Mit Ölzweig und Schrotflinte


Die USA setzen ihren Isolationskurs gegen Iran fort: Wer mit dem Land Geschäfte mache, werde es in den USA künftig schwer haben, drohte US-Vizepräsident Cheney ausländischen Unternehmen in einem TV-Interview.

Washington – „Wenn du Handel mit Iran betreibst, wirst du Probleme haben, Geschäfte in den USA zu betreiben“, sagte US-Vizepräsident Dick Cheney am Freitag in einem Interview des Senders CNBC.

Na, das wurde aber auch Zeit! Wieso hat das denn so lange gedauert, Dick?

Vor allem aber: Wieso gibt es hierzulande noch keine Begeisterungsstürme ob dieser lobenswerten Haltung? Das ist doch SoftPower vom feinsten, die zumindest jenen Zeitgenossen, die ihre Sätze mit „Ich finde Achmadiwieheißtdernochgleich ja auch doof, aber…“ beginnen, aus dem Herzen sprechen müßte

Angesichts dieser einmaligen Chance, die Überlegenheit von friedlichen Mitteln gegenüber der Anwendung von roher Gewalt am lebenden Diktator und sogar mit Unterstützung der verhaßten US-Regierung demonstrieren zu können, müßten sich die europäischen Kriegsgegner jetzt doch vor Begeisterung überschlagen und auch von den eigenen Regierungen fordern, mit richtigen Sanktionen endlich mal Ernst mit den Bemühungen zur Verhinderung eines neuen Krieges im Mittleren Osten zu machen.

Also, liebe Friedensfreunde, spätestens übernächstes Wochenende will ich in den Hauptnachrichten Bilder von nach hunderttausenden zählenden Friedensdemonstranten in den Hauptstädten Europas sehen. Und vergeßt nicht die „Nobel Peace Price for Cheney!“-Plakate. Er ist ja jetzt einer von Euch. ;-)

~ von Paul13 - Sonntag, 28. Oktober 2007.

40 Antworten to “Mit Ölzweig und Schrotflinte”

  1. @Paul
    Keine Begeisterungsstürme? Ist doch ein alter Hut. Bei den Sanktionen gegen Saddam war Fr. Albright die böse „Hexe“. Die Linken beschimpften die Frau. Als die Damen „Kritik“ am Irak-Kurs von Bush übte, wurde die Dame wieder hochgejubelt und von den Linken freudig begrüßt. Die bösen Sanktionen und die zugegebene geschmacklose (unpassende, …) AUssage seinerzeit vergessen. Es kommt immer darauf an, wie die betreffende Person diesen Typen ins Konzept passt…

    Bei Dark Cheney ist die Sache dann noch viel schlimmer. Er sammelt das ganze Geld (von Halliburton und Co.) ein und treibt seinen Bankangestellten mit seinen dicken Konten in den Wahnsinn. Wenn ich es nicht genau wüsste, dann würde ich sagen Dark Cheney spart auf den Todesstern.
    Du kommst jetzt mit so einer Saulus-Paulus-Geschichte – nein, nein, nein – da muss der gute Dick schon mehr auf den Tisch packen ;-)

  2. @ S1IG

    „Wenn ich es nicht genau wüsste, dann würde ich sagen Dark Cheney spart auf den Todesstern.“

    LOL! Der Satz des Tages!!!

  3. @ Paul

    Ach Paule, seufz.

    Um Ihren (und Cheneys) Größenwahn ein wenig zu dämpfen: was er da so erzählt interessiert weder die Russen, noch die Chinesen, noch die EU. Wenn die USA kein iranisches ÖL / Gas mehr kaufen, dann könnte das zu leicht erhöhten Benzinpreisen in CONUS führen; das wäre es dann aber auch. Wissen Sie wo der Ölpreis aktuell steht? Jegliche frei werdenden Kapazitäten werden von VR China, Indien, Brasilien, Japan usw. gerne übernommen. Sollen die USA die alle boykottieren? Bei der Gelegenheit empfehle ich auch mal einen Blick in die us-amerikanische Handelsbilanz.

