt werden, wenn sie nicht verteidigt wird.

  4. @ Chewey

    Natürlich ist das nicht erfreulich. Bei den nichtislamischen Deutschen ist es das ja auch nicht. Die Kritik von Frau Schapira richtet sich ja deswegen auch genau gegen diese Passivität.

    Aber das ist eben etwas völlig anderes, als wie die Islamophoben zu sagen, weil Mohammed vor 1400 Jahren dieses oder jenes gesagt hat, reicht es nicht, die schweigende Mehrheit zu verlassen, sondern es muß gleich der gesamten Religion abgeschworen werden.

  5. @ Paul

    Stimmt, das ist etwas ganz anderes.
    Eigentlich läuft es auf die Frage hinaus, ob der Islam von einer signfikanten Anzahl von Gläubigen entsprechend „modifziert“ werden kann. Ich verstehe nicht ganz, warum sie sich so schwer damit tun, denn es ist ja schon unzählige Male geschehen, siehe die verschiedenen Strömungen im Islam. Warum nicht endlich deutlich in Richtung Westen?

  6. @Paul13
    Was ist der Grund für diese Passivität?

  7. @ lebowski

    Was immer es ist, der Koran dürfte daran jedenfalls nur sehr untergeordnet beteiligt sein. Da spielen eher sozio-ökonomische Faktoren eine Rolle. Du weißt schon, die Sache mit dem türkischen Aktienbroker, dessen Frau auf der Schickimicki-Party mit tiefen Dekollete statt in einer Burka herumstöckelt, während er mit den Kollegen ein Sektchen schlürft und über die asoziale Arabergang schimpft, die ihm die Reifen an seinem neuen Audi TT aufgestochen hat.

  8. Paul 13,

    ein fantastischer Artikel!

    Lebowski

    „Was ist der Grund für diese Passivität?“

    Der Grund dürfte der grammatikalische Plural“ sein, der Kollektivismus, der diese Debatte prägt.“Der Islam“/“Die Muslime“, etc.Wahrscheinlich weil so viele Ex-Linke,Ex-Marxisten und Alt-68iger dabei sind. Nicht wahr Lebowski?

    Ich persönlich fühle mich auch nicht schuldig, wenn irgendwo auf der Welt ein Mann wieder eine Frau vergewaltigt hat.Obwohl ich selbst ein Mann bin.

  9. @ ramonschack

    „Ich persönlich fühle mich auch nicht schuldig, wenn irgendwo auf der Welt ein Mann wieder eine Frau vergewaltigt hat.Obwohl ich selbst ein Mann bin.“

    Tolle Logik. Das heißt, wenn einer Lehrerin 40 Peitschenhiebe wg. sog. Prophetenbeleidigung angedroht wird, sollten andere Muslime da bloß nichts gegen sagen. Ist ja nicht ihre Sache.
    Wessen dann eigentlich?

  10. @Chewey

    „Das heißt, wenn einer Lehrerin 40 Peitschenhiebe wg. sog. Prophetenbeleidigung angedroht wird, sollten andere Muslime da bloß nichts gegen sagen“

    Quatsch, natürlich sollten Muslime was dagegen sagen. Es wäre sogar wünschenswert!
    Da sind wir uns doch hoffentlich einig?
    Ich bin aber nicht sicher, ob Muslime, pauschal gesprochen, dazu wirklich schweigen.
    Es dringt vielleicht nur nicht durch ,bis Kleinbloggersdorf, bzw. findet kein Gehör!

  11. @ Ramon Schack / Chewey

    Also ich denke sie schweigen zu oft. Das heißt aber nicht, daß sich das nicht ändern könnte, wenn wir erstens darauf bestehen, daß sie das ändern, und ihnen zweitens für diesen Fall eine Perspektive bieten.

  12. @lebowski und Chewey
    Die meisten Muslime schweigen und beschwichtigen, so wie es die meisten Deutschen tun (ist das ein Erfolg der Integrationspolitik?). Erwartet man hier von Muslimen nicht mehr als von der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Andererseits ist das ja ihre Religion, die zur totalitären Ideologie gemacht wird, sie sollten ein Interesse haben sie zu schützen und außerdem erzeugt Islamismus eben Islamophobie und das kann nicht in ihrem Sinne sein.

