Bad news from Afghanistan


  • The Afghan economy is picking up, having registered double-digit growth rates for the past two years. This shows that the Taliban and their Al Qaeda allies are less able to disrupt development projects and private business in all but four of the nation’s 30 provinces.
  • The central government’s administrative presence has expanded rapidly, now covering some two-thirds of the territory. The Taliban’s campaign of murdering government officials has failed to stop the central government from rebuilding the civil service at all levels.
  • Starting from almost zero, the country’s education and health services have been rebuilt and now cover almost half of the population. The Taliban and their Al Qaeda allies have failed to destroy public services by killing teachers, doctors and nurses.
  • Afghanistan has held a number of elections to approve a new constitution and elect a parliament and president. Despite exceptional brutality, efforts by the Taliban and Al Qaeda to disrupt the process have failed. The Afghans have developed a liking for elections, a fact indicated by the steadily rising number of voters successive polls.

Oder um es in Worten auszudrücken, die auch die Gegner einer Demokratisierung Afghanistans verstehen:

There is, of course, no way in which the Taliban might ride back into Kabul as victors.

„No way“ heißt in diesem Zusammenhang auf deutsch übrigens so viel wie „You suck!“. Und zwar in Ost-Berlin wie in Süd-Tirol.

~ von Paul13 - Sonntag, 18. November 2007.

17 Antworten to “Bad news from Afghanistan”

  1. Amir Taheri? Also seriöser geht’s kaum! :-)

    http://en.wikipedia.org/wiki/Amir_Taheri

    Gruß
    Mikado

  2. @ Paul

    Mr.Taheri? Schon wieder? Können Sie nicht mal jemanden zitieren, der weiß wovon er spricht / schreibt? Zur Lage in Afghanistan:

    1. militärisch

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/7099873.stm

    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/11/16/AR2007111601203.html

    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/11/17/AR2007111701659.html

    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/11/18/AR2007111800210.html

    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/11/18/AR2007111800144.html

    2. zur militärischen Strategie der USA / ISAF / NATO

    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/10/20/AR2007102001253.html

    An dieser Stelle ein Zitat aus diesem Beitrag:

    „Four years after NATO began an expanded mission in Afghanistan, members of the 26-nation alliance are divided over anti-drug and reconstruction policies, rising civilian casualties and what some say is heavy-handed U.S. leadership, according to interviews with military officials and diplomats.

    Some allies express frustration with the refusal of others to share the dangerous combat roles being assumed almost exclusively by the United States, Britain, Canada and the Netherlands.

    NATO’s internal conflicts are playing out against a background of increasing violence in Afghanistan, where the extremist Taliban group is resurgent, suicide attacks and roadside bombings are on the rise, and opium production is at an all-time high.“

    3. wirtschaftlich

    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2005/11/19/AR2005111901248.html

    Eine wirklich aussagekräftige Quelle für die Entwicklung in Afghanistan sind die Berichte und Studien der Afganistan Research and Evaluation Unit: http://www.areu.org.af/

    Ihre Einschätzunghen zur Entwicklung der Sicherheitslage in den südlichen und westlichen Provinzen Afganistans und zum Stand des wirtschaftlichen Wiederaufbaus in Afghanistan weichen allerdings erheblich von Mr. Taheris Erfolgsmeldungen ab.

    Zu den strukturellen Problemen bei der Modernisierung einer archaischen Ökonomie (und Gesellschaft) wie der Afghanistans empfehle ich als Einstieg das Buch von JohnD. Montgomery (ed.)
    Beyond reconstruction in Afghanistan: lessons from development experience, 2004
    Zur aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung Afganistans Entwicklung empfehle ich die lazufende Berichterstattung des IMF, z.B.:
    http://afghandevnews.wordpress.com/2007/03/09/afghan-economy-to-quicken-imf-says-reducing-opium-dependence/

    Hier ist das Bild je nach Region und Branche uneunheitlich. Mit einer Ausnahme: die Zentralregierung hat auf die wirkliche Entwicklung nur einen sehr begenzten Einfluss und vielfach ist das auch besser so. Allerdings kann von einem landesweitem Aufschwung keine Rede sein.

