Der letzte macht das Licht aus


Widerstand gegen Islamismus ist notwendig und völlig legitim, wenn er vom Standpunkt der Menschenrechte und der Aufklärung ausgeht. Aber er ist fremdenfeindliche Ersatzbefriedigung, wenn er als äußere Bedrohung des kleinen deutschen Mannes dargestellt wird.

Was passiert, wenn man diesen grundsätzlichen und eigentlich nicht sehr komplizierten Unterschied zwischen berechtigter Kritik an einer aggressiven Ideologie und xenophober Hysterie gegenüber harmlosen Mitmenschen nicht zu erkennen in der Lage ist, kann man derzeit sehr gut und sozusagen live am zunehmenden Verfall unseres sachlich inkorrekten Leib-und-Magenschmerzen-Blogs der P(aranoiden) I(slamhasser) sehen.

Schaut man sich die schaurige öffentliche Selbstzerknirschung ihrer Boat People und die kläglichen Reste des PI-Impressums an, so stellt sich allmählich nämlich die Frage, wer da eigentlich noch die Artikel schreiben soll, wenn alle weg sind. Zumal sie jetzt, mit all den Zilliarden von Lesern sozusagen auf dem Weg in den gefühlten Mainstream, ja eine gewisse Verantwortung haben, die in sie gesetzten Erwartungen nicht zu enttäuschen.

Wobei, dadurch haben sie andererseits auch einen nahezu unbegrenzten Vorrat an potentiellen Nachwuchsautoren, deren bisheriges Wirken sich sicher nahtlos in die bisherige Linie einfügen dürfte, so daß niemandem der Unterschied auffällt. Also, Stammtisch, übernehmen Sie! Wir wollen ja auch was zu lachen haben.

~ von Paul13 - Dienstag, 6. November 2007.

67 Antworten to “Der letzte macht das Licht aus”

  1. @ Rene

    Eben, der letzte NeoCon. Hier ging’s aber um die PaläoCons. Und zwar die ganz steinzeitlichen. Denn wer Muslime für demokratieunfähig hält, muß sie auch nicht befreien.

    P.S.: Ich hatte bei den November-Kommentaren vergessen, die Kommentarfunktion zu deaktivieren. Hab ich jetzt nachgeholt. Da Du aber schon was geschrieben hattest, poste ich das hier noch mal an Deiner Stelle (auch wenn der Original-Kommentar gelöscht wurde, zählt er natürlich trotzdem für die Wertung weiter mit!):

    „Kommst eigentlich mit dem zählen noch richtig nach …“

    Also im bisherigen Umfang geht’s noch. Sind ja nur ein paar Minuten pro Tag.

  2. @ alle

    Wofür ich anders als für den Fauxpas eben hingegen nichts kann, ist, daß Akismet gerade mal wieder ein paar ganz normale Kommentare von Anton, Fünfter Internationaler und Tyrion als Spam abgefangen hat, obwohl die Betreffenden schon immer hier geschrieben haben.

    Und ich hatte schon Angst, daß mich keiner mehr lieb hat, weil mir niemand schreibt. Ich hoffe, Akismet erweist sich allmählich wirklich mal als lernfähig. Ansonsten sorry für die Umstände, Kollegen! Die vermißten Kommentare finden sich übrigens hier:

    Fünfte Internationale

    Anton

    Tyrion

  3. @ Paul

    Keine Sorge, wir verlassen dich nicht ;-)
    P(aranoide) I(slamhasser) ist doch ein cooler Blogname. Ist der schon rechtlich geschützt?

  4. @Paul
    Passionierte Idioten. So kann man sich täuschen. Ein sprachlicher Vorschlag: Bei PI brennt wohl eh kein Licht mehr, dennoch befürchte ich das der Letzte dort erst das Licht ausmacht.

  5. […] Die effektivste Antwort: Aufklärung Via. In diesem Artikel geht es wieder um unser Lieblingsblog, worüber wir ja schon reichlich berich… […]

  6. http://www.vanityfair.de/blog/politik/4529.html ;-)

  7. @ Mikado

    Köstlich!!! Und so wahr!

  8. @Paul
    Naja, jeder überschreitet mal die Grenze und wird 42.

  9. @ daniel

    Und findet damit die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem überhaupt. ;-)

  10. @Paul
    …und dem ganzen Rest. Ist wohl lange her dass Sie Douglas Adams gelesen haben. Aber wer will als 42+ schon noch lachen ;-)

  11. @Paul
    Die Realsatire gleitet hier langsam in Selbstdemontage ab – irgendwie schon peinlich ;-)

    @Mikado
    Danke für den Tipp – ich kann mich nur Paul anschliessen. Nice Pick! ;-)

  12. @ daniel

    Zugegeben sind’s schon ein paar Jahre. Aber dann wird das Zitat seit Jahren in meinem gesamten Freundeskreis falsch kolportiert.

  13. @mikado, Paul13
    Wo ist jetzt genau der Unterschied zwischen dem Bürger und „kleinen Mann“?
    kleiner Mann = rechtspopulistischer, alkoholkranker Phuket-Urlauber, der seine Frau am Feierabend verprügelt?

  14. @lebowski
    Der Kleine Mann geht morgens im Trainingsanzug ans Ständchen und schwenkt die Kümmerlingfahne um die BILD zu kaufen. Der Bürger hat die WELT unterm Arm und geht ins Büro. Der Bürger ist schlicht produktiv – oder zumindest produktiver als der Kleine Mann. Ansonsten besteht da tatsächlich Verwechslungsgefahr. ;-)
    @Paul
    definitiv

  15. Was der Artikel von Kaufmann nicht leistet: eine Anleitung, wie man gegen „Islamismus“ (ist der Begriff denn schon definiert?) sein kann und sich gleichzeitig von NPD und, noch tückischer, von unter falscher Flagge fahrender aber inhaltsgleich mit der NPD sich äußernden Quasi-Nazis (PI, kewil,….) abgrenzen soll.

  16. Um Missverständnisse zu vermeiden: sich verbal gegen die Nazis abgrenzen ist einfach, man sagt einfach „mit der NPD habe ich nichts zu tun“.

    Aber sehen Sie sich mal in den diversen Städten um, wo immer sich eine Bürgerinitiative gegen einen Moscheeneubau formiert, meldet gleich die NPD eine Demonstration an und damit ist die Initiative im Keim bereits vergiftet.

