Käpt’n Graubär geht unter Deck


Kurt Beck holt auf – aber nur in seinem Ansehen als Parteivorsitzender: Einer Forsa-Umfrage zufolge geht der SPD-Chef aus dem Streit um das Arbeitslosengeld I gestärkt hervor, als möglicher Kanzlerkandidat liegt er aber weiter klar hinter Angela Merkel.

Tja, der Beck muß noch viel lernen. Zum Beispiel, daß es nicht sehr clever ist, beim ersten Blick auf das offene Meer das Steuer rumzureißen, nachdem man endlich die Klippen umschifft hat und Wind die Segel zu füllen beginnt. Aber vielleicht hält er sein Schiff auch einfach nicht für hochseetauglich und sagt sich, besser erster Ruderer auf der harten Oppositionsbank in Küstennähe als zweiter Steuermann auf der Kommandobrücke in unbekannten Gewässern. Als Galeerensklave läßt sich’s zugegeben nicht nur leichter meckern, man ist auch nicht dran schuld, wenn das Schiff hinterm Horizont einfach runterfällt. Und wenn die Erde eine Scheibe ist, behält man am Ende sogar recht.

~ von Paul13 - Dienstag, 30. Oktober 2007.

5 Antworten to “Käpt’n Graubär geht unter Deck”

  1. @ Paul

    Oder der zweite Steuermann muss etwas nach backbord fahren, weil die linke Fahrrinne sonst vom Zerstörer „Oskar“ blockiert wird.

  2. Nein, Beck ist noch schlauer. Er steigt einfach um von dem sperrigen Hochseedampfer in eine kuschlige Dschunke und lässt sich von warmen Wellen treiben:
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,514784,00.html

  3. „Oskar Lafontaine bräuchte nicht einmal zwei Minuten, um diese Erfolgsbilanz in eine einzige Katastrophenlandschaft zu verwandeln […]“
    Diese Art der Argumentation erinnert stark an die Erfolgsgeschichte des Sozialismus – Made by Ivan. Beck ist auf dem gleichen Kurs – halt mit der Methode „Weiches Wasser bricht den Stein“.

  4. @ S1IG

    Ich glaube nicht, dass Beck wirklich auf Sozialismus-Kurs ist. Er hat nur die Chance erkannt, die diffuse Kapitalismus-Antipathie der Bevölkerung in Nestwärme für seine Partei umzumünzen. Mehr Schein als Sein. In meiner Firma gibt es eine Bezeichnung für die Art Vertröstung, die nötig ist, wenn das Produkt noch nicht ganz den Erwartungen entspricht: „dem Kunden die Eier kraulen“.

  5. @Chewey
    Keine Frage – er verarscht seine Wähler. Alle sind nun beruhigt ;-)

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