Cote d’Ivoire: Ministerpräsident zurückgetreten


Abidjan – Der Ministerpräsident des westafrikanischen Staates Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste), Charles Konan Banny, ist am Mittwoch wegen des Giftmüllskandals in seinem Land zurückgetreten. „Die Situation ist sehr ernst. Daher habe ich meinen Rücktritt eingereicht“, sagte Banny bei einem Treffen mit Staatspräsident Laurent Gbagbo, der die Demission annahm und den scheidenden Premier mit der Weiterführung der Amtsgeschäfte betraute. Wegen der illegalen Entsorgung von Giftmüll im Umfeld der ivorischen Wirtschaftsmetropole Abidjan sind zwei Menschen gestorben und hunderte Menschen erkrankt.

In einer Welt voller Krisen, Kriege und Katastrophen kommt der Lichtblick der Woche aus einer Weltgegend, von der man positive Nachrichten im allgemeinen nicht gewohnt ist. Dabei ist der ursprüngliche Anlaß, ein schweres Umweltverbrechen, in keinster Weise schön, aber wenn in einem längst vergessenen Elendskontinent Regierungschefs nicht mehr nur durch Hinrichtungen, Attentate und Militärputsche oder im Rahmen von Invasionen, Bürgerkriegen oder Völkermorden aus dem Amt scheiden, sondern wie im tiefsten Westen durch verlorene Wahlen und seit neuestem sogar einen simplen Giftmüllskandal, besteht endlich Hoffnung. Willkommen in der Normalität, Afrika!

~ von Paul13 - Montag, 11. September 2006.

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