Erboste Fans erklären Apple den iWar


Und Steve Jobs erklärt uns, wie man ein an sich tolles und ergonomisch vielversprechendes Produkt, nachdem man es zunächst durch eine gewisse Verweigerungshaltung gegenüber dem technologischen Fortschritt bei der Miniaturisierung von Kameras und der Entwicklung mobiler Datenübertragung unnötig entwertet hatte, durch einen völlig falschen Marketingansatz endgültig zur Notlandung zwingt, und das, bevor es überhaupt richtig abgehoben hat:

Steve Jobs hat anscheinend wenig Mitgefühl für seine treuesten Fans übrig. Die Zeitung „USA Today“ fragte den Firmenchef, was er denn Kunden sage, die eben ein iPhone für 599 Dollar erworben hätten, „sorry?“. Jobs Antwort: „Das ist eben Technologie. Wenn sie es heute morgen gekauft haben, solllten sie dorthin zurückgehen, wo sie es gekauft haben und mit den Leuten dort reden. Wenn sie es vor einem Monat gekauft haben, tja, das passiert eben mit Technologie.“

Falsch, lieber Steve, das passiert nicht bei Neueinsteigern in einen Markt, in dem es mit Firmen wie HTC, Nokia, Samsung und Sony Ericsson von Platzhirschen nur so wimmelt und die zusammen mit Firmen wie Motorola oder LG den Markt absolut beherrschen. Zumindest sollte es das nicht. Wer neu rein will, wo andere die Standards setzen, sollte, bis er eine gewisse Basis hat, nämlich nicht gerade der teuerste sein. Wenn das jemand wissen sollte, dann ja wohl Du, Steve, meinst Du nicht? Wäre das anders, säße ich jetzt kaum an einem Windows-Rechner.

Dabei geht es gar nicht mal um den Anschaffungspreis des iPhone, der ist entgegen der weitverbreiteten Kritik gar nicht mal so extrem hoch, wenn man ihn mit dem vergleichbarer Top-Produkte der Konkurrenz vergleicht. Aber die mit dem Erwerb verbundenen Knebelverträge an ausgesuchte Monopolpartner sind in Ländern, wo Handys immer noch über Subventionen verkauft und nicht noch künstlich teuerer gemacht werden, genauso gut wie ein Aufkleber, auf dem steht „Vorsicht, radioaktiv verseuchte Robbenbabyhautverkleidung!“

Da werde ich, obwohl ich durchaus ernsthaft mit dem Gedanken gespielt hatte, mir eines Tages selber eins zuzulegen, wohl doch noch mal über Alternativen nachdenken müssen

~ von Paul13 - Freitag, 7. September 2007.

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