Fakten gegen Fiktionen


Alle Achtung! Da hat unser Kewil mit seinem Artikel über die „jüdische Lobby“ die Büchse der Pandora ja regelrecht aufgesprengt. Was da aus seinen Lesern herausquillt, ist schon vom allerfeinsten. So schreibt ein gewisser „bauer gerhard“ am Freitag um 18:33 unter anderem:

Die Linken und auch die Juden (wie man sieht) täten gut daran nicht immer die Nazikeule rauszuholen. Damit verharmlosen sie die Geschehnisse dieser Zeit und gehen den Bürgern auf die Nerven und zwar ganz gewaltig.

Statt dazwischenzugehen und etwaige Mißverständnisse auszuräumen, legt Blogbetreiber Kewil um 19:20 noch nach:

Die erwähnte Seite ist übrigens nicht allein, der Zentralrat hat auch seinen Salat zu Herman abgeben müssen, usw. Ich hole meine Sätze nicht aus dem hohlen Bauch oder Hirn raus!
Es ist genau das, was ich in der Überschrift sage, nicht „die Juden“, sondern die „jüdische Lobby“, die kritisiert werden muß.

Einem Kewil durchaus nicht feindlich gesonnenen Leser namens „no mercy“ wird das am Samstag um 05:01 dann zu bunt und er legt ihm die Notbremse nahe:

Halt einfach die Fresse, ich habe eigentlich Respekt vor Dir, eigentlich großen, aber mit so einem Scheiß verlierst Du alles.
Lösch bitte den Beitrag, der ist komplett daneben.
Mit derartigen Beiträgen tust Du nur denen einen Gefallen, die den Antiislamismus in die Faschoecke stellen wollen.

Doch Kewil ist bekantlich niemand, der es besonders zu goutieren weiß, wenn man ihm widerspricht, und antwortet „no mercy“ am selben Morgen um 07:58:

krieg dich bloss wieder ein. Ich lasse mich auf meinem Blog nicht beschimpfen, auch von Dir nicht!
Ich lösche dieses Posting nicht. Natürlich gibt es eine jüdische Lobby. Sowohl in Deutschland wie in den USA.

Um 08:14 ergänzt jemand namens „hook“:

tja ,auch die haben das recht auf freie meinungsäusserung .
ob sie sich damit freunde machen darf bezweifelt werden .
hallo ihr juden die nazis ,sozis ,musels hassen euch ! ganz egal was ihr tut und wem ihr in den arsch kriecht .

Leser Gerhard hingegen erkennt den Ernst der Lage und teilt diese um 08:23 den übrigen Lesern mit:

Kewil hat oft sehr gute Beiträge aber mit Posts wie diesen und schreibt er sich immer wieder um Kopf und Kragen! Im Fall Öttinger/Filbinger lag er auch schon furchtbar daneben!
Ausserdem zieht er damit braunes Pack an wie man am Kommentar von „Patriot“ erkennen kann! Kewil fügt sich selbst und den befreundeten Blogs einen schweren Imageschaden zu!

Bei so einer angeregten Unterhaltung darf natürlich der einschlägig bekannte „Messermusel“ nicht fehlen, der sich um 08:35 zu folgenden Rassismen versteigt:

Klar gibts eine jüdische Lobby, ihr Witzfiguren.
Warum wehrt ihr euch so dagegen?
Es gibt ja auch eine Muslim-Lobby (CIAR) in den USA.

Und klar klüngeln die Menschen mosaischen Glaubens in Deutschland. Das ist aber auch ganz natürlich. Schwarze würden das ja genauso machen.

Der Schreiber folgender Zeilen zieht es dann um 08:37 vor, für seine Antwort auf die gutgemeinten Ratschläge „no mercy’s“ nicht mal einen anonymen Nickname zu verwenden:

„Halt einfach die Fresse,“

„Lösch bitte den Beitrag, der ist komplett daneben.“

Jüdische Lobby hier in seiner Bestform.

Um 09:04 schlägt dann Robert zu, und er tut es nachhaltig:

Mit der „Judenkeule“ kann man das ganze deutsche Volk, was seither über die gesamte Geschichte der damaligen Zeit dumm gehalten und immer nur mit dem Holocaust „gefüttert“ wurde, prima immer wieder knebeln, während man selbst als Linker sich auf die Seite aller jjudenfeindlichen Moslems stellt.

Um 11:05 kommt es dann mit Daniel endlich zum großen Auftritt der Christenfundis:

Ich glaube der Mensch, oder besser gesagt wir, müssen lernen drei Dinge wieder zu verstehen:

1. Was ist Geschlecht

2. Wer sind die Juden

3. Wer ist Jesus Christus

verstehen wir diese drei Dinge nicht, sind wir den großen Problemen die wir heute haben ziemlich hilflos ausgeliefert. Die ersten zwei Dinge kann man ohne das Dritte nicht verstehen.

Die angemahnten Antworten folgen in mehreren Posts im Minutentakt. Schon Daniels Antwort auf Frage 1 weckt in aufgeklärten Lesern den Wunsch, ein Heiligenbildchen anzuzünden:

Der Feminismus und die Schwulenlobby wollen diese Gleichwertigkeit der Verschiedenheit der Geschlechter auslöschen und durch eine Gleichheit ohne Unterschied ersetzen. Das ist ein Angriff auf den Menschen selbst, mit dem Ziel ihn im Innersten, Wesenhaftesten zu zerstören.

Die Schwulenlobby und der Feminismus sind deshalb Ausgeburten der Hölle die schlimmer sind als das was Hitler, die SS oder sonst irgendeiner der Nazis jemals getan haben.

Wer denkt, das sei nicht zu toppen, wird beim nächsten Posting zu Frage 2 eines besseren belehrt:

Und es gibt ein Judentum, das gänzlich von Gott abgefallen ist. Ein Judentum das nach der Welterlösung ohne Gott strebt. Vertreter dieses Judentums sind u.a. Moses Heß, Karl Marx, Max Horkheimer, Theodor Wiesengrund Adorno, Herbert Marcuse, Walter Benjamin, Erich Fromm, Ernst Bloch, Georg Lukács, Wilhelm Reich. Es gibt wohl kaum Intellektuelle die so viel Einfluß auf den Verlauf der jüngeren Weltgeschichte genommen haben wie die eben genannten.

[…] Die Gründer des Instituts für Sozialforschung an der Universität Frankfurt, gehörten allein der zuletzt beschriebenen Gruppe an. Diese Leute haben Deutschland erpresst. Sie haben das Erpressungspotential des Holocausts (es war ihnen völlig egal daß noch kurz vor ihrer Rückkehr aus den USA 6 Millionen ihrer jüdischen Brüder von den Nazis ermordet wurden), erkannt und genutzt. Sie kamen hier her, mit dem Ziel die gesellschaftlichen Grundlagen auf denen Volk und Staat sich gründen zu zerstören. Sie selbst nannten das „Umerziehen“ übrigens ein Naziwort, aber diese Juden durften das verständlicherweise benutzen.

