Afghanistan-Wahl: Millionenteurer Dilettantismus


Einen Tag nach der Wahl wächst unter den Afghanen die Empörung über die internationalen Organisatoren. Trotz eines 200-Millionen-Euro-Budgets hat das von der Uno betreute Team die historische Abstimmung fast ins Chaos gestürzt. Zwar distanzieren sich die ersten Karzai-Gegner von Aufrufen zur Annullierung, doch der Glaubwürdigkeitschaden ist riesig.

Bei all den vorhandenen und wahrlich nicht überraschenden Mängeln ist die Wahl in Afghanistan immer noch die freieste und fairste, die es je gab. Wo jeder jeden betrügen kann, besteht im übrigen auch keine Gefahr, daß nur einer alle betrügt. Ob die Kandidaten, die jetzt jammern, überhaupt in jedem Einzelfall dafür waren, daß es in Afghanistan jemals Wahlen geben würde, sei im übrigen mal dahingestellt.

Entscheidend bleiben aber vor allem 2 Fakten: Erstens gab es die ersten Wahlen in Afghanistan nur, weil die USA da reingegangen sind und die Taliban zum Teufel gejagt haben. Zweitens sieht man am Verlauf der Wahlen, was passiert, wenn man als Alternative zum US-Unilateralismus auf die Vereinten Nationen setzt. Die ganzen UNO-Fetischisten sollten da mal ernsthaft drüber nachdenken.

~ von Paul13 - Sonntag, 10. Oktober 2004.

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