  17. @Silver Surfef
    Ist PI inhaltlich wirklich deckungsgleich mit der NPD? Da tun sie, denke ich, Herre und Co. unrecht, so schlimm ist es noch nicht.
    „Aber sehen Sie sich mal in den diversen Städten um, wo immer sich eine Bürgerinitiative gegen einen Moscheeneubau formiert, meldet gleich die NPD eine Demonstration an und damit ist die Initiative im Keim bereits vergiftet.“
    Es ist auch nicht einfach zu verstehen, warum gerade Moscheebauten so unpopulär sind. Wenn man eine Gruppierung, sei sie auch religiös, für verfassungsfeindlich und gefährlich hält, so soll man sie halt verbieten. Warum sollen aber erlaubte Vereine keine Vereinsgebäude bauen dürfen?

  18. Schmock,

    kewil von Fakten und Fiktionen ist auf jeden Fall in wesentlichen Teilen inhaltsgleich mit der NPD:

    — der Märtyrerkult um Hohmann, Oettinger und Filbinger

    — der wutentbrannte Dauerbeschuss gegen den Zentralrat der Juden

    — die Verleumdungen gegen Angela Merkel und überhaupt alle CDU-Politiker, die damals eine Trennlinie zu Hohmann zogen oder Oettinger die Leviten lasen

    — die Verherrlichung Adolf Hitlers als „größten deutschen Staatsmann aller Zeiten“

    — die krampfhafte Suche nach Fundstellen, mit Hilfe derer das Verhalten der Deutschen im 3. Reich als eigentlich gar nicht so übel eingeordnet werden kann.

    Obiges alles redaktionelle Politik (Artikel und Kommentare von kewil gezeichnet).

    Ferner im Kommentarbereich von Kommentaren, die ausdrücklich von kewil als „liebe, treue“ Kommentatoren gewürdigt wurden:

    — Drohungen, die Juden würden sich noch gehörig wundern, wenn sie nicht bald „auf Linie“ kämen, d.h. die Reinwaschung des Dritten Reiches weiter behinderten

    — die Behauptung, die Juden hätten die Deutschen mit dem Holocaust erpresst.

    Überflüssig zu sagen, dass kewil äußerst generös nazistische Kommentare stehen lässt, aber rücksichtslos jede Kritik an seinem Blog sofort weglöscht.

    N.B. Dass kewil und PI keine Gelegenheit auslassen, um ihre bedingungslose Gefolgschaft zu den USA zu bekunden und Israel gegen jede Kritik zu verteidigen, ist wertlos.

    Im ersteren Fall geht es darum, unter die Rockschöße des nachweislich stärksten auf der Weltbühne zu schlüpfen.

    Im zweiten ist folgender Wunsch Vater des Gedankens: indem den Israelis ein dermaßen weit gefasster Freibrief für Maßnahmen gegen die Palästinenser ausgestellt wird, wie ihn nur die extremischsten Israelis — vielleicht 5 % — selbst unterschreiben würden, werden nachträglich die Greueltaten der Nazis, insbesondere der Wehrmacht in Osteuropa, relativiert.

    Auf solche „Unterstützer“ Israels können Juden gut und gerne verzichten: die Absicht ist zu verurteilen und der Preis ist viel zu hoch.

  19. Zu Moscheeneubauten: Ich bin nicht für ein gesetzliches Verbot.

    Im Einzelfall muss man aber den Bürgern zugestehen, gegen solche Bauvorhaben zu protestieren, entweder indem sie sich bei den Politikern lautstark bemerkbar machen oder über Bürgerbegehren.

    Die Gründe dafür können legitim sein, beispielsweise weil die Minarette die Kirchtürme überragen würden, weil es in dem betreffenden Stadtteil bereits eine Moschee gibt und weitere Überfremdung oder Parkplatzsorgen befürchtet werden, weil der Trägerverein als nicht integrationswillig gilt…

    Dennoch werden Moscheen gebaut werden. Jedoch sollte dann auch die Bundesregierung bei den Staaten, die diese Bauten finanziell unterstützen, zur Bedingung machen, dass die nicht-islamischen Minderheiten in ihren Ländern Erleichterungen bei der Religionsausübung erfahren.

    Außerdem ist es nicht verwerflich, grundsätzlich einen Stopp von weiterer muslimischer Zuwanderung zu fordern, da die hier lebenden Eingebürgerten oder mit langjährigen Aufenthaltsgenehmigungen ausgestatteten Muslime ohnehin nicht „gegangen werden“ können.

  20. @ lebowski

    Der „Bürger“, wie Du ihn nennst, macht das auch aus Angst um die Muslime, der kleine Mann aus Angst vor ihnen.

  21. @ Silver Surfer

    Das Problem mit PI und den Moscheegegnern ist nicht, daß sie gegen den Islamismus sind – das ist wohl jeder, der noch alle Latten am Zaun hat – sondern daß sie gegen den Islam als solchen sind. Und diesen Unterschied nicht zu kennen, wird nicht dadurch besser, daß man gegen PI und Konsorten ist. Die Gleichsetzung von Islamophobie und Antiislamismus ist nämlich nur das linke Spiegelbild der rechten von Islam und Islamismus.

  22. Ich meine, man muss auch gegen den Islam sein dürfen, nicht nur gegen Islamismus.

    Jedoch unter folgenden Voraussetzungen:

    — Keine Verleumdungen, immer schön bei der Wahrheit bleiben.

    — Rechtsstaatlichkeit: muslimische Deutsche haben die gleichen Rechte wie andere Deutsche, hier lebende muslimische Ausländer die gleichen Rechte wie andere Ausländer.

    — Muslime sind genauso nach Gottes Ebenbild erschaffen wie andere Menschen, ich schulde ihnen daher dieselbe Achtung und gleiches Menschenrecht.

    Problematisch ist, wenn jemand den Kampf gegen den Islam zu seinem Lebensmittelpunkt macht. Der kann schon nicht mehr in ausreichendem Maße an seinen eigenen Schwächen arbeiten und sein Verhältnis zu den Mitmenschen verbessern.

    Es ist aber keine verwerfliche Meinung, wenn jemand die Geschichte muslimischer Einwanderung betrachtet und zu dem Schluss kommt, jetzt sei es fürs erste genug mit weiteren Einwanderern aus diesem Kulturkreis.

    Ferner ist es nicht verwerflich, den Mainstream des Islam — nicht allein den Islamismus — als problematisch anzusehen, insbesondere in Bezug auf Punkte wie Frauenrechte, Diskriminierung von Minderheiten (andere muslimische Glaubensrichtungen, Christen und „Ungläubige“ in der Heimat, ethnische Minderheiten), Feindschaft gegen Juden und Israelis, Zwangsverheiratung und sogenannte Ehrenmorde.

    Ich denke, es wäre nicht schlecht, erst einmal für die nächsten 20 Jahre ein Moratorium auf weitere Einwanderung aus muslimischen Ländern zu erklären und dafür die Anstrengungen zu verstärken, die bereits hier lebenden Muslime besser zu integrieren.