Da auch das arme Opfer Filbinger nicht fehlen darf, ergänzt Daniel um 11:09 auf eine Weise, die einen instinktiv nach dem Antichrist rufen läßt:

Filbinger war einer der wenigen die das erkannt und auch in der Öffentlichkeit formuliert hatten:

„… die Vertreter der Frankfurter Schule seien die „maßgebliche Antriebskraft“ der „Exzesse“ an bundesdeutschen Hochschulen gewesen, die ihrerseits eine „Sympathisantenszene“ für den RAF-Terror gebildet habe: Damit einher ging jene „Befreiung zur Sexualität“, deren Auswirkungen wir heute in der Lawine von Pornographie und Perversion erleben müssen.“

[…] Diesen Juden der Frankfurter Schule ist es auch zu verdanken, daß der innerdeutsche Widerstand gegen das Nazi-Regime um Treskow, Beck, Staufenberg etc. im Nachkriegsdeutschland lange Zeit so gut wie keine Beachtung gefunden hat. Sie verkörperten das andere Deutschland das auszulöschen die Vertreter der Frankfurter Schule, mit Hilfe der Steilvorlage der Nazis, sich ja auf die Fahnen geschrieben hatten.

Die Juden, so sagt es die Bibel, sind den Völkern zum Fluch geworden. Martin Hohmann hat in seiner Rede am 3. Oktober 2003 deutlich gemacht, daß der Kommunismus ein Kind entarteten jüdischen Geistes ist, das nicht mehr und nicht weniger als die „Erlösung“ der Welt zum Ziel hatte. Erst unter Stalin wurde der sowjetische Kommunismus national und damit auch antisemitisch.

Einmal in Fahrt, ist jemand wie Daniel nicht zu stoppen, wie sein nächstes Posting zeigt:

Der deutsche Nationalsozialismus ist tot, er wird auch niemals wieder erstehen. Er wird aber noch gebraucht, von denen die daraus für ihre politischen Ziele noch heute Kapital schlagen (die geistigen Nachkommen der Frankfurter Schule, also Anhänger einer entarteten, jüdischen, antichristlichen Welterlösungsideologie). Deshalb wird ein Bild davon künstlich am Leben erhalten.

Wer Geschlecht auflöst, der löst Volk und Nation auf. Das wissen diese gottlosen Juden. Sie wissen auch, daß darin der Schlüssel zur Weltherrschaft liegt, und sie handeln danach. Die heutige Linke ist vor allem ein Produkt entarteten jüdischen Geistes.

[…] Das Christentum schützt den Menschen gleichermaßen vor Verirrungen von links und von rechts, es deckt die Verlogenheit und Falschheit und das böse Wesen des Islam ebenso auf, wie die subtilere Verlogenheit und Falschheit und das böse Wesen des entarteten jüdischen Weltgeistes.

Da all dies in wenigen Minuten gepostet wurde, konnte man so schnell natürlich noch keine Distanzierung erwarten. Daß ein zustimmendes Gemurmel aber durchaus zeitnah möglich war, beweist um 11:13 der „Wahr-Sager“:

Es gibt überhaupt keine Veranlassung, dass Kewil seinen Beitrag ändern sollte. Wie hier schon deutlich gemacht wurde, existiert eine jüdische Lobby, was man auch als Fakt sehen und nicht mit dem billigen Vorwurf von Antisemitismus begegnen sollte.

Damit wir nicht vergessen, wo der antisemitische Hammer hängt, brachte sich Daniel um 17:10 wieder in ungute Erinnerung:

Pauschal und unter der Gürtellinie nicht nur gewettert sondern gehetzt und diffamiert hat nicht nur „Honestly Concerned“, sondern auch der Zentralrat der Juden, Hagalil, das größte jüdische Internetportal in Deutschland, etc. eigentlich alles was von jüdischer Seite hier in diesem Land Rang und Namen hat. Niemand, aus dieser Lobby wollte sich die Gelegenheit entgehen lassen, an der Hetze und dem Rufmord an Frau Herman mitzuwirken und „Honestly Concerned“ hat dabei mit obigem Plakat nur auf die Spitze getrieben, was an abscheulicher Hetze sich diese Interessenvertreter hier, in einem Land in dem sie Gäste sind, gegenüber der einheimischen Bevölkerung erlauben.

Als Schnellschreiber postet er in derselben Minute einen weiteren Text, um sämtliche Zweifel an seinen Intentionen auszuräumen:

Daran war nicht nur „Honestly Concerned“ beteiligt, daran haben sich alle jüdischen Verbände hier in diesem Land (und nicht nur sie) beteiligt, mit Ausnahme der Orthodoxen.

[…] Warten wir es ab, Eure Zeit scheint mir abgelaufen zu sein. Ihr habt den Bogen überspannt und habt eure infantilen Spielchen zu weit getrieben. Eure Meinungsdominanz ist am Ende angekommen.

Wer den Wink mit dem (Lager)zaunpfahl noch nicht verstanden hat, denen gibt Daniel um 19:09 noch eine Warnung mit auf den Weg:

Ich finde es nicht in Ordnung, daß die jüdischen Verbände ihre Stellung die sie aufgrund des Holocausts hier haben in teilweise erpresserischer Weise immer wieder ausnutzen. Das war im Fall Filbinger so, das war im Fall Hohmann so und jetzt ist es wieder so, im Fall Hermann und im Fall Meissner. Es ist einfach genug.

[…] Wenn diese Leute hier leben und akzeptiert werden wollen dann ist es besser, wenn sie damit aufhören, die leidvolle Vergangenheit ihrer eigenen jüdischen Brüder für Machtspielchen benutzen, in Dingen die sie nichts angehen. Wer hier ständig den Holocaust mißbraucht um uns in gesellschaftlichen Fragen, die mit unserer Vergangenheit nicht das Geringste zu tun haben, zum Schweigen zu bringen, und uns damit die Freiheit seiner Überzeugung in diesen Dingen Ausdruck zu geben, zu nehmen versucht, der zerstört seine eigene Zukunft.

„Feuervogel“, der ob Daniels Behauptungen beszüglich des Gaststatus der Juden in Deutschland zu recht irritiert war, bekam von diesem abends um 21:20 folgende Worte mit auf den Weg:

„Daniel, die Juden, die in Deutschland leben sind keine Gäste, sie nehmen am gesellschaftlichen Leben der Bundesrepublik keineswegs unterdurchschnittlich teil und das ist auch gut so! „

Doch Feuervogel sie sind Gäste und Fremdlinge, die Bibel selbst sagt es, und alle Integrationsversuche sind immer wieder fehlgeschlagen. Unter Kaiser Franz-Joseph waren die Juden wohl das allererste Mal in Mitteleuropa wirklich integriert, hatten gleiche Recht etc. aber nur oberflächlich, wie die spätere Geschichte gezeigt hat. Die Juden sind nicht ein Volk wie jedes andere. Wer das glaubt befindet sich in einem fundamentalen Irrtum.

