Von Terroristen lernen heißt siegen lernen


Israel wird ja immer wieder gerne dafür kritisiert, daß es mit militärischen Mitteln gegen Staaten zurückschlägt, von deren Territorium es angegriffen wird, obwohl die doch nun wirklich nichts dafür können, wenn irgendwelche Organisationen wie die Hisbollah oder die Hamas ein wenig über die Stränge schlagen. Leider weigern sich die Israelis in ihrer unflexiblen Sturheit, diese Denkweise nachzuvollziehen. Dabei hat der Satiriker Ephraim Kishon schon vor vielen Jahren angeregt, diese merkwürdige Sicht der Dinge nicht nur zu akzeptieren, sondern sie selbst zu übernehmen, um zur Abwechslung mal von ihr zu profitieren.

Statt sich also jedesmal in der UNO eine Verurteilung abzuholen, weil man mit einer regulären Armee gegen ein paar harmlose Widerstandskämpfer vorgeht, die anders als die nur wenig telegene Militärmaschinerie bei Bedarf immer noch ein paar Frauen und Kinder zwecks Kollateralschaden ins Feuer schicken können, sollten die Israelis endlich die Zeichen der Zeit erkennen und begreifen, daß im Zeitalter der assymetrischen Kriegsführung nur noch nichtstaatliche Gewalt bei der Weltöffentlichkeit auf angemessenes Verständnis stößt und die konsequente militärische Dezentralisierung daher das Gebot der Stunde ist.

Tzahal wird also einfach aufgelöst und die Bestandteile offiziell den in der Knesset vertretenen Parteien unterstellt. Die Judäische Volksfront (Avodah) bekommt dann die 36. und die 210. Panzerdivision, die Golani-Brigade sowie die Luftstützpunkte Ramat David und Lod, die Volksfront von Judäa (Likud) erhält die 162. und die 340. Panzerdivision, die Nahal-Brigade sowie die Flugfelder in Tel Nof und Hatzor, und die Spalter von der Populären Front (Kadima) kriegen die 80. und die 252. Panzerdivision, die Givati-Brigade sowie die Flugplätze Ramon und Hatzerim. Der Rest wird auf die diversen Splitterparteien verteilt.

Und wenn dann nach Katjuscha- oder Kassam-Einschlägen irgendein hebräischer Milizenführer durchdreht und mit Jagdbombern und schwerer Artillerie die Abschußbasen in Schutt und Asche legt, wird Ministerpräsident Olmert mit betrübtem Dackelblick vor die Kameras treten und tief betroffen verkünden, daß er diese unverhältnismäßige Reaktion zutiefst verurteilt, und daß es ihm ja auch ganz furchtbar leid tut, er aber so gar nichts dagegen machen kann. Vielleicht wird man dann endlich seiner schweren Lage jenes Verständnis entgegenbringen, dessen sich seine arabischen Amtskollegen schon immer erfreuen.

~ von Paul13 - Donnerstag, 29. November 2007.

3 Antworten to “Von Terroristen lernen heißt siegen lernen”

  1. Sehr schön. Paul!

    Wenn ich mich recht erinnere, klang Kishon schon die Erklärung des israelischen Entführers einer arabischen Passagiermaschine im Ohr: „Achtung, Achtung! Hier spricht die Volksfront zur Befreiung Judäas und Samarias! Bleiben Sie ganz ruhig auf Ihren Sitzen, dann passiert Ihnen nichts…“

  2. http://www.debka.com/headline.php?hid=4819

    Populäre Front, wo bist Du?

  3. Sehr gute Idee!!!

    Leider werden diese unfreiwilligen Spaßvögel von der Welt ernst genommen und Alle bedauern sie wegen ihrer Machtlosigkeit gegenüber diesen leicht übermütigen, aber eigentlich doch harmlosen Menschen, mit denen sie überhaupt nichts verbindet. Dieser regionale Humor möchte sich uns nicht richtig erschließen.

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