  13. @Paul
    Ich finde es natürlich, dass zunehmend Leute islamophob sind, man betrachte nur die meisten islamischen Gesellschaften. Es ist auch kein Problem wenn einige gegen den Islam sind und Mohammed nicht mögen, so sympathisch war der historische Mohammed nicht und es gibt ja auch Leute, die das Christentum ideologisch bekämpfen.

  14. Hierzulande (Mittlere Osten) halten die meisten Muslime die Klappe aufgrund der gesellchaftlichen und besonders familiären Sanktionen die sie erwarten, wenn sie ihre wirkliche Meinung zu den ungeheuerlichen Vorgängen sagen. Wem es wirklich gelingt, gegen die Machtstrukturen aufzubegehren, zieht meistens weg aus der Heimat, oder flieht gleich in ein anderes Land
    Es ist ein knallhartes Patriarchat. Die Legitimisierung dafür suchen jene, die Macht ausüben, u.a. in den Haditen. Das sieht natürlich wie ein Henne-Ei-Problem aus. Allerdings braucht der Machtanspruch diese Legitimisierung nicht. Es ist ein Selbstläufer, ein Zyklus der Gewalt.
    Das Hauptproblem ist nicht Koran, Haditen oder durchgeknallte Imame. Das Problem ist die domestische Angstkultur und die Erziehung.

  15. @ Paul

    Der Zug für die Anerkennung, dass es sich bei unserer Gesellschaft um eine Einwanderungsgesellschaft handelt, ist vor 15 – 20 Jahren abgefahren. De facto hatten wir zu diesem Zeitpunkt eine Einwanderungsgesellschaft und nur Rentner haben kaum eingesehen, dass sie ihre Rente diesem Umstand verdanken. Dazu kamen dann noch die Wahlkämpfer unserer Volksparteien, die so virtuos auf der Ressentimenttastatur der Rentner und des „rechten Randes“ zu spielen verstehen. Damals lebten hier Türken, Araber, Nordafrikaner, Pakistanis etc.. Dass hier Moslems leben, war kaum im Straßenbild und um die Ecke im türkischen Supermarkt kaum zu bemerken. Gewiss, es gab Reibereien die aber im großen und ganzen glimpflich abliefen. Eine Änderung trat mit dem Zusammenbruch der DDR ein, als sich Deutschland plötzlich mit der offenen, durch die SED ehemals, geförderten Xenophobie der ostdeutschen Bevölkerung konfrontiert sah.

    Dennoch glaube ich nicht, dass die vor sukzessive „Islamisierung“ unserer türkischen und/arabischen Mitbürger auf Ereigbisse und Entwicklungen in Deutschland oder Europa zurück zuführen sind, sondern ihren Ursprung in den islamischen Ländern selbst hat.

    Ich bewundere dein unerschütterliches Vertrauen in die Aufklärung, da du doch als Betreiber eines Bloggs gegen Mainstream täglich erlebst in welch aufgeklärten Zeiten wir leben. Ich fürchte nur, dass du z.B dem Schreiber dieser Zeilen
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ich_bin_kein_rassist_aber/
    und auch den kopfnickenden Lesern dieser Zeilen nicht mit Aufklärung beikommen kannst. Den Demonstranten, die im Sudan die Todesstrafe für eine englische Lehrerin fordern kannst du auch viel von Aufklärung erzählen.

    Ich denke mal die haben auch kein Aufklärungsproblem und auch kein Integrationsproblem. Wer z.B. einmal mit dem deutschen und französischen Außenminister gerapt hat, hat kein Intergrationsproblem, sondern ist voll integriert. Erzähl mal den Islamkonvertiten einen von der Aufklärung, mal ganz ganz abgesehen davon, dass die auch schon über 200 Jahre alt ist und in Deutschland kaum noch in Spurenelementen anzutreffen ist.

  16. @Paul
    Wenn Du von der schweigenden Mehrheit sprichst, dann hast Du recht. Leider schweigt in der ‚Teddy-Affaire‘ eine grosse Gruppe nicht. Wenn man den zugegeben albernen Hintergrund sieht, dann sind die Forderungen der Demonstranten wirklich irre! Die Kritik der Muslims aus GB erscheint mir hier wie ein Feigenblatt.

    Die Muslime sind am Zuge – leider passiert nichts.