Diesen Unsinn ergänzte er dann eine Minute später um folgende trübe Brühe aus den tiefsten Kellern des christlichen Antisemitismus:

Die Juden sind deshalb überall Fremdlinge, weil Gott es so will. Gott selbst hat verhindert, daß sie sich assimilierten. Das wird aber nicht immer so bleiben.

[…] So wie Israel bestimmt ist zum Segen für alle Völker zu sein, so ist es aber durch eigenes Verschulden zum Fluch für alle Völker geworden. Das kann man sehr gut an den oben aufgeführten jüdischen Intellektuellen sehen, Moses Hess, Karl Marx, Marcuse, Horkheimer, Adorno („Auschwitz fängt da an wo jemand im Schlachthof steht und sagt: „Es sind ja nur Tiere““), …

Sie sind tatsächlich zu einem Fluch für die Nationen geworden. Sie versuchen das Heil für alle Völker aus sich selbst heraus zu schaffen, ohne Gott. Der Kommunismus ist eine auf das Diesseits gerichtete Erlösungsreligion. Erlöst wird der Mensch nicht von seinen Sünden, sondern von Ungleichheit. Es ist eine Vorwegnahme des messianischen Reiches durch den Menschen aus sich selbst heraus, ohne Christus.

Nachts um 00:32 zog Martin dann die Konsequenzen aus all dieser unsäglichen antisemitischen Hetze:

Ich fühle mich als Jude keineswegs als Fremdling oder Gast in diesem Land, im Gegenteil; ich kann sogar sagen, dass ich ein deutsch-jüdischer Patriot bin. Ich liebe mein Land und wenn ich dieses Land einmal verlassen müsste, würde mir dies sehr schwer fallen….

Es sei denn, ich lese hier in diesem Weblog nicht nur Ihre Beiträge, sondern auch noch die der vielen anderen, die sich hier regelrecht genüsslich über eine sogenannte „Jüdische Lobby“ echauffieren.

[…] In einem der früheren Beiträge habe ich im Übrigen kewil gebeten, mir seine Ansichten über die „Jüdische Lobby“ zu erläutern, in freundlichen Ton und sicherlich nicht frech. Dieser steht noch weiter oben. Eine spätere Frage, so gegen 18 Uhr, die ihn freundlich daran erinnerte, mir seine Ansichten bitte zu erläutern, wurde von ihm einfach gelöscht.

Sicher kewil, ich wiederhole mich, Sie können auf Ihrem Blog machen was Sie wollen, Sie können zensieren was Sie wollen, Sie können auch rausschmeissen.

Ich komme dieser Relegierung zuvor. Ich fühle mich in diesem Blog nicht mehr vertreten, nach bald 2 Jahren (?) aufmerksamen Mitlesens und gelegentlichen Kommentierens.

Wer jemandem so deutlich den Stuhl vor die Tür stellt, der hat anscheinend nichts anderes verdient.

Tschüß.

Statt sich ob des angekündigten Rückzugs wenigstens etwas zu schämen, tritt Daniel nach einem Schwall kirchenhistorischer Belanglosigkeiten zum Abschied von Martin am Sonntagmorgen um 06:44 noch einmal nach:

Das ist schon wieder so ein Erpressungsversuch. Und gleichzeitig der Versuch der Realität auszuweichen. Kewil hat sich hier so oft für die Rechte des Staates Israel eingesetzt und die scheinbaren Judenfreunde G. Schröder, J. Fischer etc. in ihrem versteckten hässlichen Antiisraelismus bloßgestellt und Sie vertragen es nicht, wenn an einem zersetzendem Verhalten einer jüdischen Lobby, der sich die Medien bereitwillig andienern, Kritik geübt wird.

Um 07:33 erklärt Daniel dem bedauernswerten Martin dann auch die Hintergründe der „Sonderbehandlung“ der Juden:

Sie haben es nicht nötig ihre schon vorher gemachten Urteile zu hinterfragen. Etwas anderes habe ich von der jüdischen Lobby hier in diesem Land noch nie erlebt, seit ich denken kann. Wer, glaubt die jüdische Lobby, daß sie ist, eine Hohepriestertum der politischen Moral? Genau so führt sie sich auf, aber sie merkt es gar nicht mehr. Und reagiert sofort mit Beleidigt sein und dezentem Hinweis auf die Geschichte wenn man sich ihren Urteilssprüchen nicht widerspruchslos unterwirft sondern es wagt Kritik daran zu üben. So geht es nicht weiter und so wird es nicht weitergehen. Ihr tätet gut daran über das was hier gesagt wurde nachzudenken, nicht nur zu unserem, sondern auch zu Eurem eigenen Wohl.

Im Übrigen zeigt Ihr Verhalten deutlich, daß sie nicht integriert sind und das auch gar nicht wollen. Sie beanspruchen für sich nach wie vor Sonderrechte und eine Sonderbehandlung und grenzen sich dadurch von der einheimischen Bevölkerung bewußt ab, nennen das aber Integration.

Wer sich jetzt gefragt hat, ob der Eigentümer das antisemitische Treiben auf seinem Blog verschlafen hat, dem erklärt Kewil um 08:09, daß er durchaus anwesend war und sogar eingegriffen hat, wo das seiner Meinung nach nötig war:

Herr Martin,

hier wurde kein einziger Beitrag von Dir gelöscht. Und von einer Frage habe ich nix gesehen! Vielleicht hast Du ihn vor lauter Aufregung gar nicht abgeschickt oder die falschen Buchstaben eingegeben. Und zu lange Kommentare verschluckt das System vollautomatisch! Der einzige Kommentar der gelöscht wurde, war der von einem vermutlich antisemitischen „Patrioten“, sonst nix

Da dies für Kewil bei den übrigen antisemitischen Tiraden offenbar nicht zutraf, darf man gespannt sein, wie lange es dauert, bis es den übrigen Konservativen zu peinlich wird, ihn noch zu verlinken. Denn selbst PI wird jetzt drüber nachdenken müssen, ihn von der Blogroll zu nehmen, weil sie sich schlecht hinter einer Israelflagge vor Rechtsradikalismusvorwürfen verstecken können, wenn die eigenen Verbündeten sie unten anzünden.

~ von Paul13 - Sonntag, 7. Oktober 2007.

43 Antworten to “Fakten gegen Fiktionen”

  1. […] bringt die Sache mal wieder auf den Punkt (via Fakten und  Fiktionen). Über dieses Blog hat nbfs erstaunliches zu bemerken. Wenn der gute Herr Hans D. Barbier wissen würde, wer da sein Copyright […]

  2. Wusste bis heute garnicht, dass „Honestly Concerned“ die „Jüdische Lobby“ ist. Ist „No Blood For Sauerkraut“ dann die Lobby des US-amerikanischen Imperialismus? Ist „Fakten und Fiktionen“ die Lobby der Dummkopfe in Deutschland?

