Schröder in Libyen: Gaddafis sanfter Händedruck


Ebenso weit liegen die beiden Herren bei der Irak-Politik und anderen internationalen Fragen auseinander. Sie sitzen sich direkt gegenüber, doch der Dialog kommt nur schwer in Gang. Gaddafi philosophiert, nur ein Abzug der US-Truppen könne mehr Sicherheit in der Region bringen. Bei aller Diplomatie weiß Schröder zu solchen Theorien kaum noch etwas zu sagen. Auch der Vorschlag, Europa und Afrika müssten sich gegen die USA vereinen, kann nur mit Mühe und viel Lächeln vom Tisch gebracht werden, so Gesprächsteilnehmer.

Vom Tisch gebracht? Mit einem Lächeln? Das hättet Ihr wohl gerne, Ihr „Gesprächsteilnehmer“. Aber da hat Gerd’s Kumpel Jacques auch noch das eine oder andere Wörtchen mitzureden. Und ich könnte mich nicht erinnern, daß der sich in der letzten Zeit für das ganze Eurabia-Geschwafel seit den 70er-Jahren entschuldigt oder es wenigstens zurückgenommen hätte. Es kam auch kein Widerspruch von ihm, als französische Politiker sich in den letzten Jahren offen für die atomare Bewaffnung der arabischen Welt oder gleich direkt gegen die Existenz Israels ausgesprochen haben. Und Joschka macht bisher auch nicht den Eindruck, als ob ihm das französische Streben nach neuer Größe bisher schlaflose Nächte bereiten würde. Nein, so einfach kommt Ihr da nicht raus, meine Herren. Ihr wolltet die Achse des Friedens. Jetzt habt Ihr sie. Mitgehangen, mitgefangen.

~ von Paul13 - Freitag, 15. Oktober 2004.

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