    Die Europäer sind vielleicht etwas höflicher und widersprechen nicht so öffentlich. Hinter verschlossenen Türen wird man aber den Vertretern der Bush-Administration, die man noch halbwegs ernst nimmt – dazu gehört Mad Dick schon lange nicht mehr- freundlich und bestimmt bedeuten, dass da noch zwei kleinere Baustellen unerledigt sind: Irak und Afghanistan. Das letzte, was die NATO z.Z. braucht, ist noch ein Konflikt für den sie keine Truppen hat.

    Was also Ihre feuchten Träume vom sich abzeichnenden Zusammenbruch des Mullah-Regimes, weil man Ahmadinedschad seine VISA-Karte gesperrt hat oder von einer kurz bevorstehenden Invasion betrifft – melden Sie sich doch wieder, wenn der erste unter chinesischer Flagge fahrende Supertanker im Persischen Golf auf eine amerikanische Mine gelaufen ist. Bis dahin sollten Sie einfach mal Ihr Geschwätz von gestern, letzter Woche, letztem Monat, letztem Jahr lesen.

    not amused
    Anton

  4. **** „Wenn die USA kein iranisches ÖL / Gas mehr kaufen, dann könnte das zu leicht erhöhten Benzinpreisen in CONUS führen“ ***
    Wieviel iranisches Öl kaufen die USA und an welcher Stelle rangiert der Iran in der Liste der Länder, die Öl in die USA liefern?

  5. @ S1IG

    Laß ihn ruhig. Ich finde es ausgesprochen unterhaltsam, wie sich Anton bemüht, die Wirkungslosigkeit von SoftPower zu beweisen. Einen ebsseren Kronzeugen für die Notwendigkeit der harten Tour im Umgang mit Schurkenstaaten kann man sich kaum wünschen. ;-)

  6. @Paul
    Wie schon erwähnt – übliches Geschwätz der Loonies: Good softpower and bad softpower… Wie schon erwähnt ;-)

  7. @Anton
    Soweit ich weiß, ist der Iran durchaus auf Außenhandel angewiesen und zwar nicht nur darauf, dass andere Staaten iranisches Öl kaufen, sondern darauf, dass er manches importieren kann, zum Beispiel Maschinen aus Deutschland. Man könnte der iranischen Wirtschaft also wohl einen schweren Schlag versetzen, wenn man Firmen davon abhalten würde ihre Produkte in den Iran zu verkaufen, Deutschland ist einer der Haupt Exporteure in den Iran, könnte also viel bewegen. Das iranische Öl könnte man weiterhin kaufen, wobei sich schon die Frage stellt wie die Förderung ohne westliche Technik klappen könnte.
    Außerdem, so wie der Iran die Schiiten im Irak zum Aufstand aufhetzen kann, so könnte doch der Westen die Atheisten und Agnostiker (ich schätze mal 80 Prozent der Bevölkerung) aufhetzen, um Schluß mit der Scharia zu machen.

  8. @ S1IG

    Das kommt davon, wenn einer von der (Waren)welt soviel Ahnung hat, dass er keine Zahlungsbilanzen lesen kann und vergessen hat, dass zum Handel auch das Bezahlen gehört, was allein über iranische Banken wohl kaum möglich ist.

    Aber halten wir mal fest, die sanfte Tour ist nichts NG-Anton.

  9. @ alle

    Tja unsere Experten für Welthandel und Globalisierung. Also dann Weltölmarkt 101:

    1. Der Iran ist mit einemn Exportvolumen von über 2,5 Mio. bpd in 2006 der viertgrößte Ölexporteur der Welt, gleichauf mit den Arabischen Emiraten und etwa doppelt so groß wie der Irak.

