Schlechtes Timing


Nur einen Tag, nachdem sich Kewil für die Pro-Köln-Spezis vom Vlaams Belang in die Bresche geworfen hat, findet er lobende Worte für die Idee, Ayaan Hirsi Ali in Frankreich einzubürgern, wenn sie in den Niederlanden nicht mehr willkommen ist. Da hätte er besser vorher mal ins dem Vlaams Belang nahestehende Brussels Journal geschaut. Dort beklagt man sich nämlich gar bitterlich, daß Hirsi Ali den Vlaams Belang nicht nur unappetitlich findet, sondern als potentiell gefährliche Partei am liebsten komplett verbieten lassen würde:

“I would ban the VB because it hardly differs from the Hofstad group [a Jihadist terror network in the Netherlands, involved in the assassination of Theo van Gogh]. Though the VB members have not committed any violent crimes yet, they are just postponing them and waiting until they have an absolute majority. On many issues they have exactly the same opinions as the Muslim extremists: on the position of women, on the suppression of gays, on abortion. This way of thinking will lead straight to genocide.”

Deutlicher wurde wohl noch selten vor den belgischen Haus-und-Hof-Extremisten der kölschen Moscheeparanoiker gewarnt. Das dürfte in den Kreisen der islamophoben Rechten jedenfalls für einige Verwirrung sorgen.

~ von Paul13 - Donnerstag, 22. November 2007.

4 Antworten to “Schlechtes Timing”

  1. @ Paul

    Ich mag PI nicht! Ich mag auch die anderen rechtsradikalen Xenophobiker mit speziell antislamischen Einschlag nicht und besonders mag ich die nicht, die sich dabei einer Ayaan Hirsi Ali oder anderer „Dissidenten“ als Kronzeugen bedienen wollen.

    Ich mag aber auch die nicht, die ihre eigene verrottete Weltanschauung oder persönliche Religion mit dem Islam aufpeppen wollen bzw. glauben ungeahnte Schnittmengen zwischen ihrer Ideologie und dem Islam gefunden zu haben oder finden zu können. Ich mag auch nicht die Propagandisten eines Euro-Islam, die nicht klar sagen, dass die Religionsfreiheit eine negative Freiheit ist und sein muss d.h. auch, dass kein Muslim gezwungen werden kann, Muslim zu sein oder zu bleiben. Im Gegensatz zu manchem Konvertiten oder Kritikern des Christentums gibt es für mich an diesem Punkt kein Verhandlungsspielraum. Deshalb lehne ich eine offizielle Dialogbereitschaft in dieser Sache grundsätzlich ab.
    Seltsamerweise haben die Kritiker des Christentums nicht viel übrig für die negative Religionsfreiheit, fast genau sowenig wie für die Meinungsfreiheit und andere Grund- und Menschenrechte, womit sich dann meist der Dialog, außer für Schwätzer, von selbst
    erledigt hat.

  2. @ alibaba

    Keine Sorge, das war nicht auf Dich gemünzt. Und bei der Nichtverhandelbarkeit der Religionsfreiheit dürften wir beide sogar übereinstimmen.

  3. @ Paul,

    war mir eh klar, ich hatte da auch keine Bedenken.

  4. Wenn es sich nicht gerade um allerkrasseste knobelgebecherte Bomberjackenträger handelt, ist kewil sowieso der fleißigste Verteidiger von Faschos und Nazis nach Horst Mahler.

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