Entwicklungsländer fordern Ende von Exportsubventionen


Vor den WTO-Verhandlungen Ende des Jahres hat die G-20-Gruppe von Schwellen- und Entwicklungsländern ein Ende aller Agrar-Exportsubventionen innerhalb von fünf Jahren gefordert. „Unser gemeinsames Ziel ist, die handelsverzerrende Politik der entwickelten Länder im Agrarbereich zu beenden“, hieß es in einer am Samstag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi einstimmig verabschiedeten Erklärung. Das Ende der Subventionen würde zum Wachstum der Entwicklungsländer und deren Integration in das Welthandelssystem beitragen.

Da haben sie zweifellos recht. Es ist schon ziemlich krank, den Staaten der III. Welt einerseits als Entwicklungshilfe ein paar Brosamen hinzuwerfen, und gleichzeitig ihre Wirtschaft in den Bereichen, wo sie eigentlich schon konkurrenzfähig wäre, mit Einfuhrzöllen und Exportsubventionen wieder plattzuwalzen.

Es wird Zeit, den Entwicklungsländern endlich verbesserte Handelsbedingungen bis hin zum ungehinderten Zugang zu unseren Märkten zuzugestehen. Dies wäre nicht nur für die betroffenen Staaten besser, sondern würde uns auch zwingen, sich mit strukturellen Fehlentwicklungen unserer eigenen Wirtschaft auseinanderzusetzen.

Wichtig wäre, daß solche wirtschaftlichen Vorteile aber nur Ländern angeboten würden, die entweder bereits demokratisch sind oder wenigstens einen verpflichtenden Demokratisierungsplan vorlegen. In letzterem Fall könnte ein Schuldenerlaß nach erfolgreicher Demokratisierung ein zusätzlicher Anreiz sein.

Dies würde den Demokratien einen unschätzbaren Vorteil vor ihren nicht-demokratischen Nachbarn geben und die Herren Diktatoren zuhause wie auch vor der Weltöffentlichkeit endlich als das erscheinen lassen, was sie eh schon sind, nämlich nicht Helden des antikolonialistischen Befreiungskampfs, sondern bloß totale Versager.

Eine solche Politik der Belohnung für zivilisiertes Verhalten würde nicht nur der globalen Demokratisierung und damit auch dem Kampf gegen den Terror oder die Armutsmigration nützen, dank der daraus resultierenden belebenden Wirkung auf den Welthandel würden wir mittelfristig auch wirtschaftlich erheblich davon profitieren.

Also, worauf warten wir?

~ von Paul13 - Sonntag, 20. März 2005.

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