    2. Die größten Ölimporteure sind: USA, Japan, China, BRD, Südkorea, Frankreich, Indien, Ialien, Spanien und Taiwan. Wobei die iranischen Exporte etwa den Importen Deutschlands oder Indiens und Taiwans zusammen entspricht. Einzelheiten hier:
    http://www.eia.doe.gov/emeu/cabs/topworldtables1_2.htm

    3. Der Ölpreis (Brent Spotmarkt) steht auf einem all-time-high bei über 85 US§ / barrel. Die aktuelle Kapazitätsauslastung steht bei über 90 % mit freien Förderkapazitäten von weltweit nur ca. 2-3 Mio. bpd. Sollte das hohe Wirtschaftswachstum in China und Indien anhalten, dürfte bald der Punkt erreicht sein, in der die Nachfrage die Fördermenge übersteigt. Zu den Einzelheiten:

    http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~EF09668750D554D5F82A8A6330516B64E~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Angesichts dieser Marktlage dürfte ein Ausfall der iranischen Exporte zu erratischen Preissteigerungen jenseits der 100 US$/barrel führen, auch wenn diese Exporte nur knapp 5 % des Welthandelsvolumens ausmachen. Dem entsprechend groß ist die Begeisterung der Verbraucherländer für einen Boycott des iranischen Öls.

    4. Völlig lächerlich ist die Drohung, dass amerikanische Banken die entsprechenden Überweisungen nicht mehr abwickeln würden. Was hindert denn die Chinesen, Inder oder Koreaner daran, ihre Ölrechnung im Zweifel in bar zu bezahlen? Sie können die Köfferchen mit der Kohle ja direkt auf dem Schiff mitschicken. Angesichts des aktuellen Dollarkurses dürften den Iranern Euros eh lieber sein.

    5. Und sollten sich deutsche Firmen wirklich vom iranischen Markt zurückziehen – was ich heftig bezweifle, auch wenn dann „et Angela“ ein bißchen traurig sein sollte – so bin ich sicher, dass sich chinesische, indische oder koreanische Staatsfirmen gerne auf den einen anderen Barter-Trade einlassen werden – wenn ihnen die Russen das Geschäft nicht vor der Nase wegschnappen.
    Aber träumt ruhig weiter.

    Anton

  10. Apropos Teufel Dick Cheney: gerade im SPON Forum ein Prachtexemplar gefunden…

    „Ein Geflecht aus Vertretern der Industrie, hier v.a. Militär-Industrie, der Wirtschaft und der Politik, die im Optimalfall in allen 3 Bereichen in Führungsetagen direkt oder indirekt vertreten sind. Angeführt werden sie, wie man schätzt, vom Abbild des Teufels selbst: Dick Cheyney! Sie verdienen an jedem Krieg, vervielfachen ihr Vermögen wie im Fall Cheyney. Zuerst „kaputt machen“, dann „wiederaufbauen in Abhängigkeit“, und das alles von den Firmen dieser Herren selbst! Ein unglaublich dreckiges Geschäft. Und die ganze Welt wird für dumm verkauft.
    Leider sind Politiker aus allen Lagern, auch den Demokraten, Teil dieses Geflechtes, so dass eine ernsthafte Opposition praktisch nicht mehr existent ist. Warum soll es nur diesen einen Weg der latenten Bedrohung, bzw. der realen Bedrohung eines Militärschlages gegen Iran geben? Die Demokraten demonstrieren nur kleine Abwandlungen dieser Strategie, ohne wirkliche Alternativen zu präsentieren. Das ganze amerikanische Politik-System ist so verseucht, dass solche Prozeße Selbstläufer geworden sind, unabhängig von der Regierungspartei! Die Welt wird noch viel mehr unter USA leiden müssen…“

    @Anton: bei einem begrenztem Luftkrieg muss doch nicht gleich das worst-case Szenario eintreten. Die Zerstörung der iranischen Nuklearanlagen muss doch nicht gleich den Ölpreis so nach oben drücken.
    Was du geschrieben hast, muss genau als Argument für härtere Sanktionen aller Staaten gegen Iran dienen. Und weil es die nicht gibt…