    Was Mr. Taheri anscheinend mit großer Begeisterung gelesen hat, sind die Berichte des Afganistan Reconstruction Trust Funds der Weltbank: http://www.worldbank.org.af/WBSITE/EXTERNAL/COUNTRIES/SOUTHASIAEXT/AFGHANISTANEXTN/0,,contentMDK:20152008~pagePK:141137~piPK:217854~theSitePK:305985,00.html
    Unglücklicherweise sind dies Projekte allenfalls ein Tropfen auf einen sehr heißen Stein.

    4. politisch

    Die politische Veränderung in Afghanistan war die erklärte Bereitschaft der Regierung Karsai mit den Taliban (oder zumindestens Fraktionen innerhalb der Taliban) über eine Beendigung der Kämpfe zu verhandeln:
    http://www.welt.de/welt_print/article1225585/Karsai_macht_den_Taliban_ein_Friedensangebot.html

    Solche Verhandlungen mache nur Sinn, wenn Karsai grundsätzlich bereit ist, eine Beteiligung der Taliban an seiner Regierung zu akzeptieren. Dies ist angesichts der weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage in Afghanistan – mittlerweile auch in der Region Kabul und im bisher ruhigen Norden Afghanistans – im laufenden Jahr und angesichts der doch begrenzten Erfolge der ISAF und der OEF nachvollziehbar. Besonders wenn man die schwache Position Karsais innerhalb der eigenen Regierung und im afghanischen Parlament berücksichtigt:

    http://www.kas.de/db_files/dokumente/laenderberichte/7_dokument_dok_pdf_10220_1.pdf

    Allerdings wäre eine solche Beteiligung der Taliban im Ausland und inbesondere in den USA der politische GAU. Dies ist allerdings auch ein grund für die Spannungen innerhalb der NATO: die Europäer vor Ort sind eher geneigt, die Einschätzung zu akzeptieren, dass der Konflikt in Afghanistan rein militärisch nicht zu gewinnen ist und dass zumindest Teile der lokalen Verbündeten der Taliban-Führung eher Teil der Lösung als Teil des Problems sein können. Aber auch hier wird sich vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen nicht viel bewegen.

    Fazit: wie bereits früher angemerkt befindet sich Afghanistan zur Zeit in einem militärischen Patt: die NATO /ISAF / OEF können die Taliban nicht vernichten und die Taliban können zwar den Süden Afghanistans destabilisieren, aber nicht erobern. Und damit befindet sich auch die weitere ökonomische Entwicklung Afghanistans in einem Schwebezustand. Daran ändert auch der eine oder andere gebohrte Brunnen und ein paar Kilometer befestigte Strasse wenig.

    Aber Sie sollten sich demnächst weniger auf die Einschätzungen professioneller „Jubel-Perser“ verlassen. Als Einstieg empfehle ich die internationale Berichterstattung der Washington Post, der New York Times und der BBC.

    mfG
    Anton

  3. Sure thing, honey. Die BBC, NYT und WP sind mittlerweile ja auch bekannt für ihre absolute Agenda-Freiheit.

  4. @ GBG

    So süß bin ich gar nicht. Und ich habe nie behauptet, dass BBC, NYT und WP und die anderen bösen „liberal MSM“ keine `Agenda´ bzw. eine politische Ausrichtung haben. Aber zumindestens beschäftigen sie den einen oder anderen Mitarbeiter, der etwas davon versteht, worüber er schreibt.

    Wir können uns natürlich auch von Paule & Fans erzählen lasse, dass die Kampfbereitschaft der Taliban kurz vor dem Zusammenbruch steht bzw. dass ihnen angesichts der erheblichen Verluste nächste Woche die Kämpfer ausgehen.

    Das Dumme ist bloß: derartigen Unsinn erzählt er nun schon eine ganze Weile – nur die Taliban scheinen von ihrer Niederlage noch nichts mitbekommen zu haben.

    still not convinced
    Anton

  5. @ Anton

    Ein Tip zu Deinen Postings: Dieses

    https://nbfs.wordpress.com/2007/11/18/bad-news-from-afghanistan/#comment-1566

    war zunächst in der Moderationsschleife hängegengeblieben, weil WordPress Artikel mit mehr als 10 Links zunächst mal als Spam behandelt. Achte vielleicht mal darauf, weniger Links zu verwenden bzw., falls sich das nicht umgehen läßt, die Artikel im mehrere aufzusplitten. Wenn das nicht dauernd passiert, verfälscht das die Statistik schon nicht.

