Wenn das der Lehrer wüßte


Mahnende Worte kamen auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Ich hoffe, dass China seinen Einfluss in Burma nutzt, damit die notwendigen Bedingungen für ein gewaltfreies Demonstrieren und eine demokratische Entwicklung entstehen können“, sagte sie der „Zeit“.

Äh, Angie, ich glaub, Du hast da was nicht ganz verstanden: China nutzt seinen Einfluß in Burma, damit die notwendigen Bedingungen für ein gewaltfreies Demonstrieren und eine demokratische Entwicklung eben gerade nicht entstehen können. Und Du mußt jetzt tapfer sein: Das ist sein Job. Genauer gesagt der seiner Regierung, die ja auch zuhause nur an der Macht ist, weil sie dort die notwendigen Bedingungen für ein gewaltfreies Demonstrieren und eine demokratische Entwicklung schon immer genauso unterdrückt hat wie das ihre Lehrlinge jetzt in Burma tun. Und ganz ehrlich, Angie, daß gerade Du als gelernte Ossine das nicht weißt, enttäuscht dann doch ein wenig.

~ von Paul13 - Mittwoch, 3. Oktober 2007.

15 Antworten to “Wenn das der Lehrer wüßte”

  1. Free Burma!
    International Bloggers‘ Day for Burma on the 4th of October

    Blog- und Website Betreiber aus aller Welt bereiten einen Aktionstag zur Unterstützung der friedlichen Revolution in Burma vor. Wir wollen ein Zeichen für den Frieden setzen und den Menschen, die ihr grausames Regime ohne Waffen bekämpfen, unsere Sympathie bekunden. Diese Blogger haben vor, am 4. Oktober 2007 ihre normalen Blog-Aktivitäten einzustellen, um nur einen einzigen Artikel zu veröffentlichen: Ein rotes Banner mit dem Text „Free Burma!“.

    http://www.free-burma.org

  2. Wird erledigt! Auch wenn’s mir schwer fällt, mal den Mund zu halten. ;-)

  3. @ Paul

    „Und ganz ehrlich, Angie, daß gerade Du als gelernte Ossine das nicht weißt, enttäuscht dann doch ein wenig.“

    Vielleicht eine besonders raffinierte Strategie: Sie setzt China quasi in Zugzwang und könnte sich später öffentlich darüber wundern, dass China so gar nicht internationalen Gepflogenheiten entspricht. Immerhin ist sie ja beim Dalai Lama-Besuch nicht eingeknickt.

  4. @ Paul

    „Wenn das der Lehrer wüßte“

    Welcher Lehrer?

  5. @ Chewey

    Das stimmt, das mit dem Dalai Lama war für diplomatische Gepflogenheiten fast schon mutig. Schlimm genug.

    Was den Lehrer angeht, so meinte ich das chinesische Regime, von dem sich die Generäle in Burma das ganze abgeguckt haben.

  6. Paul, ich habe auch die Mühe mei Gosch zu halte, aber es ist für eine gute Sache und auch noch international. Für zwei Berufsrervolutionäre wie uns ist das Pflicht. ;)

    Eine Frage hätte ich dann doch an Free Burma.

    Ich BEWUNDEREE den Mut der G´ttesmänner die gegen das faschistische Regime aufgestanden ist. Nein, besser, ich VEREHRE ihre Tapferkeit.Ich bewege mich jetzt auf sehr dünem Eis, ich weiß, deswegen verzeihen Sie mir wenn ich taktlos in Ihren Augen wirke, das ist nicht meine Absicht, seien Sie dessen gewiss, nur, wie soll ich das Ausdrücken, war der couragierte und heldenhafte Protest der Massen nicht wirkungsvoll genug. Die Junta hat die Proteste brutal niedergeschlagen und es darf davon ausgegangen werden, dass hunderte unschuldige und völlig harmlose Menschen bestialisch von der Soldateska ermordet wurden. Meine Frage an Sie wäre, ohne die zweifellos heroischen Taten der Burmesen schmälern zu wollen: Wie stehen Sie A: Zur einer gewaltsamen Revolution innerhalb Burmas? Und B: Um die Gefahr von beidseitigen Revolutionsgräueln bzw. sogar eines post-revolutionärem Bürgerkrieges auszuschließen, zur Intervention profissioneller regulärer, disziplinirter, erfahrener, motivierter und hochtechnologisierter ausländischer Streitkräfte, wie z.b. des United States Marine Corps in Burma um das Terrorregime zu stürzen?