  11. S1IG
    Dein erster Kommentar könnte ja fast bedeuten dass ‚die Linken‘ nicht Menschen sondern den Menschen nach seinen Handlungen beurteilen. Das ist mir total sympatisch. Da mag ich mich doch gleich noch selbst ein bißchen.
    Und weil ich so ein linker bin denke ich mir: Versucht doch mal als nicht-linke ein gutes Argument zu finden das die Privatwirtschaft daran hindert mit dem Iran und den Iranern Geschäfte zu machen. Abgesehen davon dass man man hätte machen sollen BEVOR Siemens den Iranern ihren Hexenkessel gebaut hat. Von daher sind Dicks Ideen recht halbgar und eher unter ‚gut gemeint‘ abzuhaken!

  12. @Daniel
    Die genannten Linken sind und waren Heuchler, die sich ein Dreck um die Opfer der Saddam-Dikatur kümmerten. Diese Leute beurteilen nicht nach Taten, sondern werden durch ihre Ideologie getrieben. Du willst kein solcher Linker sein – glaube mir. Deswegen ist Dein „fast“ vollkommen richtig.

    Mal davon abgesehen, dass Anton die wichtige Frage nicht beantworten konnte/wollte. Er hat mal wieder vom Punkt angelenkt… (Hinweis an Anton: Fragen sind durch ein Fragezeichen am Ende des Satzes gekennzeichnet – die Suchfunktion in Deinem Browser wirst Du noch finden.).

    Besonders schön ist seine Idee mit dem Geld auf dem Schiff. Er kann schon mal ausrechnen, wieviel Scheine für solche Cash-Deals beschafft werden müssen. Danach einfach mal über das „Köfferchen“ nachdenken. Am Ende werden sich einige Leute über Antons geniale Idee freuen. Das Schiff wird geentert, Geld genommen und das zerlegte Schiff wieder an die Chinesen verscherbelt. Da könnten die Asiaten das Geld gleich ins Heizkraftwerk fahren…

  13. @daniel
    Unter anderem durch Hermesbürgschaften wurden und werden deutsche Firmen verleitet, im Iran zu investieren.
    Diese Bürgschaften vollständig einzustellen wäre z.B. schon ein Punkt, der es der Privatwirtschaft weniger schmackhaft machen würde, mit dem Iran Geschäfte zu machen.
    Aber bei fast risikofreiem Investment müssten schon Idioten am Hebel sitzen, um dort nicht zu investieren

  14. @ S1IG

    Mein Rat: weniger Actionfilme sehen und Ballerspiele spielen, sondern mehr lesen!

    Bezüglich Iran: kein Angriff, keine (ernsthaften) Sanktionen, aber vielleicht ein Deal bezüglich Irak / Afghanistan. Und schuld ist nastürlich der Trottel, der im Irak einmarschiert ist. Aber das wissen Sie ja bereits.

    Anton

  15. @Anton
    *** „Mein Rat: weniger Actionfilme sehen und Ballerspiele spielen, sondern mehr lesen!“ ***
    Schon klar Anton – SPON 30. November 2006: Risk Map 2007
    „Moderne Piraterie gehört zu den am stärksten unterschätzten Risiken. Die maritime Transportindustrie wird in der Straße vor Malakka, am Horn von Afrika oder vor Indonesien jährlich um etwa 16 Milliarden Dollar geschädigt. Die Versorgungssicherheit leidet – mehr als 90 Prozent des Welthandels werden per Schiff abgewickelt. Die Piraten gehen rabiater vor, zuletzt häuften sich Fälle von brutalem Entern der Schiffe bis hin zur Entführung der Besatzung.“

    Und Du willst Tanker mit Bargeld losschicken. Den Rest der praktischen Fragen, kannst Du ja auch noch mal durchdenken.

    BTW: Wieviel iranisches Öl kaufen die USA und an welcher Stelle rangiert der Iran in der Liste der Länder, die Öl in die USA liefern?