  6. @Anton
    „Als Einstieg empfehle ich die internationale Berichterstattung der Washington Post, der New York Times und der BBC.“

    Washington Post? Sehr guter Vorschlag! Also sofort lesen:
    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/11/16/AR2007111601765.html

    Gruß
    Mikado

  7. @Anton
    *** „Wir können uns natürlich auch von Paule & Fans erzählen lasse, dass die Kampfbereitschaft der Taliban kurz vor dem Zusammenbruch steht bzw. dass ihnen angesichts der erheblichen Verluste nächste Woche die Kämpfer ausgehen.“ ***
    Wann und wo ist das passiert? Diesen Unsinn hat immer wieder der Ivan erzählt – Du setzt die Tradition fort und versuchst das anderen in die Schuhe zu schieben.

    Letztlich steht fest: Afghanistan geht es besser als unter der Terrorherrschaft der Taliban oder der Sowjets.

  8. @ S1IG

    Sehen Sie genau wegen solcher dummdreister Lügen sien Sie –
    NICHT SATISFAKTIONSFÄHIG.

    Aber damit bei Dritten kein falscher Eindruck entsteht, fordere ich hiermit Paul13 auf, zu bestreiten, dass er von der „zusammenbrechenden Kampfbereitschaft“ der Taliban gesprochen hat – dann mache ich mir die Mühe, die Textstelle auf NFBS herauszusuchen.

    Anton

  9. @ Mikado

    In der Tat ein sehr interesanter Artikel zu den Auswirkungen von „the surge“, der eine vertiefte Diskussion lohnen würde. Vielleicht ein Kommentar von Paul als Einstieg?

    Aber was hat er mit der Lage in Afghanistan zu tun?

    Anton

  10. @ anton

    Na, mit mir zu dieser Sache ins Gespräch zu kommen, sollte doch genügend Motivation sein, uns endlich mitzuteilen, ob Du die Äußerungen von mir angesprochenen 5 israelhasser nun als antisemitisch betrachtest oder nicht. Ich warte, Schnucki!

  11. @Anton
    Warum soll Paul da was dazu sagen? Er betont doch die ganze Zeit, machmal zwar ein bisschen zu euphorisch, dass „The Surge“ funktioniert. Und was anderes steht doch in dem Artikel auch nicht drin.

    Derjenige, der hier ständig das völlige Scheitern der USA im Irak betont, bist doch du! Aber Ok, immerhin findest du den Artikel interresant. Besser als nichts. ;-)

    Gruß
    Mikado

  12. @Anton
    Nicht wieder schreien :-) (zur Erinnerung – Großbuchstaben im Internet bedeuten brüllen). Nicht das Du noch einen Herzkasper bekommst!

    BTW: Welche dummdreiste Lüge?

    *** dann mache ich mir die Mühe, die Textstelle auf NFBS herauszusuchen. ***
    Na dann mal los – ich bin gespannt!

  13. @ Paul

    Sie wissen doch: ich entscheide wer, wo, wann und über was …
    Aber so viel diskutieren brachen wir auch gar nicht. Ich zitiere einfach mal die korrekte Lageeinschätzung für Afghanistan nach Paule:

    „Bei heftigen Gefechten mit Regierungstruppen und verbündeten kanadischen Einheiten haben die radikal-islamischen Taliban erneut fast 100 Mann verloren. Daß mehr als ein Drittel davon gefangengenommen werden konnte, deutet auf die ZUSAMMENBRECHENDE KAMPFMORAL (Hervorhebung von mir, Anton) der Islamisten hin.“

    So wurde die Situation der kurz vor der endgültigen Niederlage stehenden Taliban von Paule am 18. März 2006 auf NBFS eingeschätzt. Angesichts dieser präzisen Prognose sollten wir unbedingt auf die Analysen von Afghanistan-Experten wie Taheri und Paul13 hören!