  17. Da sich die folgende Aussage vermutlich mehr oder minder explizit auf mich bezieht, will ich sie nicht ganz unkommentiert lassen.

    „daß sie die Problematik der dieses Jahrhundert bisher bestimmenden globalen Auseinandersetzung bisher nicht mal ansatzweise begriffen haben.“

    Das Kompliment gebe ich gerne zurück, oh weiser Paul. Allerdings warst Du Dir bisher zu fein, mir zu erklären, warum ich zwischen Ideologie und Religion trennen sollte. Aber ich würde Deine Antwort vermutlich eh nicht verstehen, nicht mal im Ansatz…

  18. @Paul
    Die Rentner haben nicht eingesehen, dass sie diesem Umstand ihre Rente verdanken? Welche Rente? Die Renten sinken seit Jahren, die Rentenbeiträge steigen, das Renteneintrittsalter steigt und steigt und die kapitalgedeckte Rente wird eingeführt. Und das, obwohl die Einwohnerzahl in D durch Zuwanderung konstant bleibt. Wo ist denn dann der Beitrag der Migranten zur Rentensicherung? Er ist nicht vorhanden, statt dessen gibt es eine Wanderung in die sozialen Sicherungssysteme, wie jeder weiß und eine Abwanderung der arbeitenden Migranten in die Schattenwirtschaft. Ich sehe jede Woche, was das für mich als arbeitenden heißt: 60h- Woche, 10h unbezahlte Überstd. hohe Sozialabgaben, denn unsereiner muss 20 Mio Rentner und Millionen Sozialhilfeempfänger finanzieren. dieses System wird zusammenbrechen, wenn wir geburtenstarke Jahrgänge mal aufhören zu arbeiten. Die Renter werden verarmen.
    Und überhaupt: mich kotzt die Feststellung „Deutschland ist ein Einwanderungsland“ an. Wer hat das zu bestimmen? Es ist nicht demokratisch, den Deutschen einfach vorzuschreiben, dass sie ein Einwanderungsland zu sein hätten. Ich will das nicht, die meisten wollen es nicht mehr,und was mal war, kann man auch wieder ändern. Was ist so undemokratisch daran, sich daran zu erinnern, dass die Sache mit den Gastarbeitern genauso wie die mit den Asylanten immer als vorübergehend gedacht war?
    Im übrigen muss niemand im Koran suchen, um den Muslimen ihren Koran zu erklären. Der Koran und Mohammed als Person machen, ganz anders als die Bibel und Jesus, den Islam unreformierbar. Der Islam ist eine gewalttätige, undemokratische menschenverachtende Religion und er wird es bleiben, weil der Koran und das Leben Mohammeds nichts anderes hergeben.

  19. @ schoko

    Erst mal genau lesen, von wem was stammt! Und dann genau lesen was da steht. Wenn es keine Emigranten gegeben hätte hätten wir schon vor dreißig Jahren Riesenprobleme mit der Rente gehabt und das Renteneintrittsalter läge heute wahrscheinlich bei 75 Jahren bzw. nur eine verschwindende Minderheit käme überhaupt in den Genuss einer Rente. Die gegenwärtige Rentensituation hat nichts mit einer „Flucht in die soziale Sicherung“ zu tun, sondern mit einem gravierenden Fehler im Rentensystem, in dem es so etwas wie „Rentensicherung“ nie gab. Die Forderung nach „Repatriierung“ verstößt sowohl gegen Europäisches Recht, wie gegen das GG.

    Ich denke Dave hat einen mit den „Erziehungsidealen“ des muslimischen Alltags einen wichtigen Aspekt in die Diskussion eingebracht, der auch bei der muslimischen II. Generation hier in Deutschland entscheidend ist und auch die plötzliche Änderung Im Verhalten der Muslime erklärbarer werden lässt.

    Während der leidlich katholische Dorfbewohner aus Apulien und Sizilien sich schließlich damit abgefunden hat, dass seine Tochter mit deutschen Jungens rummacht, wird dies bei türkischen Vätern wohl die absolute Ausnahme sein. Eine gewisse skeptische Grundhaltung gegenüber väterliche Autorität, wie bei der italienischen II. Generation, wird man bei türkischen Jugendlichen kaum finden.