  16. @ S1IG

    Ich kann doch nichts dafür, dass der gewöhnliche Kapitalist – bei Strafe seines Untergangs – sich nicht für die neoconschen Machtphantasien interessiert. Rohstoffmärkte kennen keine nationale Identitäten mehr – nur noch Handelsklassen.

    Anonsten: Piraterie – LOL! Erzählen Sie doch mal: wieviele Supertanker sind denn im Persischen Golf in der letzten Zeit so gekapert worden?

    Und was die iranischen Exporte betrifft: das Zauberwort heißt Spot-Märkte. Aber das soll Ihnen ein anderer erklären …

    Allerdings in einem Punkt muß ich mich korriegieren: der Ölpreis steht mittlerweile bei 92 US$ / barrel. Und damit selbst Sie es begreifen: die wichtigsten Handelspartner des Iran denken nicht daran, sich an einem Boycott zu beteiligen. Denn sie wollen Öl kaufen und Maschinen, Fahrzeuge Waffen, Atomanlagen usw. liefern. Und was der Schreihals im Weißen Haus dazu sagt – ist ihnen mit Verlaub scheißegal. Deshalb, so leid es mir tut:

    – kein Boycott
    – kein Angriff
    – keine regime change

    Aber vielleicht kann man mit dem Nachfolger Achamdinedschads darüber reden, dass er auf das antisemitische Geschrei verzichtet.

    Anton

  17. „Anonsten: Piraterie – LOL! Erzählen Sie doch mal: wieviele Supertanker sind denn im Persischen Golf in der letzten Zeit so gekapert worden?“
    Wer sprach vom Persischen Golf? Bis dahin kommen die doch gar nicht. Die andere praktische Frage wird von Dir unter den Tisch gekehrt.

    Auf einmal Spot-Märkte… ah ja!

    Wie war das: Wieviel iranisches Öl kaufen die USA und an welcher Stelle rangiert der Iran in der Liste der Länder, die Öl in die USA liefern?

    Den Rest warten wir ab – „Anton den Propheten“ kennen wir schon – die Enttäuschung über die Kongress-Mehrheit der Demokraten war schon bitter…

  18. @ S1IG

    Mal ganz unpraktisch: ich warte schon eine ganze Weile auf den unmittelbar bevorstehenden „preemptive strike“ gegen den Iran. Paule hatte ihn für Anfang des Jahres angekündigt (was er 2006 erzählt, habe ich nicht nachgelesen), Mikado raunte mal was von April/Mai und bei DEBKA kommt so alle vier Woche das neueste Gerücht. Wird aber nix draus. Die beiden wichtigsten Gründe heißen: Irak + Afghanistan.

    Wie gesagt: weniger Ballerspiele und vielleicht mal ne Zeitung lesen, die NICHT Rupert Merdoch gehört …
    Anton

  19. @Anton
    Schon klar mit der Praxis hast Du es nicht so … Auf was Du wartest ist doch vollkommen unerheblich.

    Es gibt da einen Enthüllungs-Jorunalisten – der bringt immer aktuelle Daten zum angebilchen Angriff. Den Rest hast Du nicht nachgelesen und es bleibt eine Behauptung. Typisch für Dich…

    Wie war das: Wieviel iranisches Öl kaufen die USA und an welcher Stelle rangiert der Iran in der Liste der Länder, die Öl in die USA liefern?

  20. Wenn der Vorgänger des Machmirdendjihad und der Vorgänger dieses Vorgängers auf das antisemitische Geschrei, und nicht darauf, verzichtet,…..

    „Rohstoffmärkte kennen keine nationale Identitäten mehr….“
    Wozu dann also die verlinkten Grafiken? Und wie war das noch mit dem „Kein Blut für Öl“? Alles Öl, oder was?

  21. Muss natürlich die verlinkten Grafiken und die tolle Tabelle heißen.

  22. @ alibaba

    Wir hatten doch schon geklärt, dass Sie leider nichtsatisfaktionsfähig sind.

