IDF: Qana building fell hours after strike


Nicht nur, daß von Qana aus seit Kriegsbeginn täglich zivile Ziele in Israel beschossen wurden, oder daß die Bevölkerung im Südlibanon wiederholt von der israelischen Regierung aufgefordert wurde, die Gegend für die Dauer der Kämpfe zur eigenen Sicherheit zu verlassen, und daß die IDF nichts von der Anwesenheit von Zivilisten in dem Haus mit dem angegriffenen Raketenwerfer gewußt hat, sieht es so aus, als ob die getöteten Zivilisten nicht nur indirekt zu Opfern ihres eigenen heldenhaften Widerstands geworden sind:

An IDF investigation has found that the building in Qana struck by the Air Force fell around eight hours after being hit by the IDF.

„The attack on the structure in the Qana village took place between midnight and one in the morning. The gap between the timing of the collapse of the building and the time of the strike on it is unclear,“ Brigadier General Amir Eshel, Head of the Air Force Headquarters told journalists at the Defense Ministry in Tel Aviv, following the incidents at Qana.

Eshel and the head of the IDF’s Operational Branch, Major General Gadi Eisnkot said the structure was not being attacked when it collapsed, at around 8:00 in the morning.

The IDF believes that Hizbullah explosives in the building were behind the explosion that caused the collapse.

Another possibility is that the rickety building remained standing for a few hours, but eventually collapsed. „It could be that inside the building, things that could eventually cause an explosion were being housed, things that we could not blow up in the attack, and maybe remained there, Brigadier General Eshel said.

Wer aber jetzt deswegen erwartet, daß die „Nasrallah ist der Geilste!“-Sprechchöre, die „Hisbollah? Find ich gut!“-Aufkleber, die „Nasrallah – Terrorist der Herzen“-Poster und die „Sind wir nicht alle ein bißchen Hisbollah?“-Transparente auf den Demonstrationen im Libanon wieder verschwinden und durch die Forderung nach einer Entwaffnung der Schiitenmiliz ersetzt werden, sollte sich mal im eigenen Bekanntenkreis umhören, was von den Geschichten über Mohammed al-Dura oder Huda Rhalia hängengeblieben ist.

Falls Golda Meirs Spruch, daß im Nahen Osten erst dann Frieden sein wird, wenn die Palästinenser ihre Kinder mehr lieben als sie die Juden hassen, auch für die übrigen Araber gilt, dann sind wir von diesem Ziel offenbar doch noch deutlich weiter entfernt als wir zwischenzeitlich vielleicht gehofft hatten.

~ von Paul13 - Montag, 31. Juli 2006.

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