    Wenn dann noch solche Erziehungsmittel
    http://www.tachles.ch/artikel.php?id_art=4018
    eingesetzt werden fällt es dann wirklich sehr schwer Religion und Politik, sowie zwischen Pädagogik und Hass zu unterscheiden.

  20. „Ich persönlich fühle mich auch nicht schuldig, wenn irgendwo auf der Welt ein Mann wieder eine Frau vergewaltigt hat.Obwohl ich selbst ein Mann bin.“

    Der Vergleich hingt ein wenig, nicht wahr.
    Wenn Du einem Verein angehörst, der notorisch die Menschenrechte anderer verletzt, kannst Du aus diesem Verein austreten.
    Muslime gehören einem Verein an, aus dem man austreten kann, Männer nicht. Für gewöhnlich bezeichnet „Mann“ mehr ein biologisches Merkmal.

  21. […] Der eine sagt uns: Im Kampf gegen den dschihadistischen Islamismus demonstrieren die diversen paranoiden Islamophobie-Blogs aus dem PI-Umfeld immer wieder, da sie die Problematik der dieses Jahrhundert bisher bestimmenden globalen Auseinandersetzung bisher nicht mal ansatzweise begriffen haben. […]

  22. @ Sir Winston

    Das bezieht sich zwar auf Dich, aber weder ausschließlich noch vorwiegend, sondern nur unter anderem. Da gibt es wahrlich noch eine ganze Reihe anderer Blogs, die auf der selben Welle reiten.

  23. Womit meine Frage noch immer unbeantwortet bliebe…

  24. @ Sir Winston

    Da hatten wir zwar schon mal auf Deinem Blog drüber geredet, wenn ich mich recht berinnere, aber gut, gerne noch mal.

    Also, wenn jemand an Mohammed oder Jesus Christus glaubt, ist ihm das unbenommen. Wenn er Leute in deren Namen massakriert nicht. Wenn er Leute aber aus anderen Gründen massakriert, also weil er beispielsweise ein Nazi oder Stalinist oder einfach nur ein kriminelles Arschloch ist, werde ich allein daraus, welcher Religion er zugehörig ist, keine Schlüsse auf seine Religion ziehen, und zwar ganz gleich wie lächerlich ich die im einzelnen finden mag.

  25. Ne, da haben wir in meinem Blog nicht drüber geredet. Wenn jemand an Hitler glauben möchte, darf er das nicht? Aber an Mohammed ist ok? Vielleicht haben wir einfach nur ein sehr unterschiedliches Bild von Gevatter Mohammeds Leben und Wirken. Wenn in Mein Kampf steht „Juden sind Untermenschen“ ist es böse, wenn es im Koran steht, dürfen daraus keine Rückschlüße auf den Gläubigen gezogen werden?
    Nein, die Rechtfertigung für eine solch unterschiedlich Bewertung erschließt sich dem begriffsstutzigen Atheisten, Sir Winston, noch immer nicht.

  26. @ Sir Winston

    Heißt das, es erschließt sich Dir nicht, daß es etwas anderes ist, wenn jemand im 20. Jahrhundert, als es bereits zivilisierte Demokratien und anerkannte Menschenrechte gab, seine Mitmenschen ausrotten will, als wenn man das vor tausend Jahren oder noch früher versuchte, wo es noch gang und gäbe war, daß der Sieger die Verlierer versklavt oder massakriert?

  27. Nein, das tut es nicht, denn schließlich tat er es vor tausend Jahren im Namen Allahs und er folgte dessem Wort und dieses Wort ist allgülltig, räumlich wie zeitlich. Wenn ein Moslem diese Geltung verneint, was bleibt dann überhaupt noch vom Islam? Welchem Gott unterwirft er sich denn? Dem des Islam? Aber ohne die Allgültigkeit des Wortes Allahs anzuerkennen und dem Beispiel des Propheten zu folgen? Nein, das erschließt sich mir nicht.