    Ein EU-Beitritt der Türkei wäre demnach keine gute Idee.

  23. @ Silver Surfer

    Man kann gegen den Islam genauso was haben wie gegen jede andere Religion, aber man sollte schon an alle Religionen dieselben Maßstäbe anlegen. Also nicht die Kirchentagsromantik des 3. Jahrtausends mit einem schwulen Prister und kiffenden Meßdienern, die gepflegt über die Vorteile einer zünftigen Abtreibung reden, und dabei vom Papst ein wohlwollendes Lächeln ernten, martialischen Sprüchen des 8. Jahrhunderts gegenüber stellen und daraus dann versuchen irgendwelche Schlüsse zu ziehen.

    Bei PI ging’s aber ohnehin nicht um differenzierte Religionskritik, sondern darum, die Gläubigen selbst anzugreifen. Und wenn ein türkischer Türsteher mit Drogen dealt oder seine Mitmenschen verprügelt und das dann auf den Islam zurückgeführt wird, dann ist das total krank. Bei PI wird man nicht für individuelle kriminelle Handlungen verurteilt, sondern für die Zugehörigkeit zu einem Kollektiv, mit dem man vielleicht nicht das geringste zu tun hat. Das grenzt schon an Volksverhetzung.

  24. @ Paul

    „Also nicht die Kirchentagsromantik des 3. Jahrtausends mit einem schwulen Prister und kiffenden Meßdienern, die gepflegt über die Vorteile einer zünftigen Abtreibung reden, und dabei vom Papst ein wohlwollendes Lächeln ernten, martialischen Sprüchen des 8. Jahrhunderts gegenüber stellen und daraus dann versuchen irgendwelche Schlüsse zu ziehen.“

    Aufgeklärte(re) Vertreter der christlichen Zunft hast du hübsch beschrieben. Aber gibt es denn auch deren Pendants in der islamischen Welt, also liberale, gar libertäre Muslime? Und zwar in einer nennenswerten Anzahl, nicht nur ein paar ungeliebte Dissidenten, bei denen auch ganz sicher kein Demokratiedefizit vorhanden ist. Oder geben nicht eher – manchmal auch nur zwischen den Zeilen – die martialischen Sprüche aus dem 8. Jahrhundert den Ton an?

  25. @silver surfer
    kewil ist rechtskonservativ bzw. nationalkonservativ und das ist sein gutes Recht.
    Haben Sie schon mal einen NPD-Hansel getroffen, der Katholizismus-Fan wie kewil war?
    Selbst wenn man ein diametral andere Meinung hat als er, lohnt es sich schon deswegen in seinem Blog gelegentlich mal vorbeizuschauen, weil er für seine Ansichten einen theoretischen Überbau hat, mit dem man sich auseinandersetzen kann.

    Mich nervt schon etwas, dass man diesen Blogs generell das Existenzrecht abspricht. Sie gehören mit zum demokratischen Meinungsspektrum.

    Und blöderweise gibt es auch keine scharfe Trennlinie zwischen linker und rechter Islamkritik. Die Grenze ist doch wohl eher ein ausgedehnter Grenzstreifen. Und, um mal im Bild zu bleiben, in diesem Grenzstreifen patroullieren jede Menge Islam-Freunde und wenn sich ein linker Islamkritiker zufällig in diesen Grenzstreifen verirrt, wird geschossen bzw. gerufen: „Ätsch, Rassist!“.

  26. lebowski:

    Einen „theoretischen Überbau“, den Sie kewil bescheinigen, hat Horst Mahler.

    Letzterer ist jedoch ehrlicher als kewil, er macht keinen Hehl daraus, dass er das „III. Reich“ ganz klasse findet (und nicht, wie kewil, bloß bis zum 1. September 1939). Mahler würde auch nie den Versuch unternehmen, den Nazi Filbinger zum Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime umzulügen, so wie es kewil tut.

    Alternative Meinungen sind erwünscht, Geschichtsverfälschungen sind aber nicht Meinungen, sondern Fälschungen.

    Trotzdem fordere ich kein Verbot von Bloggern wie kewil oder störtebeker.net oder schoggo-tv (noch so einer, der den Juden nienals Auschwitz verzeihen wird). Es bestürzt mich aber, dass sie so viel Zulauf und Zustimmung haben.

  27. Im übrigen würde zu einer Auseinandersetzung mit dem Blogger kewil auch gehören, dass er belegbare Kritik wie mein obiges Posting gestern 11.50 Uhr erstens zulässt und zweitens darauf sachlich antwortet.

    Statt dessen: rabiates Niederbrüllen, Fäkaliensprache, Diffamierung als Linker, und Weglöschen.

  28. Is Recht, silver surfer!
    Bloß vergessen Sie nie, wie kurz für Hotte Mahler der Weg vom Links- zum Rechtsextremismus war. Der Rechtsextremismus war für ihn quasi eine Fortsetzung des linken Kampfes mit anderen Mitteln.
    Siehe dazu auch „Lizas Welt“ über Friedmans Interview mit Horst Mahler.

  29. @ lebowski

    Rechtskonservativ und nationalkonservativ zu sein ist selbstverständlich gutes Recht, aber mein gutes Recht ist es, daß zu kritisieren und die auffälligen Zusammenhänge zur Rechtsradikalen zu hervorzuheben. Und was er alles über Hohmann und Konsorten geschrieben hat, war schon ziemlich unappetitlich.

  30. @ Chewey

    Also ich kenne nun wirklich eine ganze Reihe völlig unterscheidlicher Muslime aus Bosnien, dem Iran, Pakistan und der Türkei, und ich habe da bisher mit einer Ausnahme noch keinen gefunden, von dem ich irgendwie radikale Sprüche gehört hätte. Da gibt es viele, die auch mal ein Bierchen zum Schweineschnitzel trinken, aber auch welche, die durchaus traditionell denken, und trotzdem ist keiner von denen eine Gefahr für die Öffentlichkeit, solange er nicht betrunken Auto fährt.

    Wer Muslime nur als Bestandteile eines archaischen Kollektivs wertet wie PI, vergißt, daß sie genauso Individuen sind wie unsereiner und daher ebenfalls ein Recht darauf haben, nach ihren konkreten Taten beurteilt zu werden und nicht nach den obsoleten Sprüchen eines vor mehr als tausend Jahren verstorbenen Predigers. Ich werfe ja auch nicht jedem Christen vor, persönlich ein latzhosentragender, pazifismusgefähdeter Gotteslästerer zu sein mit Hang zum Unruhestiften zu sein.