  3. Paul, ich bin SAUER! Paul, dieser Abschaum hat mir den Appetit verdorben, und DAS soll was heißen! Adorno war also G´ttlos? Horkheimer war also ebenfalls G´ttlos? Benjamin, ich meine BENJAMIN, war G´ttlos?!!!!?? Soll ich diesen Nihilisten zeigen was G´ttlos ist? HA??? SOLL ICH SIE AUF SIGHTSEEINGTOUR NACH TEHERAN SCHICKEN?????? Paul, ich sollte mich nicht so aufregen, ich weiß, aber that´s personal. Da werden Personen, die noch WIRKLICHE Nächstenliebe praktizieren ( zumindest wollen ) als Dämonen dargestellt? Es ist also unsere Schuld, dass wir gejagt, gehasst und zum „neighborhood bully“ ( Bahamas ) abgestempelt werden? Ein richtig billiges Neo-Nazi Argument. Aber, was zum Geier kann man eigentlich von aufrechten toitschen Patrioten auch erwarten. Vielleicht verstehst Du ja jetzt warum ich zum Antideutschen wurde. Und ich verstehe nicht, warum Du immernoch keiner bist. Alleine schon wegen solcher Tiefflieger.

    Du verzeihst mir den folgenden Wutausbruch: DEUTSCHLAND HALTS MAUL!

  4. http://www.kritiknetz.de/?position=artikel&aid=319

    „Die israelische Armee ist der bewaffnete Arm der revolutionären Kritik im Stande ihrer gesellschaftlichen Unmöglichkeit.“

    In diesem Sinne ergeht unsere gemeinsame Forderung: Schafft eins, zwei, viele Operation Gommorha! Und zwar möglichst bald.

  5. @ Fünfte Internationale

    Ich bin jetzt sicher auch kein Fan von Adorno oder Horkheimer (weiß aber auch ehrlich egsagt nicht so viel über sie), aber das antisemitische Geschwafel von diesem Daniel ist so widerlich, daß ich vielleicht doch noch anfangen werde, sie zu mögen. Und sei es nur, um diesen Vollhonk zu ärgern.

  6. @ Martin S. Hagen

    „No Blood for Sauerkraut!“ ist die anerkannte „Neocon-Speersptze in Sachen Außenpolitik“. Das schließt den US-amerikanischen Imperialismus selbstverständlich mit ein. ;-)

  7. Glaub mir, ich kannte weder Adorno noch Horkheimer bevor ich nicht auf die Website der Bahamas stieß. Das waren exakt meine Gedanken und Erfahrungen in meinem Alltag mit der teutonischen Umwelt. Ich begann mich damit näher zu befassen et voilá hier bin ich.

    Man muss natürlich nicht ALLES gutheißen was Adorno von sich gab, aber das war auch nie seine Absicht immer recht zu haben, er wollte lediglich zum Denken anregen und es gelang ihm ja. Die Entwicklungen gingen zwar nicht immer in die richtige Richtung, siehe Cohn-Bendit, Ströbele oder Baader, aber das war niemals seine Absicht. Deswegen sei dir Versichert, eines Mannes Erbe, der Gershom Scholem unterrichtete, ist bei der Redaktion Bahamas eher zu finden, als bei Hans-Christian Ströbele.

  8. […] “Fakten und Fiktionen” zu entnehmen war, machen die braunen Leichtmatrosen die “jüdische Lobby” für das Versenken […]

  9. Was bedauerlicherweise bei dieser genuesslichen vorfuehrung schwachsinniger blogkommntare bei f&f voellig hintenueber gefallen ist:
    der beitrag handelte sich um die ebenso schwachsinnige collage von HC.
    ist sich eigentlich niemand darueber im klaren, dass solche aktionen letztendlich nichts anderes erreichen als das banalisieren und relativieren der schlimmsten verbrechen die im namen deutschlands veruebt wurden.
    wenn jeder unueberlegte gedankenfurz einer unbedeutenden nachrichtensprecherin gleich zu solchen reaktionen fuehrt, werden sich bald viele fragen, ob es denn damals „wirklich so schlimm“ war.

  10. @ alex

    Eva Herman ist wahrscheinlich kein Nazi, sondern nur sehr, sehr blond. Aber trotzdem ist dieses Bild nicht härter als so manches, was man sich von einigen der rechten und linken Bloggerkollegen jeden Tag an Beleidigungen anhören muß. Mein Mitleid hält sich also in Grenzen.

  11. So oft wie in Deutschland über die Vergangenheit diskutiert wird, könnte man fast meinen, die Deutschen wären stolz drauf ;).

    Man sollte Hitler endlich einfach als historisches Ereignis begreifen. Dass die Leute in 200 Jahren noch so viel über den 2. WK diskutieren werden, bezweifele ich. Maos 70 Mio. Opfer oder die 30 Millionen Toten der Feldzüge Dschingis Khans sollten eigentlich genauso Diskussionsgegenstand sein.

    Immer diese pseudointelektuellen Debatten, ob man jetzt SO ein Wort benutzen darf oder ob der Holocaust ein „unvergleichliches Verbrechen“ ist.
    Mir ist es scheißegal, was Eva Herman zu Hitlers Familienpolitik sagt.
    Nationalsozialismus als intelektuelle Wichsvorlage für gelangweilte Leute.

  12. @ Tyrion

    Ich bin bestimmt der letzte, der die Verbrechen der Commies verharmlost, aber das ändert nichts daran, daß sowohl Kewils Artikel selbst als auch viele der Kommentare – vor allem die dieses Daniel – von widerlichstem Antisemitismus nur so trieften.

  13. @ Fünfte Internationale

    Ein schier unglaublicher brauner Dreck! Ich kann deine Wut nur zu gut verstehen. Dennoch meine Anregung an dich, nicht von einem Haufen Widerlinge auf einen scheinbaren „teutschen“ Volkscharakter zu schließen bzw. meine Frage, was „antideutsch“ für dich bedeutet.
    Allerdings war ich selber schon unangenehm überrascht, was bei Leuten, von denen ich das nicht gedacht hätte, nach etwas Bohren so zur Vorschein gekommen ist.

  14. Chewey Kumpel ;), sorry, musste für ne wichtige Matheprüfung lernen. Kann erst jetzt dir Antworten. ( War im übrigen ne 2+, hat das Warten sich also gelohnt ;) ).

