Mach mir den Blair


Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat bei seinen gestrigen Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert in Paris seine tiefe Verbundenheit mit Israel zum Ausdruck gebracht. Die Gründung des Staates bezeichnete er als das „bedeutendste Ereignis des 20. Jahrhunderts“, wobei er betonte: „Man sagt, dass ich Israel unterstütze, weil mein Großvater jüdisch war, doch ist dies keine persönliche Angelegenheit. Israel steht für Vielfalt und Demokratie im Nahen Osten. Es ist ein Wunder, dass aus den Überresten des zerstreuten jüdischen Volkes solch ein Staat entstanden ist.“

[…] Auch beim Thema der israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen nahm Sarkozy einen klaren Standpunkt ein. So bezeichnete er es als unvernünftig, wenn die Palästinenser gleichzeitig einen unabhängigen Staat und die Rückkehr der Flüchtlinge nach Israel fordern würden. Grundsätzlich unterstrich er: „Israels Sicherheit ist eine klare rote Linie, die nicht zur Debatte steht. Das ist eine unantastbare Bedingung, die wir nie aufgeben werden.“

(Aus Ha’aaretz vom 23.10.07)

Ich beginne ihn zu mögen, den kleinen Franzosen. Wer hätte gedacht, daß ich so was nach der Erfahrung mit Chirac noch mal über einen Bewohner des Elyseepalasts sagen würde… Das tröstet dann doch ein wenig über das schwarze Loch hinweg, mit dem Gordon Brown den Posten des Premierministers Ihrer Majestät ausfüllt.

~ von Paul13 - Mittwoch, 24. Oktober 2007.

4 Antworten to “Mach mir den Blair”

  1. @ Paul

    „Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan trifft heute in London Premierminister Gordon Brown. Großbritannien hat genau wie die USA die Türkei zur Zurückhaltung aufgefordert.“
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,513013,00.html

    Brown macht vielleicht nicht viel, aber ein bisschen schon, und wenigstens nicht das Falsche.

  2. Langweilig ist er auf jeden Fall nicht: ;-)

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    Gruß
    Mikado

  3. @ Mikado

    Ok, ein wenig hyperaktiv vielleicht, aber verglichen mit Chirac eine wahre Lichtgestalt. Selbst wenn er auch Unsinn machen mag, wird er seinen Vorgänger in dieser Beziehung kaum toppen können.

  4. Der von mittelschweren Minderwertigkeitskomplexen gegenüber den USA beseelte feuchte Traum aller französischen Gaullisten von einem geopolitisch bedeutsamen eurabischen Wirtschaftsraum scheint unausrottbar.

    Und war schon der zu Zeiten des Alten ausgehandelte Deal ein aus europäischer Sicht selten dämlicher, so ist der heute in Aussicht befindliche schlicht unsäglich.

    man lasse sich die von Sarkoy genannten vier großen Axen genüsslich auf der Zunge zergehen:

    le développement économique, l’environnement, le dialogue des cultures et la sécurité.

    eurabia revisted …

    p.s.: guten tag übrigens

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