    Anton

  14. @Anton
    Man sieht – Du hast ein Problem mit dem Lesen – da steht „[…] deutet […] darauf hin“. Was heißt das? Eine Aussage zu einem Fakt oder eine Mutmassung? Es erweckt den Anschnein und beweist nicht.
    Du machst daraus: „Wir können uns natürlich auch von Paule & Fans erzählen lasse, dass die Kampfbereitschaft der Taliban kurz vor dem Zusammenbruch steht […]“.
    Paul brauchte deswegen nichts zu bestreiten. Solche verdrehten Versionen der ursprünglichen Aussage hat früher Ivan immer mal wieder aufgebracht und nun hören wir den Unsinn von Dir. Du setzt diesen Unsinn sogar noch fort und sprichts von “ […] präziser Prognose […] „. Wo und wann wurde eine Prognose im Artikel abgegeben?
    Für mich gibt es dafür zwei Erklärungen:
    1. Du raffst es einfach nicht und hast ein Verständnisproblem.
    2. Du verdrehts mit Absicht Aussagen anderer Personen, damit sie Dir in dem Kram passen und Deine Argumentation stützen.
    Suche Dir was aus!

    Um die Sache noch an einem anderen Beispiel zu demonstrieren: Wenn Du Dich weigerst Dich von den antisemitischen Äußerungen der fünf linken Israelhasser zu distanzieren, deutet(!) das darauf hin, dass Du deren antisemitischen Positionen teilst. Oder um es noch anders zu sagen: Du erweckst den Anschein auch einer von denen zu sein. Was mich nicht überrascht, denn Du hast hier ja schon oft Holocaust-Leugner versucht in richtige Licht zu rücken.

  15. @ S1IG

    Ist es den so schwer zu verstehen? Und wenn Sie sich noch so bemühen, mich zu einer Antwort zu provozieren: Sie sind einfach –

    nicht satisfaktionsfähig.

    Anton

  16. @Anton
    Wieso Antwort? Ist doch gar nicht notwendig. Reicht doch wenn ich Dein Versagen aufzeige. :-) :-) :-)

  17. @ Paul / Mikado

    Nachtrag. Um auf Mikados Vorschlag mit der Washington Post zurückzukommen:

    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/11/24/AR2007112401333.html?hpid=topnews&sid=ST2007112500076

    Entscheidend für die unterschiedlichen Lageeinschätzungen zu Afghanistan / Pakistan sind offensichtlich unterschiedliche Zielsysteme: Militärs (von Ausnahmen wie Petraeus abgesehen) denken bei Erfolg an zerstörte Sachen (Waffen, Fahrzeuge, Gebäude, Infrastruktur) und getötete / gefangene Gegner. Das macht nur aber nur Sinn, wenn der Feind in den gleichen Kategorien denkt.

    Ziel der Taliban ist – trotz der markigen Videobotschaften – aber nicht der militärische Sieg über die ausländischen Truppen, sondern die Vertreibung der Besatzungsmächte, um danach ihre Kontrolle über das Land wieder herzustellen. Dazu müssen sie die Besatzung / Unterstützung der Regierung Karsai nur ausreichend kostspielig (in Menschenleben UND Dollars) und langwierig machen. Dies scheint ihnen offensichtlich zu gelingen.

    Deshalb sind die regelmäßigen Erfolgsmeldungenin in den westlichen Medien: wieder xy Talibankämpfer getötet / Taliban-Stellung in der Region z durch Luftangriff der OEF zerstört / Dorf bzw. Stadt abc von den Taliban zurückerobert bzw. gesäubert – wenig aussagekräftig und erinnern Ältere fatal an die amerikanische Berichterstattung über den Vietnam-Krieg. Und offensichtlich gibt es genügend junge Afghanen (und Pakistani) die bereit sind, für die Taliban zu kämpfen:
    „Although growing numbers of foreigners — primarily Pakistanis — are joining the Taliban ranks, several officials said the primary source of new recruits remains disaffected Afghans fearful of opposing the Taliban and increasingly disillusioned with their own government.“

    Die spannende Frage ist, WARUM sie dazu bereit sind und was der Westen in Afghanistan erreichen muß, damit diese Bereitschaft aufhört. Hier gibt es keine einfachen Lösungen. Nur eines ist sicher: eine landesweite clear-hold-and built-Strategie für Afghanistan dürfte mehrere hunderttausend Mann Kampftruppen erfordern, über die weder die USA, noch die NATO verfügen.

    Anton

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