  31. @ Paul 13
    Bei Ihren Freunden aus Bosnien usw., die noch nie radikale Sprüche produziert haben. Haben Sie es mal mit einem freundlichen Wort über Israel probiert? Meine persönliche Erfahrung war leider, dass aus vorher ausgesprochen freundlichen Zeitgenossen innerhalb kürzester Zeit ziemlich unangenehme Mitmenschen wurden, wenn man mal was Nettes über Israel gesagt hat. Wie gesagt: Leider!

  32. @ Paul

    „Ich werfe ja auch nicht jedem Christen vor, persönlich ein latzhosentragender, pazifismusgefähdeter Gotteslästerer zu sein mit Hang zum Unruhestiften zu sein.“

    Das tue ich auch nicht. Ich kenne auch keine bosnischen Muslime, kann durchaus sein, dass die liberal(er) sind. Aber meine Fragen hatten noch zwei andere Hintergründe:

    Du beschreibst eine Form von christlichem Personal, die in der Realität durchaus anzutreffen ist. Die würde ich nicht mit irgendwelchen Muslimen auf der Straße vergleichen, sondern mit islamischen Geistlichen. Ich weiß nicht, welche Imame und Mullahs du so kennst (ich kenne keine persönlich), aber was ich da in den Medien mitkriege, gibt mir schon den Eindruck, dass es da Probleme gibt. Andernfalls würde sich Beckstein nicht bitter darüber beklagen, dass er es nicht geschafft hat, auch nur einen Ansprechpartner zur Terrorprävention in Moscheen ausfindig zu machen.

    Die Muslime, die ich persönlich kenne (aus Türkei, Marokko, Libanon) sind auch keine Islamisten, sonst hätte ich nicht mit ihnen zu tun. Aber den Spruch „letztlich wiegen Allahs Gesetze höher als die weltlichen“ höre ich da schon öfter. Wie auch Darvins Evolutionstheorie einfach als unzutreffend abgetan wird. Wie auch Gespräche über USA und Israel schon sehr unerfreulich verlaufen sind. Wie auch die „Protokolle der Waisen“ als „seriöse“ Quelle angeführt wird. Klar, das mag nicht repräsentativ sein. Aber meine Gespräche mit deutschen Freunden verlaufen anders. Deshalb geht die Gleichung Christentum = Islam für mich nicht 1 : 1 auf.

    „Wer Muslime nur als Bestandteile eines archaischen Kollektivs wertet wie PI, vergißt, daß sie genauso Individuen sind wie unsereiner und daher ebenfalls ein Recht darauf haben, nach ihren konkreten Taten beurteilt zu werden und nicht nach den obsoleten Sprüchen eines vor mehr als tausend Jahren verstorbenen Predigers.“

    Völlig richtig. Ich würde Individuen nie nach einem Kollektiv bewerten, zumindest versuche ich, das nicht zu tun. Aber ich bewerte die Individuen nicht nur nach ihren Taten, sondern auch nach ihren Sprüchen, und zwar in ihrer Bedeutung nicht für eine religiöse, sondern für eine offene, weltliche Gesellschaft.

  33. Paul13, würde ich so unterschreiben, schon allein weil es anders gar nicht geht. Die Leute sind nun mal hier, sie gehen nicht weg, und wir müssen alles tun, um gut miteinander auszukommen.

    Anders jedoch, wenn es um zukünftige Zuwanderung geht. Da ist es legitim, die Statistiken für verschiedene Einwanderergruppen zu vergleichen und festzustellen, dass einige eher mehr und andere eher weniger für das Gemeinwesen leisten (Kriminalität, Inanspruchnahme von Sozialleistungen, Schaffung von Arbeitsplätzen).

    Oder man stellt auf ein individuelles Punktesystem um, so wie die Australier, ohne Ansehen von Herkunftsland und -kultur. Im Ergebnis wird das aber, so vermute ich, nicht viel ändern.

  34. @ lebowski

    Habe ich bei durchaus. Und auch wenn die eher israelkritisch waren, kam da nie „Treibt die Juden ins Meer!“ Aber selbst wenn sie das sagen würden, was hätte das dann mit dem Koran zu tun? Es gibt eine Menge Irrtümer im Leben, die nichts mit Religion zu tun haben.

    Mir fällt aber gerade ein, daß ich mal vor Jahren in einer Ökokneipe mit einem Palästinenser diskutiert habe, der ziemlich antiisraelisch eingestellt war. Der rasselte seine Propaganda runter, aber die ganze Zeit hat er nicht ein einziges Mal das Wort Koran, Sure oder Mohammed in den Mund genommen, um seine Position zu begründen.

    Wieso man seinen nationalistischen Unsinn oder die kriminellen Umtriebe türkischer Türsteher dem Islam und den Muslimen generell in die Schuhe schiebt, will mir einfach nicht in den Kopf. Selbst beim islamistischen Terror sind doch Muslime die Hauptopfer und nicht Christen. Das muß den Kaspern von PI doch auffallen.

    Weißt Du, ich kenne Stefan Herre persönlich und auf mich wirkte er damals durchaus sympathisch und in keinster Weise fanatisch. Halt wie ein CDU-naher Merkelianer, aber das ist ja kein Verbrechen, sondern gibt höchstens Abzüge in der B-Note. ;-) Der hat nicht einmal über den Koran geschimpft.

    Aber wie kann jemand, der mal für die Befreiung des Irak eintrat, heute den Irakern aufgrund ihres Glaubens die Fähigkeit zu eben dieser Demokratisierung absprechen? Und wieso werden gesetzestreue Muslime mit bombenbauenden Extremisten über einen Kamm geschoren? Und Wieso haut man all den volksverhetzenden Kommentaren nicht wenigstens mal mit deutlichen Distanzierungen dazwischen?

  35. @ Chewey

    Siehst Du, und ich sehe da weniger ein Religionsproblem als ein Bildungsproblem. Ich behaupte mal, wenn diese Muslime, die Du da anführst, unter den gleichen sozialen Bedingungen aufwachsen, richtig deutsch reden statt total krasses Ghettosprech, notfalls per Ganztagsschule von der Straße geholt werden, Abi machen und gleich einen Job kriegen, dann schadet ihnen der Mohammed auch nicht mehr als uns der Jesus.

  36. @ Silver Surfer

    Man kann das ja kombinieren: Bessere Integration der vorhandenen Einwanderer durch fördern und fordern, Steuerung zukünftiger Einwanderung anhand eines Punktesystems (wo aber religion nichts drin zu suchen hat!), und Beseitigung der Mißstände in den Herkunftsländern, denn wer zuhause eine attraktive Perspektive hat, verläßt die Heimat nicht so leicht.