    @ S1IG

    Die einzige Möglichkeit, die die USA hätten, um die iranischen Ölexporte wenigste4n zu behindern, wäre die Verminung der Häfen am Persischen Golf. Sobald das Öl verladen ist, geht es in das Eigentum des Käufers über und kann vom diesem beliebig weiterverkauft werden, so dass die Herkunfr im Zweifel nicht rekonstruierbar ist. Nach geltendem Völkerrecht haben die USA keine Möglichkeit, unter fremder Fahne fahrende Schiffe in internationalen Gewässern zu stoppen, so lange der UN-Sicherheitsrat keinen Boycott gegen den Iran verhängt hat – und auf diese Entscheidung können Sie lange warten.

    Natürlich könnte die Bush-Admininstration sagen: dann scheißen wir eben auf das internationale Seerecht. Aber eins verspreche ich Ihnen schon jetzt: sobald die US Navy den ersten Tanker aufgebracht hat, werden die internationalen Beziehungen der USA mit dem Rest der Welrt NOCH mieser. Die Chinesen, die Europäer, ja selbst die braven Japaner können sehr ärgerlich werden, wenn man ihre Energieversorgung gefährdet. Um Ihnen eine ungefähre Vorstellung von „verärgert“ zu geben:

    Stellen Sie sich einmal vor, die Volksrepublik China würde 10 Prozent ihrer in Dollar gehaltenen Währungsreserven (das wären ca. 130 Mrd. US$) kurzfristig auf den internationalen Devisenmarkt werfen. Ich verspreche Ihnen: Bush möchte sich das nicht vorstellen.

    Anton

  23. @Anton
    Wie war das: Wieviel iranisches Öl kaufen die USA und an welcher Stelle rangiert der Iran in der Liste der Länder, die Öl in die USA liefern?

  24. @ Der_SP

    Akismet hat Dich irgendwie auf dem Kieker. Du bist schon wieder im Spamfilter hängengeblieben, obwohl ich Dich da bereits explizit rausgenommen hatte.

    Da Dein Kommentar zudem auch noch wichtig war, gibt’s hier noch mal einen direkten Link darauf, damit ihn die Leute auch finden, auch wenn er nicht mehr oben in der Liste steht:

    https://nbfs.wordpress.com/2007/10/28/mit-olzweig-und-schrotflinte/#comment-808

  25. @ S1IG

    Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass Sie sich ständig wiederholen? Ist kein gutes Zeichen …

    Anton

  26. @Anton
    Das nennt man Copy/Paste – z.B. nützlich bei Zitaten. Man macht da weniger Fehler.

    Wie war das: Wieviel iranisches Öl kaufen die USA und an welcher Stelle rangiert der Iran in der Liste der Länder, die Öl in die USA liefern?

  27. @ S1IG

    :-)

  28. @ Paul

    Anton scheint nicht ganz Unrecht zu haben:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,514459,00.html

    Ich glaube nicht, dass es sich um eine Einlullungsstrategie handelt, denn die Mullahs rechnen eh über lang mit einem Angriff und werden in der Verteidigung ihrer Atomanlagen – soweit sie es können – nicht nachlässig werden.
    Aber da jetzt ja, wenn es nach China geht, auch Sanktionen kein Thema mehr sein sollen, stellt sich mir doch sachte die leise Frage an den außenpolitischen Großmeister Jürgen Trittin, ob ihm neben USA-Bashing noch irgendeine diplomatische Aktivität einfällt, um den Iran zum Einlenken zu bringen. Aber gut, was der sagt oder tut spielt sowieso keine Rolle.

