EU-Verfassung: USA hoffen laut Juncker auf eine Schwächung Europas


EU-Ratspräsident Jean-Claude Juncker glaubt, dass die USA auf ein Nein der Franzosen zur europäischen Verfassung hoffen. […] Die USA und viele Angelsachsen hätten keine Sympathie für „die Idee einer Verfassung, diese Stärkung Europas“, sagte Juncker, der auch Ministerpräsident Luxemburgs ist. Sie wollten Europa nicht „als völlig verantwortlichen und kompetenten Akteur“ auf der Weltbühne sehen.

Natürlich würden die USA Europa gerne als verantwortlichen und kompetenten Akteur auf der Weltbühne sehen. Das Problem ist nur, daß Europa sich seit Ende des Kalten Krieges weder als sonderlich verantwortlich noch kompetent erwiesen hat. Daß man in Washington ein dermaßen unverantwortliches und inkompetentes Europa lieber schwach und zerstritten sehen will, ist daher nicht nur verständlich, sondern im Interesse des größten Teils der Menschheit leider eine traurige Notwendigkeit.

Wenn Amerika und seine Verbündeten eines hoffentlich nicht mehr allzu fernen Tages aber ihren Job erledigt und die bösen Buben aus dem Spiel genommen haben, und die Europäer somit die Welt nicht mehr in Gefahr bringen können, weil sie keine Diktatoren mehr finden, denen sie in den Allerwertesten kriechen könnten, dann kann man sich auch über die europäische Einigung endlich so freuen, wie sie es eigentlich verdient hätte. Bis dahin allerdings gilt in unserem eigenen Wohle: Divide et libera!

~ von Paul13 - Dienstag, 19. April 2005.

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