  37. @ Paul

    Also bei den genannten Imamen und Mullahs glaube ich nicht, dass ein Bildungsproblem vorliegt. Das ist schon feste Überzeugung.
    Und einer von denen, die ich nannte, hat Abi und Hochschulabschluss. Der läßt auch seinen Mohammed absolut nichts kommen.

  38. @Paul
    1.Wenn Du Christentum und Islam vergleichst anhand von Punkten wie Einstellung der heutigen Geistlichkeit, heilige Bücher und Religionsbegründer, so wird der Islam, denke ich, nicht gut aussehen.
    2.Dass bessere Bildung gegen Extremismus und Totalitarismus hilft halte ich für ein Gerücht. Schauen wir uns doch mal die europäische intellektuelle Elite im letzten Jahrhundert an. Harold Pinter, Jean-Paul Sartre, Günter Grass, Jose Saramago, Bertolt Brecht etc
    Ich habe die ganz üblen wie Heidegger sogar weggelassen. Die oben haben sich freiwillig für die dunkle Seite entschieden.
    3.Wenn ich Einwanderung steuern will, so muß ich mich mit unvollständigen Informationen über die Einreisekandidaten abfinden. Könnte nicht passieren, dass man feststellt, dass Religion oder Herkunftsland ein pragmatisch gutes Kriteríum darstellen. Das wäre freilich unerfreulich, aber ganz abwegig erscheint mir das nicht, wenn man bedenkt, dass die Kultur und die Sozialisation eine starke Wirkung auf die Einstellungen einer Person haben.

  39. @Silver Surfer
    „Fakten und Fiktionen“ ist echt übel, aber ich sehe PI trotz einiger Xenophobien nicht bei der NPD, tatsächlich glaube ich, dass das meiste was bei PI geschrieben wird, sofern ich das kenne, großen Teilen der CDU-Anhängerschaft gefällt.

  40. @lebowski
    Ich habe ihren Test über Israel zu reden auch bei vielen DEutschen christlich-atheistisch-deutscher Herkunft probiert. In sehr den meisten Fällen wurde Israel negativ gesehen und in einigen gab es sogar offene Feindschaft und Unterstützung für Verbrecher wie Arafat.
    Als Jude kann man in Deutschland beruhigt sein, außer man ist eine Reizfigur, aber selbst dann sind die Andeindungen im internationalen Vergleich eher gering. Das Bild Israels ist aber überwiegend negativ.

  41. Ich versuche mal die Sicht der Islamophoben darzustellen. PI und Co behaupten der Islam sei an sich politisch und gesellschaftlich und ein Moslem strebe nach Definition nach einem islamischen Staat; es existieren zwar gläubige und verfassungstreue Muslime in Deutschland, aber diese verstehen den Islam nicht richtig.
    Wenn PI mit dieser Aussage recht hätte, so wäre es wirklich nicht verwerflich gegen den Islam vorzugehen. Ich selber neige da eher zu Broder, der durchaus Probleme im Islam begründet sieht (zum Beispiel kann man Antisemitismus durchaus mit dem Koran und den Hadithen begründen), aber er glaubt daran, dass es einen friedlichen, persönlichen und liberaleren Islam geben kann und auch gibt. Im persönlichen Glauben sollte der Mensch aber frei sein.
    Es gibt tatsächlich einen realen Konflikt, zwischen Muslimen und Leuten die den Islam für eine Weltunterwerfungssideologie halten.
    Darüberhinaus muss man PI aber schon attestieren, dass sie immer wieder eine Abneigung gegen Ausländer und Fremde zeigen.

  42. Was ist eigentlich der Mulim-Markt? Sind das Islamisten? Warum sind die dann nicht verboten? Sind das normale Moslems mit einem Bildungsproblem? Nur mal ein Paar aktuelle Themen von der Hauptseite:

    – Welteinfluss des Zionismus in den USA
    – Neuer Link unter Sind die USA würdig
    – Halal-Gelatine stellt sich auch türkisch vor
    – Kapitalistische Trennung der Religion …
    – Zwei Millionen Menschen werden eingesperrt
    – Imam Chomeinis Dschihad-un-Nafs als Buch

    Ok, das mit der Hala-Gelatine scheint mir in Ordnung zu gehen.

    Was ich an der ganzen Geschite nicht verstehe, sit folgendes: Der ganze Nahe Osten versinkt langsam aber sicher im islamistischen Terror. Die Hauptleidtragenden sind Moslems! Dies muß doch jeder Moslem der in Europa oder den USA lebt mitbekommen. Wäre es da nicht eine natürliche Reaktion, sich vom Islam als Religion eher zurückzuziehen und sich eher zu einem freiheitlichen, demokratischen Staatswesen hingezogen zu fühlen?

    Aber mein Eindruck ist genau ein entgegengesetzter. Trotz (oder weil?) des ganzen Islamismus findet eine deutliche hinwendung zur Religion statt. Plötzlich ist es ganz wichtig ein Kopftuch zu tragen, in die Moschee zu rennen, spezielle Lebensmittel zu fordern usw. Verstehe ich nicht! Warum?

    Gruß
    Mikado

  43. @ Mikado

    „Was ist eigentlich der Mulim-Markt? Sind das Islamisten? Warum sind die dann nicht verboten?“

    Nicht jeder Islamist ist gewalttätig und so dumm, die verfassungsfeindlichen Teile seiner Ideen an die große Glocke zu hängen. Da profitiert der Muslim-Markt von denselben Mechanismen, die auch die NPD immer wieder vor dem Verbot retten.

    „[…] Was ich an der ganzen Geschite nicht verstehe, sit folgendes: Der ganze Nahe Osten versinkt langsam aber sicher im islamistischen Terror. Die Hauptleidtragenden sind Moslems! Dies muß doch jeder Moslem der in Europa oder den USA lebt mitbekommen. Wäre es da nicht eine natürliche Reaktion, sich vom Islam als Religion eher zurückzuziehen und sich eher zu einem freiheitlichen, demokratischen Staatswesen hingezogen zu fühlen?“

    Nein, eine natürliche Reaktion wäre es zunächst mal, sich für die Rettung ihrer Glaubensgenossen einzusetzen. Da bestehen tatsächlich Defizite. Wie auch bei allen anderen Menschen, die weggucken, wenn anderswo massakriert und abgeschlachtet wird. Was allerdings darauf hindeutet, daß das religiöse Band der Muslime weit schwächer ist als gemeinhin angenommen und sie eben auch ethnische Kategorien über religiöse stellen.