    AAALSSOO, was antideutsch bedeutet hängt von dem ab, was man überhaupt als Deutsch definieren kann. Du wirst überrascht sein, als Antideutscher nämlich kann man Schweinshaxe genauso lieben wie Goethe oder n kühles Lager. Das was man überhaupt als „Deutsches Wesen“ bezeichnen kann ist allgemeiner als man denkt. Ich zitiere Telegehirn:“Die antideutsche Kritik (Jetzt ganz dolle aufpassen, Boche und Rayson!!!) versteht „DEUTSCH“ im Sinne einer Ideologiekritik und es handelt sich nicht, wie Boche, in seinem jugendlich-liberalen „Wahn“ annimmt, um einen erblichen Charakter, der dem Deutschen an sich zugesprochen wird, sondern um eine spezifizierbare Form dessen, was man „Deutsche Ideologie“ nennen kann, wobei man natürlich auch das lang anhaltende Sonderverhältnis zwischen Gesellschaft und Staat in Deutschland zu bedenken hat. Diese „Deutsche Ideologie“ führte schließlich zu zwei deutschen Angriffskriegen im 20. Jahrhundert, mit denen die Weltherrschaft des „Deutschen“ errungen werden sollte, was letztendlich fast gelang und diese deutsche „Herrenmenschen(un)logik“ führte schließlich auch zur Shoa. Dies kann als „DEUTSCH“ gedeutet werden, denn letztendlich erblickte dieser Wahnsinn in Deutschland zuerst das Licht der Welt und er war (und ist immer noch) massenkompatibel und das nicht nur in Deutschland. Entgegen der Annahme von Boche und wohl auch von Rayson, ist die Deutsche Ideologie aber keine örtlich und gar geschichtlich eingrenzbare Heimsuchung und beschränkt sich keinesfalls auf Deutschland als Land, Staat oder Volksgemeinschaft, sowie auf die Zeit des Nationalsozialismus. Was „wir“ als „Deutsch“ bezeichnen, ist daher auch allgemein anwendbar. Wobei auch noch zu berücksichtigen ist, daß sowohl Linke, wie auch Rechte sich heute einer deformierten Form der Kritik am Kapitalismus bedienen, um damit ihren latenten Antisemitismus zu tarnen. Ähnlich verhält es sich auch oft so mit dem sattsam bekannten Antiamerikanismus, der nicht nur in Deutschland populär ist und sich sowohl bei Linken wie auch Rechten ohne große Unterschiede finden lässt und der auch ähnlich begründet wird. Das von dieser neuen Querfront vertretene Modell des autoritären, völkisch-nationalistischen und vor allem antikapitalistischen Volksstaates, der seine Untertanen im Namen einer vermeintlichen Gerechtigkeit bevormundet, ausquetscht und letztendlich entindividualisiert und zum Objekt des Staates, im Namen einer vorgeblichen Massengerechtigkeit macht, wird von „den Antideutschen“ abgelehnt und bekämpft.“

  15. Der 2-Post-Post :P

    „Was von außen oft missverständlich als antideutscher Block wahrgenommen wird, ist eine, ich kann das gar nicht oft genug betonen, sehr heterogene Strömung der Linken, man könnte das auch als eine sehr ursprüngliche Linke, ohne all die Verwirrungen und freiheitsfeindlichen Ausformungen des Leninismus und aller anderen folgenden linken Abspaltungen bis heute, bezeichnen, in der sehr viele Verwirbelungen existieren und vergessen wir nicht, daß „Antideutsch“ meist nur ein Schlagwort in aufgeheizten Diskursen ist, was auch oft als Totschlagsargument verwendet wird. Wenn Pazifisten und Staatssozialisten in der heutigen Zeit durch die Straßen Deutschlands und Europas ziehen und sich mehr oder weniger offen gegen das Existenzrecht Israels stellen, dann ist „Antideutsch“ oftmals eine bewusste Form der Abgrenzung gegenüber diesen Linken und deren islamistischen Verbündeten, deren Hass auf Israel eine Fortsetzung des deutschen Vernichtungswillen darstellt, den sich die islamistischen Theokraten zum Vorbild gewählt haben und der von weiten Teilen der Linken entweder ignoriert oder gar aktiv unterstützt wird.

    Das Deutsche durchaus immer noch ihre Freude am Pogrom gegen Andersartige, nicht der Deutschen Norm entsprechende Menschen haben, konnte man Anfang der 90er Jahre hautnah erleben und nicht zufällig fielen diese Pogrome in die Zeit der Wiedervereinigung, als der DEUTSCHE endlich wieder stolz die Fahne schwenken konnte und sich vor Freude darüber, jetzt endlich das glücklichste Volk der Welt sein zu können, auch mal in die Hose pisste und auch der Umstand, daß anstatt der Polizei Antifaschisten Wohnheime Nichtdeutscher vor dem deutschen Mob schützen mussten, legt eine ungebrochene Kontinuität im DEUTSCHEN Befinden und Verhalten nahe. Wie reagierte die Politik in Deutschland Anfang/Mitte der 90er Jahre auf das Anschwellen des Neofaschismus, der sich erneut ausbreitete und dem die Massen zu folgen begannen? Man stoppte die „Asylantenschwemme“, in dem man das Grundrecht auf Asyl faktisch abschaffte. Im besten Fall, um die Migranten vor den Deutschen zu schützen und das Ausland reg sicht eben mehr über angezündete oder tot geprügelte Ausländer auf, als über in der Oder ertrunkene Migranten. So fiel die Wahl wohl leicht und es begann ein populistisches Wettrennen, das bis heute ungebremst anhält.“

  16. Das muss noch mit: „Ich möchte mich zum Ende noch einmal dem Artikel von NUB,„Segensreiche Bomben“, vielmehr den Kommentaren dort, widmen. Boche scheinen die Antideutschen „wohl größtenteils Ex-Linke und Ex-Marxisten zu sein, die genug dazugelernt haben, um linksliberal zu werden, die sich aber insgeheim dafür schämen und ihre Wandlung mit einer eigenen Schublade zu kaschieren suchen.“ Auch hier, wen wundert das noch, irrt sich Boche, was aber nicht weiter schlimm ist, denn er ist ja einfach nur nicht richtig informiert, oder? Sehr wohl sind viele, wenn nicht sogar die meisten Antideutschen das, was man links nennt und viele berufen sich durchaus auf Karl Marx, aber bei weitem nicht alle. Ich würde mich sogar als Anti-Marxisten bezeichnen, aber ich möchte nicht vollkommen ausschließen, das der alte Marx ein Libertärer gewesen sein könnte.

    Ich kann mich ohne weiteres outen und vielen ist es ohnehin schon klar: Ich bin ein Linker. Dafür brauche ich mich nicht zu schämen und ich habe mich nicht wirklich gewandelt: Ich folgte nur der Vernunft und nicht einstudierten Ideologien, die nun neu gewandelt und doch immer noch vom Schmutz der schändlichen Unfreiheit bedeckt, sich (neue) Linke nennt und immer noch Fidel als Befreier Kubas betrachtet, den chavistischen Staatssozialismus für ein nachahmwürdiges Modell hält und für die der Staat der anzubetende Fetisch ist.“

    DAS IST ES. Jenau dat. ;)

  17. @ Fünfte Internationale
    Das was Du sagst, ist interessant. Hab ich ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht. So gesehen bin ich in der Tat vielleicht gar nicht so weit von der antideutschen Position weg, obwohl ich als Ergebnis des Kalten Krieges unter anderem auch ein überzeugter Antikommunist bin.