  29. @ S1IG

    Also langsam wirds langweilig. Sagen wir war mal so: der einzige, der in den USA an den Erfolg eines Boycott der iranischen Ölexporte glaubt – ist G.W. Bush – und selbst der bekommt langsam Zweifel …
    Versuchen Sie mal was neues.
    Anton

  30. @Anton
    Ein vollständiger Ölboykott des Iran, der für den Westen sicherlich sehr unangenehm wäre, ist wahrscheinlich gar nicht notwendig, es wäre auch kein so effektives Mittel, wenn man davon ausgeht, dass der Iran andere abnehmer finden könnte.
    Bei Ihren Überlegungen fehlt mir ein Blick auf die iranische Seite. Die iranische Wirtschaft lahmt jetzt schon und ist angewiesen auf Handel mit dem Westen, zum Beispiel um ihr Öl zu verarbeiten, aber das ist nur ein Beispiel von vielen, Informationstechnologie, Medizin aber auch viele produzierende Maschinen kommen aus dem Westen (Ich zähle hier zum Beispiel Japan auch zum Westen).
    Dass Russland, China und Indien als Handelspartner einspringen können mag langfristig stimmen, aber eine Umstellung brauchte Zeit und der iranischen Wirtschaft entstünde mit Sicherheit ein Schaden. Auch werden diese Länder sich nicht zur obersten Maxime machen, die USA zu ärgern, sie profitieren schließlich auch von einer Ordnungsmacht USA, ihr wichtigstes Kriterium wird sein, ob sie mit dem Iran Geld verdienen können, wenn aber der Westen viel Geld aus dem Iran abzieht, so wird das Irangeschäft für sie deutlich weniger attraktiv. Es könnte auch reichen die iranische Wirtschaft nur an einigen empfindlichen Stellen zu treffen, um mit einer Sogwirkung auch andere Bereiche zu stören. Sollte es dem Iran aber wirtschaftlich noch schlechter gehen, die Arbeitslosogkeit steigen und die Einkaufsmöglichkeiten für den einzelnen Bürger eingeschränkt sein, so werden soziale Unruhen zunehmen. Das Mullahregime ist nicht populär, meine Iraner vermitteln mir den Eindruck, dass die Leute ihre Regierung hassen. Unruhen und Unzufriedenheit, kann so ein Regime nur versuchen mit Verteilung von Wohltaten an die Bevölkerung zu beschwichtigen, dafür muß der Iran aber liquide sein, oder durch Gewalt und ihrer Androhung zu Unterdrücken, das dürfte die Popularität nicht steigern.
    Auch gezielte Militärschläge könnten durchaus möglich sein, die Reaktion des Iran wären vor allem Attentate, einen richtigen Krieg werden die Mullahs sicher nicht wollen, wenn sie bei Verstand sind, wenn sie es nicht sind so muß man ernsthaft mit dem Bau und vor allem dem Einsatz von Atomwaffen rechnen, womit alle Optionen außer warten wieder interessanter werden.
    Wenn die USA oder Israel in der Lage sind zielgenau und zuverlässig das iranische Atomprogramm zu zerstören und die islamische Schutz-Staffel empfindlich zu treffen, ohne dabei dem Iran als Ganzes den Krieg zu erklären, wären die Mullahs in einer misslichen Lage, vor den eigenen Leuten und in der Region als Schwächlinge gedemütigt, hätten sie die Wahl einen Krieg zu führen bei dem der Gegner sehr stark und man selbst wenig Mittel hat oder sich mit dem Verlust abzufinden.
    Drittens könnte man umstürzlerische militante und nichtmilitante Gruppen im Irak unterstützen, durch Öffentlichkeit, Geld, Logistik, Informationen und Waffen.
    In jedem Fall haben die Mullahs das Problem, dass eine starke Änderung der Lage leicht ihren Kopf kosten könnte.

  31. @ S1IG/Schmock etc.

    Ich finde, wir sollten uns einfach freuen, daß wir mit Anton einen imperialistischer Umtriebe so unverdächtigen Kronzeugen gefunden haben, der so eloquent wie wortreich die Wirkungslosigkeit von SoftPower bestätigt.

    Wenn also beim nächsten Mal wieder ein UNO-Kasper meckert, daß man es erst mit Sanktionen hätte versuchen sollen, bevor man die Kavallerie holt, verweisen wir ihn einfach an Toni. Der erklärt ihm dann die Vorteile von Flugzeugträgern gegenüber Kreditkartensperrungen.