    „Aber mein Eindruck ist genau ein entgegengesetzter. Trotz (oder weil?) des ganzen Islamismus findet eine deutliche hinwendung zur Religion statt. Plötzlich ist es ganz wichtig ein Kopftuch zu tragen, in die Moschee zu rennen, spezielle Lebensmittel zu fordern usw. Verstehe ich nicht! Warum?“

    Weil Menschen, die auf der Verliererseite stehen, immer leichter Rattenfängern auf den Leim gehen. Die Deutschan hätten aus den 6 Millionen Arbeitslosen auch schließen können, daß jetzt dringend Zeit ist für einen ungehemmten globalisierten Turbokapitalismus, und statt dessen haben sie sich für Hitler entschieden. Und zwar ohne das Jesus daran schuld wäre.

  44. @ Chewey

    Bei den Rädelsführern gelten natürlich andere Regeln. Oder fällt Dir mit Ausnahme von vielleicht ein, zwei Leuten ein Proletarier bei der RAF ein? Ich wollte mich auch nicht monokausal auf die Bildung einschießen, aber sie ist eben sehr wichtig. Natürlich spielen da dann auch Dinge wie Elternhaus oder soziale Lage mit, wo es wiederum Rückkopplungen gibt.

  45. @Paul
    „Weil Menschen, die auf der Verliererseite stehen, immer leichter Rattenfängern auf den Leim gehen. Die Deutschan hätten aus den 6 Millionen Arbeitslosen auch schließen können, daß jetzt dringend Zeit ist für einen ungehemmten globalisierten Turbokapitalismus, und statt dessen haben sie sich für Hitler entschieden. Und zwar ohne das Jesus daran schuld wäre.“
    Was haben die Nazis mit dem Christentum und Jesus zu tun?
    Nichts.
    Al-Qaida, die Taliban, die iranischen Mullahs, die Hamas oder die Hisbollah sind hingegen islamische Organisationen, die ihr tun mit dem Islam begründen. Mohammed war nach heutigen Maßstäben ein brutaler, unmenschlicher Tyrann. Der Islam, sowohl der real existierende als auch der theoretische, hat ein Gewaltproblem.
    Im übrigen war Jesus ein Lamm.

  46. Nachtrag:
    Meiner Meinung nach ist das Problem, dass sich weder der Islam noch die „islamische Welt“ besonders entwickelt haben. Für 7.Jahrhundert arabische Halbinsel war Mohammed wohl ganz fortschrittlich.

  47. @Paul
    „Nicht jeder Islamist ist gewalttätig und so dumm, die verfassungsfeindlichen Teile seiner Ideen an die große Glocke zu hängen. Da profitiert der Muslim-Markt von denselben Mechanismen, die auch die NPD immer wieder vor dem Verbot retten.“

    Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die NPD intensiv vom Verfassungsschutz beobachtet wird und von V-Leuten durchdrungen ist.

    „Nein, eine natürliche Reaktion wäre es zunächst mal, sich für die Rettung ihrer Glaubensgenossen einzusetzen.“

    Na ja, wie definiert man „sich für die Rettung der Glaubensgenossen einzusetzten“? Viel scheinen darunter die Hinwendung zu Religion zu verstehen. Man muß ja erst mal Glaubensgenosse sein! Du kannst mir erzählen was du willst, aber viele der hier lebenden Muslime haben latente Sympathien mit den Nashrallas und wie sie alle heißen.

    „Weil Menschen, die auf der Verliererseite stehen, immer leichter Rattenfängern auf den Leim gehen. Die Deutschan hätten aus den 6 Millionen Arbeitslosen auch schließen können, daß jetzt dringend Zeit ist für einen ungehemmten globalisierten Turbokapitalismus, und statt dessen haben sie sich für Hitler entschieden. Und zwar ohne das Jesus daran schuld wäre.“

    Mit der Argumentation, kann Religion nie eine Rolle spielen! Die Kreuzzüge hatten auch nichts mit der Religion zu tun. Es war eigentlich nur die Entsorgung von überfüssigen jungen Männern die in Europa nicht ernährt werden konnten. Der Siegeszug des Islam war nur wegen dem günstigen und fruchtbaren Klima in Nordafrika möglich, mit hoher Geburtenrate. Später als das Klima heißer wurde und damit in Mitteleuropa fruchtbarer und in Nordafrika unfruchtbarer, wars schnell aus mit dem islamischen Siegeszug. Letztendlich ist die Religion immer nur vorgeschoben.

    Gruß
    Mikado

  48. @ Mikado

    „Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die NPD intensiv vom Verfassungsschutz beobachtet wird und von V-Leuten durchdrungen ist.“

    Wer sagt Dir, daß das beim Muslim-Markt nicht der Fall ist? :-)

  49. @Mikado
    „Du kannst mir erzählen was du willst…“
    Und damit verabschiedest Du Dich aus der Debatte. Punkt.
    „Mit der Argumentation, kann Religion nie eine Rolle spielen!“
    Was nicht bedeutet dass umgekehrt ein Schuh daraus wird. Wären die Araber über halb Europa hergefallen wenn sie nicht so viele gewesen wären? Und die Kreuzzüge: Hätte der von Gottes Gnaden bestehende Adel Europas seine Jungen aufgegeben wenn sie nicht genug haben könnten. Es mag richtig sein dass Religion nicht keine Rolle spielt. Aber es ist schwer zu belegen ob sie Auslöser, Katalysator oder nur Rechtfertigung ist.

  50. @ Paul

    „Bei den Rädelsführern gelten natürlich andere Regeln. Oder fällt Dir mit Ausnahme von vielleicht ein, zwei Leuten ein Proletarier bei der RAF ein?“

    Das finde ich jetzt ein wenig hart, dass du islamische Geistliche „Rädelsführer“ nennst und sie gleich mit der RAF vergleichst ;-)
    Nein, im Ernst, ich meine nicht Mullah Dadullah oder solche Verbrecher, sondern die ganz normale Feld- und Wiesengeistlichkeit. Das sind doch Imame, oder? Da werden immer wieder problematische Aussagen in den Medien kolportiert. Und deutsche Politiker haben darauf hingewiesen, dass die Zusammenarbeit mit diesen Stellen zu wünschen übrig läßt. Und das passiert hier. Was in Saudi-Arabien oder Ägpten so gepredigt wird, kann ich mir in etwa vorstellen. Und da sehe ich einen deutlichen Unterschied zu christlichen Geistlichen, wie sie HEUTE sind.

    „Natürlich spielen da dann auch Dinge wie Elternhaus oder soziale Lage mit, wo es wiederum Rückkopplungen gibt.“

    Du wirst lachen, die Eltern von meinen hochschulabgeschlossenen Lieblingsmoslem sind sehr liberal. Nur er hat sich völlig radikalisiert. Es scheint mir, dass er kein Einzelfall ist.