  28. @Sir Winston
    Dass einiges im Koran und vor allem in den Hadithen verfassungs- und menschenfeindlich ist und dann noch nach der reinen Lehre wörtlich genommen werden sollte und von manchen leider auch wird, ist tatsächlich ein Problem, aber was soll man tun? Sollte man solche alten Texte, die eigentlich Verfassungsfeindlich sind, aber zu einem größeren historischen und kulturellen Gebäude gehören verbieten? Oder soll man den Islam als Ideologie verbieten oder ihm Auflagen stellen, welche Koran Suren zu löschen sind?
    Was ist eigentlich mit den Lutheranern, sollte man mit ihnen nicht auch vorsichtig sein, wegen all den antisemitischen und volksverhetzenden Sachen, die Luther geschrieben hat?

  29. So, jetzt hast Du mich. War gar nicht so schwer. Was man genau machen soll, weiß ich auch nicht, alle Optionen sind Mist. Was ich aber weiß, ist, daß wenn man den Islam als Religion ernst nimmt, das größere kulturelle und historische Gebäude drumherum absolut irrelevant ist. Wenn der Koran nicht Gottes allgültiges Wort ist, welchen Wert hat dann der Islam? Und komm mir bitte nicht mit Auslegung, denn es ist nicht gerade so, daß viele der Suren allzu zweideutig wären. Diese Frage bleibt bis heute unbeantwortet. Und bitte nicht wieder der Christentumsvergleich.

    Soll man den Islam verbieten? Es wäre konsequent und angemessen, würde allerdings zu großen Konflikten führen. Suren zu löschen, macht keinen Sinn, da es sich um ein Gesamtkonzept handelt und es würde auch zu Konflikten führen. Wir sollten in erster Linie JEGLICHE Zugeständnisse an diese Ideologie einstellen. Und wir sollten wir sollten aufhören, die Probleme auf der Religion fußen von dieser zu trennen. Machen wir so weiter wie bisher sind Konflikte im Übrigen auch vorprogammiert.

    Es kann nicht angehen, daß in Deutschland eine faschistoide Ideologie (Nazionalsozialismus) verfolgt wird, eine zweite mindestens menschenverachtende Ideologie (Kommunismus / Sozialismus) irgendwo zwischen Gleichgültigkeit und Wohlwollen betrachtet und vor einer dritten (Islam) ein Kniefall nach dem anderen abgeliefert wird. Das ist widerlich bigott und mein Ansatz hierbei ist nicht, netter zu Nazis zu werden. Obgleich beispielsweise der amerikanische Ansatz alle Ideologien unter Meinungsfreiheit zu subsumieren wenigstens gerechter ist.

    Ich weiß auch schon was jetzt kommt, nämlich daß man mit einer härteren Linie gegen den Islam all die „moderaten Muslime“ in die Arme der Extremisten treibt. Ok, mag sein, aber erstens würde so etwas nicht geschehen, wenn die Saat nicht schon gepflanzt wäre und zweitens macht sich ja auch keiner Sorge um die „Moderaten“ auf der anderen Seite. Leute, die Probleme mit dem Islam anmelden werden dämonisiert und in der praktischen Politik völlig ignoriert. Desweiteren werden sie vehement in Ecken hereindefiniert, in die an und für sie nicht gehören. Und der direkte Zusammenhang zwischen Verteidigern des Abendlandes zum Nazi besteht nur in Köpfen der Gutmenschenideologen. Der Zusammenhang zwischen moderaten Moslems (was auch immer das sein soll) und Moslems oder Islamisten (für jene die Moslem unabhängig von Koran und Mohammed definieren) ist da schon offensichtlicher. Die Folgen dieser bigotten Politik kannst Du wunderbar im Kommentarbereich von PI nachlesen. Dort geht eine Radikalisierung vor sich, die für mich eindeutig Folge der beschriebenen Politik ist.

    Was mit den Lutheranern ist, weiß ich nicht. Da kenn ich mich nicht aus und ich habe auch keine Lust mich damit zu beschäftigen, denn deren faschistoides Übermenschendenken springt mir nicht jeden Tag ins Gesicht. Ich bin schon genervt genug, daß ich mich mit dem Islam beschäftigen „muss“. Aber diese Forderung der Moslems war wohl ein klassisches Eigentor, denn meine Beschäftigung mit dem Islam hat zu keiner Erleuchtung in ihrem Sinne geführt. Aber zu Luther; war er ein Prophet und sind Lutheraner aufgrund des Wesens der Religion kategorisch verpflichtet, jedes Wort 1 zu 1 als Gesetz anzunehmen und umzusetzen?

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