Autorenmund tut Wahrheit kund


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Beim Bemühen, seinen neuen Kollegen Joschka Fischer als heimlichen NeoCon darzustellen, der, kaum daß er nicht mehr in Amt und Würden ist, plötzlich ganz tolle Ideen zur Umsetzung der einstmals so heftig kritisierten globalen Demokratisierung hat, ist Jörg Lau ein im Zeitalter von Copy&Paste zwar verzeihlicher, aber dafür umso hübscherer Freud’scher Verschreiber unterlaufen:

Unser Kolumnist Joschka Fischer sieht in seiner ersten Montagskolumne Parallelen zwischen dem späten Schahregime und der Herrschaft des Generals Musharraf. Der Westen sei dabei, den Fehler zu wiederholen, auf die “demokratische Modernisierungsalternative” zu setzen statt die Autokratie aus Angst vor regionaler Destabilisierung zu stützen:

Das ist nämlich das exakte Gegenteil von Laus Schlußsatz „Europäer setzen diesmal auf Demokratisierung, während Amerikaner auf Stabilität pochen.“ Macht aber nichts, denn diese Einschätzung trifft den realen Joschka „I’m not convinced that Iraq has to be liberated“ Fischer ohnehin weit besser, als dessen durchsichtiger Versuch, im Nachhinein auf die richtige Seite der Geschichte zu wechseln.

~ von Paul13 - Montag, 12. November 2007.

Eine Antwort to “Autorenmund tut Wahrheit kund”

  1. @ Paul

    Tja, schon ein wenig merkwürdig, dass Fischer eine “demokratische Modernisierungsalternative” bei Saddam nicht groß interessiert hat. Aber wahrscheinlich hatte er den SoftPower-Plan „Wandel und Handel durch Annäherung“ schon in der Schublade. Sogar das haben ihm die Amis kaputt gemacht.

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