  51. @ Chewey

    Na, dann red mal mit einem katholischen Priester über die Jungfrauengeburt. Da wirst auch nicht nur fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse hören.

  52. @Paul
    „Wer sagt Dir, daß das beim Muslim-Markt nicht der Fall ist? “

    Hat jemals ein Moslem vor den islamistischen Tätigkeiten in seiner Moschee gewarnt? Dass sich die Geheimdienste mit V-Leuten in islamistischen Kreisen äußerst schwer tun, sagt dir jeder der ein bisschen was von der Materie versteht. Glücklicherweise haben sich die bisherigen potentiellen Attentäter ziemlich dilettantisch angestellt.

    @daniel
    “Du kannst mir erzählen was du willst…”
    Und damit verabschiedest Du Dich aus der Debatte. Punkt.

    Um, Punkt zu sagen, dazu bist du noch ein bisschen zu klein! Ich kann’s jedenfalls nicht mehr hören: Ich kenne zwei moslemische Bosnier, der eine ißt gerne Schweineschnitzel und der andere ssammelt kalifornische Weine. Und damit sind alle Problem die mit dem Islam zusammenhängen könnten ein für allemal widerlegt. Komischerweise scheint es eine Korrelation zwischen Integrationsproblemen und islamischer Religionszugehörigkeit zu geben. Aber eine Korrelation ist ja nicht unbedingt Ursache-Wirkungs-Beziehung.;-)

    Aber ich will eigentlich gar kein so großes Faß aufmachen. Ich möchte mich gerne in meiner Umgebung bewegen können, ohne auf Schritt und Tritt mit irgendwelcher Religion konfrontiert zu werden. Die Betonung liegt hier auf irgendwelche. Und die einzige Religion die mir momentan mächtig auf den Sack geht, ist nun mal der Islam. Zumj glück verdiene ich genügen Geld um mir ein Wohnung in einem islamfreien Wohngebiet leisten zu können. Genauso wie die Freunde der offenen Gesellschaft das handhaben.

    Andererseits ist das Problem ja so gut wie erledigt. Das ZDF löst das Problem diese Woche mit: Rap, Koran und Oma Trude. Zwischen die drei passt kein Blatt mehr Papier.

    Gruß
    Mikado

    Gruß
    Mikado

  53. So, jetzt ist mein ganze langer Text weg! Was soll eigentlich an der neuen Blogsoftware besser sein?

    Gruß
    Miakdo

  54. @ Paul

    „Na, dann red mal mit einem katholischen Priester über die Jungfrauengeburt. Da wirst auch nicht nur fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse hören.“

    Religion ist Glauben und damit per se nicht fundierte Wissenschaft. Ich meinte mehr Dinge wie Toleranz und die Anerkennung weltlicher Kultur und Gerichtsbarkeit. Religion als freiwilliges Angebot an Individuen, nicht als Zwangsmaßnahme für Kollektive.

  55. @ Paul

    Ich mische mich nur ungern in Eure fast theologische Diskussion ein, weil ich davon einfach keine Ahnung habe und auch keine haben möchte. Aber es geht hier ja um Demokratie bzw. um die Möglichkeit von Demokratiesierungsprozessen und da gebe mal Folgendes zu bedenken: In Japan gibt es heute nicht wegen des verlorenen Krieges eine Demokratie, sondern weil der Tenno vom Gott auf menschliches oder monarchisches Normalmaß gestutzt wurde. Mit anderen Worten, er wurde von einer Totalität oder totalitären Institution zu einer symbolischen Institution. In China, wo der Kaiser auch Gott war, geschah etwas ganz Anderes. Dort wurde diese Totalität mit zeitlicher Verzögerung durch eine neue Totalität, Mao Tse Tung, ersetzt.

    Im Gegensatz dazu sind Allah oder der christliche Gott ziemlich abstrakt, allerdings doch mit gewichtigen Unterschieden. In den meisten christlichen Kirchen, besonders ausgeprägt in der katholischen gibt es eine klare Hierarchie. Der Papst, der Stellvertreter Christi auf Erden, wird bekanntlich in dieses Amt gewählt. Er ist deswegen Stellvertreter, weil Jesus wie jeder sterbliche Mensch tot ist und seine Biografie auch nur von Menschen, Jahre nach seinem Tod, geschrieben wurde.

    Allah ist da um Längen abstrakter. Wenn er, wie behauptet wird, den Koran selber geschrieben hat, muss also derjenige der ihn tatsächlich schrieb, und ich nehme an das es Mohammeds Werk war, sich selbst als Gott gesehen haben. Die Oberhäupter dieser Religion waren die Kalifen, die Nachfolger (nicht Stellvertreter!) Mohammeds. Auf den Nachfolger dieser Nachfolger warten heute die meisten Shiiten, während die meisten Christen und fast alle Japaner auf ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung am Monatsende warten und schlimmstenfalls auf Weihnachten.

    Ich könnte jetzt noch die Unterschiede darstellen, welche die französischen, deutschen und englischen Monarchien schon seit dem 12. und 13. und insbesondere seit dem 17. und 18.Jhd. aufweisen, um dann noch einen Schwenk zum türkischen Sultanat, welches erst knapp 100 Jahren unterging, zu machen, aber ich lass das lmal lieber.

    Ich denke es sollte auch so deutlich geworden sein, dass Reformen im und am Islam allein nicht genügen. Die islamisch Geistlichkeit, auch die gebildete und eingebildete, muss auf menschliches Maß gestutzt werden.

  56. @ Mikado

    Ist nicht weg, kam nur etwas später, weil Akismet momentan etwas übervorsichtig zu sein scheint.

  57. @ Chewey

    Natürlich muß sich der muslimische Geistliche an die hiesigen Regeln anpassen, die hier in Sachen Toleranz und Grundgesetz gelten. Wenn wir diese Regeln aber nicht durchsetzen, dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn es Leute gibt, die sie nicht ernstnehmen. Das ist im Umgang mit dem Islam nicht anders als bei dem mit der StVO oder Pogromen.

  58. @ Paul

    Das ist ja gerade ein Problem, strafwürdige Punkte zu identifizieren. Intoleranz z.B. ist zunächst kein Straftatbestand. In einer Koranschule für Kinder kann sie dennoch verheerende Wirkungen anrichten. Kulturelle Toleranz und Respekt gegenüber anderen ist m.E. nicht so ohne weiteres mit klaren Regeln a la StVO zu vergleichen.
    Mir ging es aber zunächst darum, überhaupt zu konstatieren, dass es Unterschiede zu christlichen Geistlichen gibt, denn da sind mir vergleichbare Probleme nicht präsent. Ich hatte dich so verstanden, dass für dich beide Religionen genau das gleiche Potential an Aggression und Friedfertigkeit haben.