    Nur sein Kumpel Ivan steht jetzt ein bißchen blöd da. Der trat nämlich mit Forderungen wie „neuregelung des oil-for-food-programms mit KONTROLLIERTER dezentraler verteilung der erlöse“ sogar für richtige HardCore-Sanktionen ein. Damit war er, wie wir jetzt wissen, offenbar auf dem Holzweg.

    https://nbfs.wordpress.com/2006/10/24/ivans-entry-strategy/

  32. @Anton
    Langweilig – überhaupt nicht! Du kannst oder willst die Frage nicht beantworten. Du bringst es einfach nicht! Feige oder schlappe Sau?

    Wie war das: Wieviel iranisches Öl kaufen die USA und an welcher Stelle rangiert der Iran in der Liste der Länder, die Öl in die USA liefern?

  33. @Paul
    Ivan war halt auf dem Albright-Kurs, wolltes einfach nicht zugeben. Sonst hätte er ja Ärger mit seinen Klassenkampfkumpels bekommen. Die habe sich zwar immer wieder mit jedem Verbrecher (wie Saddam) eingelassen, aber mit dem Klassenfeind? Das ging nicht! Anton hat es begriffen: Von Ivan lernen, heisst nicht siegen lernen!

    „KONTROLLIERTER dezentraler verteilung der erlöse”“? Vielleicht durch Galloway? ;-)

  34. @ S1IG

    Du verlangst zu viel! Glaubst du wirklich, es könnte wirklich die verlinkten Tabellen interpretieren. Das hat doch noch bei keinem Link richtig funktioniert.

    @ Schmock

    Anerkennung! Ganz hervorragender Beitrag.

  35. @ Paul

    Mal wieder ein Mißverständnis: ich habe versucht Ihnen zu erklären, warum ein Wirtschaftsboycott wenig Aussicht auf Erfolg hat, wenn die wichtisten Handelspartner (u.a.: China, Rußland, Deutschland, Japan, Indien, Korea) des zu boycottierenden Landes nicht mitboycottieren wollen – auch wenn Kamerad/in S1ID das mit der Funktionsweise internationaler Rohstoffmärkte noch nicht so ganzn kapiert hat. Aber kann ja noch kommen.

    Das sagt noch nichts über die Sinn-/Wirkungslosigkeit eines militärischen Angriffs (preemptive strike) gegen das iranische Nuklearprogramm. Dass dieser nicht staatfinden wirtd, hat andere Ursachen: Irak, Afghanistan, Kurdistan, russische Flugabwehrraketen, zentralasiatisches Öl um nur ein paar Highlights zu nennen. Und nicht zu vergessen: Die republikaner wissen,, dass sie die Präsidschaftswahlen 2008 verlieren werden. Was sie aber nicht auch noch brauchen ist eine 2/3-Mehrheit der Demokraten im Senat und Repäsentantenhaus.

    mfG
    Anton

  36. @Anton
    Dann glänze mal mit Deinem „Wissen“:

    Wieviel iranisches Öl kaufen die USA und an welcher Stelle rangiert der Iran in der Liste der Länder, die Öl in die USA liefern?

    Du bist immer noch am Zug! Da hilft keine Ablenkung :-)

  37. @ S1IG

    Falsche Frage. Die spannende Frage ist: wieviel Prozent der amerikanischen Importe werden auf dem internationalen Markt, d.h. nicht direkt vom Lieferland gekauft?

    Anton

  38. @Anton
    Die andere Frage war doch gar nicht gestellt und eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten – ganz schlecht!

    Hier noch mal Deine Chance:
    Wieviel iranisches Öl kaufen die USA und an welcher Stelle rangiert der Iran in der Liste der Länder, die Öl in die USA liefern?

  39. @ toni

    Nicht auf der Höhe der Debatte? Hier gehts weiter:

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/;art15890,2411490

  40. @ alibaba

    Klasse Artikel! Vor allem der Schluß.

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