  7. @Fünfte Internationale: in Burma ist schon seit der Unabhängigkeit durchgängig Bürgerkrieg, seit 1948. Zeitweise hatte die Junta mit 20 Rebellengruppen zu kämpfen, heute sind es etwa eine Hand voll.
    Der wichtigste Krieg ist der der Karen und Shan um ihre Unabhängigkeit.
    Insofern könnte man nach Beseitigung der Junta den Minderheiten Autonomie gewähren und damit den Bürgerkrieg beenden. Die Bevölkerung scheint auch komplett gegen das Regime zu sein.
    Also entweder man stürzt sie militärisch oder … hm, ja, was kann man sonst tun? Boykotte? Haben eines Wissens nach noch nie was gebracht.

    Entweder Krieg oder Krokodilstränen…

  8. Oder so, recht hast, Tyrion.

  9. @ Fünfte Internationale

    Ich bin bei friedlichen Protesten gegen Diktaturen genauso skeptisch wie bei gewalttätigen gegen Demokratien. Eine Militärintervention sollte man also unbedingt als Drohkulisse in der Hinterhand halten. Aber vorher muß man – auch und gerade durch Druck auf China – versuchen, das ganze ohne Krieg zu lösen. Da sehe ich aber ehrlich gesagt schwarz. Wobei ich den „regime change“ im Sudan noch für weitaus dringender und machbarer halte, auch wenn die Medien derzeit gerade einen anderen EIndruck erwecken.

  10. Am besten die USS Tarrawa samt amphibious strike group und die USS Kitty Hawk samt ihrer Gruppe vor Burma stationieren sowie den USAF Stützpunkt in Diego Garcia in Alarmbereitschaft versetzen. Wenn die Soldateska muckt, weg mit dem Dreck.

  11. http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3456045,00.html

    Sollten die sich an den Juden vergreifen, ich glaub die IAF hätte wahre Freude daran, neue Streckenrekorde aufzustellen.

  12. Und wer stellt Streckenrekorde auf, um die christlichen Karen vor der Verfolgung durch das (buddhistische) Militär zu schützen? Manch einer nennt es auch Völkermord… Stoiber bestimmt nicht. Dieser weltweite Zusammenhalt unter Juden ist schon erstaunlich, daran sollten sich Christen vielleicht mal ein Beispiel nehmen (ich bin keiner!).

  13. Es hat nichts mit Religion ( und schon gar nicht mit dem Buddhismus ) zu tun. Faschistische Regime sind überall ziemlich gleich ( ausser dem deutschen Faschismus, aber das braucht HIER keiner zu erwähnen ), egal ob der Lack Juche oder islamische Revolution heißt. Ist der ersteinmal ab, sieht der Dreck ziemlich gleich aus.

  14. @ Tyrion

    Ja, das mit den Karen ist schon ein Armutszeugnis des Westens, denn das läuft schon seit zig Jahren so. Zumindest wirtschaftlich sollte sich da eigentlich ein gewisser Druck aufbauen lassen.

  15. Das mit dem Buddhismus habe ich nur geschrieben, weil der vom Militär als Staatsreligion festgeschrieben wurde. Und eine Friedensreligion ist er genausowenig wie alle anderen Religionen, auch wenn das der Dalai Lama als Vorbild westlicher Esoteriker sehr gut kaschiert.

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