    Bei mir wäre das antideutsche dann aber nur die Folge und nicht die Ursache. Mein Ansatz ist eher der, daß es einen Kampf zwischen „Fortschritt“ und „Reaktion“ gibt, und die Deutschen in diesem Kampf immer ein Problem damit hatten, sich vorbehaltlos auf die Seite von ersterem zu stellen.

    Andere, vor allem die Araber, aber auch die Russen, haben aber dasselbe Problem, manchmal mehr, manchmal weniger als die Deutschen. Sie finden den Anschluß an die westliche Moderne nicht und lehnen sie deshalb ab. So gesehen wäre ich dann antideutsch, antirussisch oder antiarabisch.

    Das zeigt aber auch gleichzeitig das Problem mit dem Begriff. Auch wenn es ideologisch gemeint ist und nicht ethnisch, weil es sich ja nicht gegen die Menschen richtet, sondern gerade gegen jene überkommenen Traditionen, die ihnen schaden, kommt das eventuell anders rüber, als man es gemeint hat.

    Deswegen ziehe ich allgemeine Begriffe wie „universalistisch“ und „westlich“ vor. Das beinhaltet automatisch den Kampf gegen jede Form romantisch verklärter Rückständigkeit, ist also – unter anderem, aber eben nicht nur – auch antideutsch in dem von Dir angesprochenen ideologischen Sinne.

    Ich hoffe, ich muß mir aber deswegen jetzt nicht gleich die Bahamas kaufen. ;-)

  18. @ Fünfte Internationale

    Ich danke dir für deine ausführliche Antwort, finde mich auch in weiten Teilen deiner Ausführungen wieder. Ich anerkenne durchaus auch den provokanten Wert des Attributs „antideutsch“, muss aber Paul beipflichten: „deutsch“ ist eine ethnische Bezeichnung; damit ist das Missverständnis programmiert. Aber auch Kampfbegriffe wie „Modell des autoritären, völkisch-nationalistischen und vor allem antikapitalistischen Volksstaates“ treffen nach meinem Verständnis gerade auf das 3. Reich, aber nicht, auch nicht im erweiterten übertragenen Sinne, auf die heutige Bundesrepublik zu. Mit solchen Überhöhungen wird man den Verirrungen linksliberaler Gutmenschen oder strammer linker Gewerkschaftler nicht gerecht und kann ihre antiamerikanischen und latent antisemitischen Tendenzen nicht angemessen beschreiben.
    Was die Pogrome der 90er angeht: Diese haben überwiegend in einem Teil Deutschlands stattgefunden, der gerade frisch aus der zweiten Diktatur in Folge entlassen wurde. Das darauf resultierende Demokratiedefizit ist allerdings viel zu wenig thematisiert worden, und in der Folge hat sich teilweise etwas etabliert, was mit „Deutsche Ideologie“ nicht ganz unzutreffend beschrieben ist.

  19. mir blieb ehrlich gesagt die Spucke weg, mit welch Überzeugung und Inbrunst jener Vielschreiber da mir und anderen gegenüber aufgetreten ist und mich in der Tradition der SA sah, weil ich das, was er schrieb, für krud-krankes Zeug hielt, und er mir deswegen Perfidie uswusf. unterstellte.
    es ist anscheinend bei keinem anderem Thema so leicht möglich, in ekelhafte Ressentiments und monokausaule Verschwörungs-Gedankenkonstrukte abzurutschen.

  20. @ Feuervogel

    Der hat vermutlich zu viele Hostien auf einmal gegessen. Aber Kewil hat ihm mit seinem Geschwätz von der jüdischen Lobby nicht nur eine gute Vorlage geliefert, er hat diesen Christenkasper auch unwidersprochen sein Gefasel absondern lassen. Und das gibt einem schon zu denken.

  21. @ Paul13

    „Und das gibt einem schon zu denken.“

    stimmt. kewil spielt bisweilen mit dem Feuer und läßt (wohl wissend?) dabei gedankliche Unklarheit im Raum stehen, die manch anderem dann fast zwingend als Steilvorlage dienen.

  22. @ Paul: Um kurz zurück zum Thema „Antideutschtum“ zu kommen:

    Einer der Hauptvorwürfe, die uns so manch ein Linker an den Kopf wirft, ist der des Verrates. Wir werden ebenfalls als anti-kommunistisch bezeichnet. So weit sind wir daher auch hier nicht von einander entfernt. Was uns aber vielleicht evtl. zu unterscheiden ( nicht zu trennen ;) ) vermag ist der Glaube, dass Staat, Geld und Kapital nicht das allerletzte sind, was der Mensch zu produzieren vermag, und es eines Tages möglich sein wird auch diese Zwangskollektive abzuschaffen. Dennoch, für die nächsten 150 Jahre sieht es wohl so aus, als dass Geld und Kapital das beste ist, was die Menschheit aufzubieten fähig ist.

    Ich darf wieder einen von „uns“, Thomas Becker, zitieren: „Die Empirie kann den Kommunismus heute nicht mehr begründen, nur noch widerlegen. Vielmehr muß heute die Idee gegen die wirkliche Bewegung verteidigt werden, die die Idee im zurückliegenden Jahrhundert für einen „real existierenden Sozialismus“ mißbraucht hat. Der Kommunismus als Idee hat sich damit in seiner entarteten Praxis als stalinistischer „Arbeiter- und Bauernstaat“ aber dennoch nicht selbst zu einer Illusion verflüchtigt, wie es seine Gegner schon immer behauptet haben. Er ist lediglich ein „Zustand“, der noch auf seine Verwirklichung wartet…“

  23. Nun, was ist die „Idee“? Es ist eine Utopie. Und irgendwo der Glaube an das Gute. An Gerechtigkeit. Freilich, man kann die Worte Kommunismus, Sozialsmus etc. nicht mögen, das tu ich ehrlich gesagt auch nicht. Nur, Du musst zugeben, dass anders als so manch einer Liberale es zu sehen vermag, der Mensch zu mehr fähig ist, als Geld zu verdienen.

  24. @ Chewey Kumpel:

    Man kanns noch deutlicher formulieren. Dazu Grigat: „Das, was „deutsch“ ist, wird in der antideutschen Kritik im Sinne einer Ideologiekritik verstanden. Es handelt sich dabei nicht um einen erblichen Nationalcharakter, sondern um eine polit-ökonomische Konstellation. Es geht nicht um eine bestimmte Mentalität, sondern um eine spezifische Form kapitalistischer Vergesellschaftung, die dann allerdings auch bestimmte, eben „typisch deutsche“ Sozialcharaktere hervorbringt.

    In Deutschland und Österreich existierte ein besonderes Verhältnis von Staat und Gesellschaft, das letztlich zur Shoah geführt hat. Diese Konstellation kann als „deutsch“ bezeichnet werden, weil sie sich in Deutschland erstmals durchgesetzt hat. Aber sie ist kein historisch oder geografisch eingrenzbares Phänomen, also weder auf den Staat Deutschland noch auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt. Daher ist das, was „deutsch“ ist, auch verallgemeinbar. Nachdem das spezifisch deutsch-österreichische Krisenlösungsmodell mit Vernichtung und Weltkrieg im Nationalsozialismus Wirklichkeit wurde, lassen sich in einem ideologiekritischen Sinne auch Vertreter der islamistischen Barbarei als deutsche Ideologen kritisieren. Sie operieren sowohl historisch als auch aktuell ganz offen mit Elementen der nationalsozialistischen Ideologie bei der Realisierung ihres Verständnisses der „Umma“, der Gemeinschaft aller Muslime.

