Neues Blog, neues Glück


Und nimmt mir mit einem vielversprechenden Start gleich die Arbeit ab, auf den aktuellen Newsletter der israelischen Botschaft hinzuweisen, der uns unter anderem ein paar nicht unerhebliche Zahlen ins Gedächtnis ruft:

  • Im Laufe der vergangenen vier Jahre haben die arabischen Muslime „Janjaweed“ in Darfur 200 000 schwarze Muslime ermordet, davon 50 000 allein in den ersten sechs Monaten. 2 Millionen wurden verschleppt.
  • Im zweiten Tschetschenienkrieg (1999-2003) wurden 90 000-160 000 Menschen getötet.
  • Im Bügerkrieg im Kongo starben schätzungsweise 3.4 bis 4.4 Millionen Menschen.
  • In Ruanda wurden 1994 innerhalb von nur drei Monaten 800 000 Menschen (bei einer Gesamtbevölkerung von 7 Millionen) ermordet.
  • Die Serben töteten innerhalb von drei Jahren 200 000 bosnische Muslime (bei einer Gesamtbevölkerung von 2 Millionen).
  • In Kambodscha wurden zwischen 1975 und 1979 zwei Millionen Menschen von den Roten Khmer ermordet.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Erklärung, wieso der Nahostkonflikt als Wurzel (fast***) allen Übels herhalten muß und wieso Israel von der UNO immer so viel mehr „Aufmerksamkeit“ bekommt als die Urheber der oben genannten Verbrechen, dann ist das Glück perfekt.

***Falls nicht, sind es eben die USA, was aber, da diese ja von der „Ostküste“ gesteuert werden, letztlich wieder aufs selbe rauskommt

~ von Paul13 - Mittwoch, 17. Oktober 2007.

5 Antworten to “Neues Blog, neues Glück”

  1. Der Hauptgrund für die riesige Medienpräsenz dort ist denke ich vor allem, dass es dort so bequem ist, zu berichten. Wo kann man tagsüber im Mittelmeer baden und abends ein bischen dummes Zeug in eine Kamera plappern? „Experten“ wie Antonia Rados werden nie aus Darfur berichten, weil sie dort erstmal kaum hinkommen. Den Reporter erst mal eine Woche auf Reisen zu schicken, ist nicht sehr profitabel.
    Ich empfehle mal Claudio Causolas „So wird man Nahostkorrespondent“:
    http://philippika.blogspot.com/2006/04/so-wird-man-nahostkorrespondent-eine.html

  2. @ Tyrion

    Da ist leider viel wahres dran!

  3. @Tyrion
    „“Experten” wie Antonia Rados werden nie aus Darfur berichten, weil sie dort erstmal kaum hinkommen.“

    Das versteh ich jetzt nicht. Warum ausgerechnet Frau Rados? Die geht doch immer direkt vor Ort. Die hat aus Bagdad während des Krieges berichtet, aus Afghanistan, aus Somalia, Iran. Und wurde mit Fernsehpreisen überhäuft.

    Ich finde es viel lustiger wenn es in den Tagesthemen heißt: „Wie ist die Lage im Irak? Wir schalten jetzt zu unserem Korrespondenten Patrick Leclerque nach Kairo.“

    Gruß
    Mikado

  4. Schönes neues Blog, die Schrift ist bei mir aber etwas klein, das macht das Lesen anstrengend finde ich. Viele Grüße! ex-blond

  5. @ ex-Blond

    Auf die Schriftgröße hab ich leider keinen Einfluß. Aber drück mal [STRG][+]. Das macht einen ganz schönen Unterschied.

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