  59. Habe mir nochmal PI angeschaut und nehme meinen Vorwurf zurück, es handele sich dort um mit der NPD inhaltsgleiche Quasi-Nazis.

    Möchte jedoch ausdrücklich betonen, dass Fakten und Fiktionen vom Webmaster abwärts ebensolche Quasi-Nazis (und Vollnazis) beherbergt, da beisst die Maus keinen Faden ab.

    Das Problem bei Politically Incorrect ist im Grunde das gleiche wie bei Little Green Footballs: der überbordende Hass, der sich in dem Kommentarbereich breit macht. Die Ausrede, der Webmaster habe nicht genügend Zeit, um zensierend einzugreifen, lasse ich nicht gelten. Erstens zweifle ich den Mangel an Zeit an. Es gibt durchaus Weblogs mit Hunderten von Kommentaren je Eintrag, in denen die ordnende Hand des Webmasters deutlich zu spüren ist. Zweitens könnten die Betreiber ja auf öffentliche Kommentare gänzlich verzichten und stattdessen ein Kontaktformular oder eine E-Mail-Adresse anbieten.

    Wenn man nur den redaktionellen Teil von Politically Incorrect betrachtet, kann man zwar Einseitigkeit bemängeln. Es gibt praktisch nur schlechte Nachrichten aus der islamischen Welt oder über Muslime im Westen zu lesen. Insofern kann man bei der Website nun wirklich nicht von Ausgewogenheit sprechen.

    Jedoch scheint mir, von der einen oder anderen irrtümlich weitergegebenen Falschmeldung (so etwas kommt auch in der Qualitätspresse vor) abgesehen, keine redaktionelle Verleumdungs- oder Lügenpropaganda vorzuliegen. Insofern wäre es ungerechtfertigt, PI mit dem „Stürmer“ gleich zusetzen.

    Noch eine Bemerkung zu dem Vorfall, der Auslöser für den Beitrag „Der Letzte macht das Licht aus“ von Paul13 war. Offenbar hat ein Weblogger namens Ramon Schack den vormaligen Gastkommentator bei Politically Incorrect richtiggehend erpresst (Drohung mit einem empfindlichen Übel), damit letzterer seine Mitarbeit bei PI einstellte.

    Das ist verwerflich und sollte ein strafrechtliches Nachspiel haben. Es wäre wünschenswert, dass auch Weblogger, die von PI nichts halten, sich von einer derartigen Erpressung distanzieren.

  60. „Noch eine Bemerkung zu dem Vorfall, der Auslöser für den Beitrag “Der Letzte macht das Licht aus” von Paul13 war. Offenbar hat ein Weblogger namens Ramon Schack den vormaligen Gastkommentator bei Politically Incorrect richtiggehend erpresst (Drohung mit einem empfindlichen Übel), damit letzterer seine Mitarbeit bei PI einstellte.“
    Kannst Du das belegen? Wäre interessant zu wissen, denn wenn das stimmt, dann ist das schon ein Hammer.

  61. Siehe Kommentar Nr. 146 auf dieser Seite:
    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-sektenaehnlichen-verhaeltnisse-von-pi/

  62. @ Chewey

    Was die Kinder Freitagabend für zwei Stunden in der Koranschule beigebracht kriegen, ist ziemlich wurst, wenn sie den Rest der Woche in der obligatorischen Ganztagssschule das Gegenteil zu hören bekommen.

  63. @ Paul

    „Was die Kinder Freitagabend für zwei Stunden in der Koranschule beigebracht kriegen, ist ziemlich wurst, wenn sie den Rest der Woche in der obligatorischen Ganztagssschule das Gegenteil zu hören bekommen.“

    Hier sehe ich jetzt einen Widerspruch zum Tenor der vorherigen Diskussion. Es ging ja bisher nicht um die Frage, ob eine zivile, weltliche Gesellschaft es schafft, islamische Fehlentwicklungen oder -deutungen wieder auszubügeln, sondern ob es solche Fehlentwicklungen überhaupt gibt – meines Erachtens gibt es sie.
    Ich würde Erziehung zur Intoleranz auch bei einem katholischen Internat für kritikabel halten, sie tritt dort m.E. aber in geringerem Maße auf. Auch bei der Islamerziehung kann man sicher nicht alles über einen Kamm scheren, aber bei einem direkten Vergleich sehe die Gewichte im Hinblick auf unsere moderne Gesellschaft doch deutlich zu Ungunsten des Islam verschoben. Da Bewertung, Beweisführung und Quantifizierung aber nicht leicht zu führen sind, besteht die Gefahr, dass auch hier „Glauben“ zu „Wissen“ erhoben wird.

  64. @ Chewey

    Dann liegt es an unserer Gesellschaft, daß sie sich das nicht bieten läßt und da korrigierend drauf einwirkt. Wobei ich nun mal fest davon überzeugt bin, daß Muslime gute Staatsbürger sein können, auch wenn sie weiterhin davon ausgehen, daß Mohammed auf einem Schimmel von Jerusalem aus in den Himmel geritten ist.

    Ein Bekannter von mir hatte mal einen älteren türkischen Kollegen, und der hat auf die Frage, warum seine Tochter nicht verschleiert herumlief, geantwortet, wenn Allah solche Schönheit erschafft, kann er kaum wollen, daß der Mensch sie dann hinter einem Schleier versteckt. Was zeigt, daß es immer auf die Interpretation ankommt.

  65. @ Paul

    „Dann liegt es an unserer Gesellschaft, daß sie sich das nicht bieten läßt und da korrigierend drauf einwirkt. Wobei ich nun mal fest davon überzeugt bin, daß Muslime gute Staatsbürger sein können“

    Davon bin ich auch überzeugt. Aber ich finde es unerfreulich, wenn Gedankengut gepredigt wird, das eine Gesellschaft sich nicht bieten lassen kann und das hinterher mühsam wieder korrigiert werden muss. Das würde bedeuten, dass der Islam irgendwie quer zu unserer Gesellschaft liegt.

  66. @ Chewey

    Nein, das bedeutet nur, daß der konkrete Haßprediger quer zu unserer Gesellschaft liegt.

  67. @ Paul

    Zwischen bloßer kultureller Autonomie und einer Hasspredigt liegen wahrscheinlich eine Menge Abstufungen. Fragt sich, ab wann die Gesellschaft reagieren sollte. Und falls du jetzt sagst, dann, wenn es strafrechtlich relevant wird – das könnte etwas zu spät sein.

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