    Dieser Umma-Sozialismus, wie man die djihadistische Mordbrennerei sowohl in Anlehnung als auch in Abgrenzung zu ihrem nationalsozialistischen Vorbild vielleicht nennen sollte, stellt heute eine existenzielle Bedrohung für Israel dar, die in Europa kaum thematisiert wird. Die antideutsche Kritik solidarisiert sich mit Israel aus der Erkenntnis, dass die Welt, so wie sie heute eingerichtet ist, den Antisemitismus immer aufs Neue hervorbringt. Der Staat der Shoah-Überlebenden steht heute vor dem Problem, dass seine militärische Abschreckung kaum noch funktioniert. Womit soll man antisemitische Selbstmordattentäter abschrecken? Wie soll man Politikern wie den iranischen Expräsidenten Rafsanjani mit Vergeltung drohen, der darüber sinnierte, dass bereits der Einsatz einer Atombombe, gezündet in der Nähe von Tel Aviv, ausreichen werde, um Israel zu vernichten, und dass dabei der Tod von Millionen Iranern als Folge eines Gegenschlages in Kauf genommen werden müsse?

    Eine militärische Intervention zur Schwächung des iranischen Vernichtungspotenzials ließe sich, wenn überhaupt, nur durch das Gegenteil von dem vermeiden, was derzeit stattfindet: konsequenten ökonomischen und politischen Druck aller maßgeblichen Staaten. Deswegen – nicht aus einer fahnentrunkenen Kriegsbegeisterung heraus – nimmt die antideutsche Kritik jedes Appeasement gegenüber den Protagonisten des djihadistischen Vernichtungsantisemitismus, wie er sich etwa bei den Anschlägen auf das World Trade Centre artikuliert hat, ins Visier. Der „War on Terror“ ist ein Krieg gegen den islamischen Faschismus. Kritisiert wird er von Antideutschen dann, wenn er nicht als solcher geführt und benannt wird.

    Darin soll sich nun Rassismus gegenüber Menschen im arabischen oder iranischen Raum artikulieren? Das Gegenteil ist der Fall: Rassistisch ist es, davon auszugehen, dass für die Menschen in diesen Gegenden klerikalfaschistische oder panarabische Diktaturen die angemessene Lebensweise darstellen und der Islam nun mal ihre Kultur sei.“

  25. @ Fünfte Internationale

    Ich würde mal so sagen: Wenn man eine Gesellschaft hat, in der kein Mangel mehr herrscht bzw. dieser von niemandem mehr als solcher wahrgenommen wird, ist der Kommunismus möglich. Insoweit wäre er tatsächlich die logische Weiterentwicklung des Kapitalismus. Aber diese Endstufe wird man nie ereichen, weil es zumindest subjektiv empfundenen Mangel immer geben wird. Und man wird sich diesem unerreichbaren Ziel gleichzeitig durch nichts so weit oder so schnell nähern wie durch den Kapitalismus. Womit dieser zwar vielleicht nicht theoretisch, wohl aber praktisch das Ende der (Wirtschafts)geschichte sein wird.

  26. Ich bin nicht so naiv wie Lenin, zu glauben, aus einem absolutistisch-feudalistischen Bauernstaat, innerhalb der nächsten 10 Jahre ein kommunistisches Paradies zu gestalten, nur wenn man genug Rot zum fließen bringt. Daran sind bisher ALLE offensozialistischen Staaten gescheitert und ich glaube, dass es auch so gut war. Wäre immernoch Kalter Krieg, ich wär zwar nicht beim Bund, aber würde tatsächlich versuchen in die französische Fremdenlegion aufgenommen zu werden. ;) Soviel dazu.

    Paul unser gemeinsames letztes Ziel ist doch eine freie, westlich geprägte Welt, wo a keiner zu hungern braucht und b sowohl kapitalismus als auch Kommunismus nach allen Regeln der Kunst kritisieren darf. Alles andere, wie sich dann diese Gesellschaftsform bezeichnet, kann uns doch scheißegal sein. :)

  27. „Nur, Du musst zugeben, dass anders als so manch einer Liberale es zu sehen vermag, der Mensch zu mehr fähig ist, als Geld zu verdienen.“

    Ich dachte, das wäre der Glaube von Konservativen.

  28. Die Nazikeule gibt es aber wirklich. ;)

    Leider haben gerade viele Menschen mit vernünftigen pol. Meinungen – ich schliesse da unsere jüdischen Mitmenschen ganz ausdrücklich in grossen Teilen mit ein – die Neigung gelegentlich auch mal bürgerlichen Politikern zu zeigen, was eine Harke ist.

    Und viele von denen sind ja keine Nazi-Säue. Zumindest nicht bewusst, LOL. Oder zunmindest nur aus „linksliberaler“ Sicht, also aus Sicht des Linksspiessers bspw..

  29. Kerner, Senta Berger und Schreinemakers (und dieser Typ ohne Eier, wie hieß der noch) würden sich in Eurer Runde pudelwohl fühlen.

  30. Ist ja ne echt nette Runde von Juden, Deutschen, Theologen und Hobby-Intellektuellen. Schön auch sehen was für gefühlvolle Lösungen für die Probleme der Welt angeboten werden in dieser netten Runde. Ich hab da mal nen paar Fragen: wer von euch Juden würde versuchen ein paar Hardcore-Nazis geduldig zu erklären was so lebenswert an eurem Glauben ist um so vielleicht nur einen davon zu überzeugen das seine Meinung falsch ist? Wer von euch Nazis würde nach einer Schlacht wie Stalingrad noch behaupten man müsse die Vorherrschaft der arischen Rasse unter allen Umständen durchsetzen? Wer von wäre überhaupt dazu bereit seine Kraft oder vielleicht sein Leben zu opfern nur damit es anderen Menschen vielleicht besser geht? So wie sich hier die meisten äußern geht’s nur darum mit seinen eigenen Standpunkt zu prahlen, denn ein Mensch der einmal gesehen hat wie ein Leben sinnlos geopfert wird und wo so stupider Hass hinführt, würde nicht solch hirnrissige, einseitige Grütze von sich geben. PS:Es werden sich schon die Richtigen angesprochen fühlen

  31. @ Ihr seid ein Witz

    Was wollen uns diese Worte sagen?

