Nahost: Hisbollah will bis zum Abzug Israels kämpfen


Das Aufgebot Israels im Kampf gegen die Hisbollah wird täglich größer – 10.000 Soldaten kämpfen inzwischen im Libanon, dennoch ruft die radikal-islamische Miliz unverdrossen zur Gegenwehr auf: Erst mit Abzug des letzten Israelis sei ein Waffenstillstand denkbar.

Es ist immer wieder ausgesprochen erheiternd, was dem SPIEGEL alles so eine Schlagzeile wert ist. In diesem Fall ist es jedenfalls eine Zuckerwattenmeldung, deren spärlicher Gehalt sich beim Lesen auflöst. Denn ohne den Überfall der Hisbollah auf Israel gäbe es derzeit ja gar keine Soldaten auf libanesischem Boden, schließlich war das genau der Zustand, wie er in den 6 Jahren vor dem erneuten Ausbruch der Kämpfe bestand. Wieso also sollte Israel auf einen Vorschlag des Gegners eingehen, den dieser selbst bereits widerlegt hat?

Solange also die Hisbollah nicht klipp und klar sagt „ok, nach einem erneuten Abzug der Zionisten haben wir keinerlei weiteren Ansprüche mehr an sie, erkennen ihren Staat an und lassen sie in Zukunft in Ruhe“, solange kann sich Nasrallah sein sinnfreies Geschwätz sparen. Daß er es nicht tut und offenbar versucht, sich jetzt mit im wahrsten Sinne des Wortes Münchhausen’scher Logik am eigenen Bart aus dem Sumpf zu ziehen, ist hingegen ein gutes Zeichen. Man kann nur hoffen, daß Israel daraus die richtigen Schlüsse zieht.

~ von Paul13 - Donnerstag, 3. August 2006.

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