  32. Der Abschaum von Fakten und Fiktionen schwappt hier herüber.

  33. News in diesem Fall:
    Der von allen Sinnen verlassene Kewil hat die Leserkommentare gelöscht, nachdem ich gestern darauf aufmerksam machte, dass auch ein PI-Gastautor („.D.N.Reb“) (PI ist ja eine angeblich judenfreundliche Seite) ordentlich mithetzte und sich auch auf Nachfrage hin anmaßte, als Deutscher den jüdischen Verbänden gute Ratschläge erteilen zu wollen. Es sei schlimm, so D.N.Reb, wie sich manche Juden hierzulande benehmen.
    Da hat Kewil wohl für seinen Kumpel (und auch für sich selbst) die Notbremse gezogen.

  34. @ Ralf

    Lustig. Da hat der Zauberlehrling wohl die Kontrolle verloren. :-)

  35. Ich will die Hoffnung nicht ganz aufgeben, dass irgendwann ein Verfahren gegen den Naziblogger kewil nach §130 StGB (Volksverhetzung) eingeleitet wird. Vielleicht googelt ein fleißiger Staatsanwalt dann auch mit den relevanten Suchbegriffen ein bisschen im Internet herum.

    Das Problem ist nämlich, dass kewil manchmal Wochen oder Monate nach Erscheinen seiner Artikel diese still und heimlich ändert, ohne die Änderungen kenntlich zu machen. Möglicherweise in der Erwartung, dadurch einer Strafverfolgung zu entgehen.

    Hier nun ein Beispiel, das ich gerne „aktenkundig“ machen möchte, bevor er die Spur verwischt:

    http://kewil.myblog.de/kewil/art/236079032

    Wir sehen unter der Überschrift „Kanada verliert wegen Einwanderern seine Identität“ eine Karikatur aus dem frankophonen Kanada. Ein Mann mit der Ahornflagge auf dem Rücken, in etwa das kanadische Gegenstück zum „deutschen Michel“, deutet mit entsetztem Gesichtsausdruck auf eine Gruppe von fünf nach Barttracht und Kleidung als muslimisch zu identifizierenden Personen. Er sagt: „Hier seht ihr nun das Resultat eurer multikulturellen Ideologie!“

    Der Angesprochene ist durch Kopfbedeckung und die unter den Rockschößen herabhängenden Gebetsfäden eindeutig als frommer Jude gekennzeichnet. Er antwortet: „Unsere Absichten waren gut. Wir taten es nicht für sie, sondern um euch zu schaden.“

    Demnach sind also die Juden schuld an der muslimischen Einwanderung, weil sie damit bezweckten, der kanadischen Mehrheitsbevölkerung zu schaden. Überflüssig zu erwähnen, dass diese Karikatur ansonsten keine Verbindung zu dem angeblich thematisierten Artikel aus der FAZ aufwies. Ebenfalls überflüssig zu erwähnen, dass kewil Kritik an der Auswahl dieser Karikatur sofort rabiat und wortlos weglöschte (er ist nun mal wie seine nazistischen Vorbilder Goebbels und Streicher im Grunde ein Feigling.)

  36. @ Silver Surfer

    Sehr interessant! Da möchte man gar nicht wissen, auf welchen Seiten er solche Karikaturen auftreibt.

  37. Weitere Beispiele:

    http://kewil.myblog.de/kewil/art/236743652

    Hier tobt kewil, dass es der Zentralrat der Juden gewagt hat, dem hessischen Ministerpräsidenten eine Nähe zur Rhetorik der NPD vorzuwerfen. O-Ton kewil: „Zentralrat der Juden eine der verlogensten Propaganda-Einrichtungen dieser Republik“, „Jedem Leser muß klar sein, daß der Zentralrat der Juden im Endeffekt jegliche Sorte von Einwanderung – legal, illegal, scheißegal – nach Deutschland unterstützt, je mehr, desto besser, um die „Doitschn“ klein zu halten.“

    Die Stammleser lassen sich denn auch nicht lange bitten:

    Der erste Kommentar: „jhunyadi (8.1.08 10:18)
    Ach, warum hat nur der blöde Afghane in Frankfurt den Rabbiner niedergestochen, es gibt doch so viel lohnendere Ziele… “

    Der zweite Kommentar: „D.N.Reb / Website (8.1.08 10:20)
    Ich frage mich immer schamerfüllt, ob ich Antisemit bin, wenn ich denen am liebsten in die Fresse hauen würde.

    Natürlich nur virtuell.“

  38. Und hier:

    http://kewil.myblog.de/kewil/art/237627836/#readon

    ANFANG ZUTAAT „Vielleicht wundert sich der eine oder andere Leser, warum in der aktuellen Debatte hier immer wieder der Zentralrat der Juden abgehandelt wird. Nun, es ist ganz einfach. Ohne das Dritte Reich und die – Jahrzehnte danach entwickelte – sogenannte Nazi- und Holocaust-Keule hätten sich die politische Korrektheit und das Gutmenschentum nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, ganz anders entwickelt – oder sie wären vielleicht gar nie entstanden.“ ENDE ZITAT

    Wie sagte es einst Zvi Rex? „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen.“

  39. @ Silver Surfer

    Da kann man sich gar nicht entscheiden, wer von FF und PI wem peinlicher sein sollte. Mal gespannt, wan der eine von beiden den anderen aus der Blogroll schmeißt, weil er selbst nach den eigenen Maßstäben untragbar wird.

  40. „tyrion“ hat es für die Mehrheit der hier Schreibenden auf den Punkt gebracht:

    „Nationalsozialismus als intelektuelle Wichsvorlage für gelangweilte Leute.“

    :D

    Viel Spaß noch bei eurer Jagd auf neue Nazis. Und gut aufpassen, dass sich in eurrrrrrrrrren Schrrrrrrrrrränken kein Naaaaaaaaaazi versteckt. ;)

  41. Lese ich heute zum ersten Mal.

    Zum Glück blieb es mir bisher erspart.

    Kewil man nicht mehr toppen.

    Was er uns jetzt reingewürgt hat entspricht im Verhältnis dazu fast noch einer Streicheleinheit.

  42. @ Bernd Dahlenburg

    Aber derzeit legt er ganz schön nach. Er spuckt ja richtig Gift und Galle, und diesmal nicht nur gegen den Zentralrat, jetzt sieht er auch schon hinter Honestly Concerned die – diesmal linke – jüdische Lobby am Werk. Ist irgendwie schon sehr aufschlußreich, wie die PaläoCons allmählich die Masken fallen lassen und, nachdem sie jetzt offenbar genügend Fans auf dem Antiislam-Ticket gesammelt haben, anfangen sich die Juden vorzunehmen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis in diesen Kreisen die angebliche Israel-Solidarität aus den Blog-Bannern und About-Seiten verschwindet.

  43. […] Der antisemitische Blog “Fakten – Fiktionen”, der auch eine Rubrik über das Versailler Diktat hat, hetzt gegen den Artikel über die Arndt-Debatte in “DIE ZEIT”. Die Wochezeitung gehöre demnach der “Hamburger Systempresse” an.  Der Redakteur sei ein “politkorrekter Schmierer aus dem rotgrün versifften Feuilleton”… […]

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