Darfur-Krise: Sicherheitsrat droht Sudan mit Öl-Boykott


Der Uno-Sicherheitsrat hat die Regierung des Sudan aufgefordert, die Angriffe auf Zivilisten in der Region Darfur zu unterbinden. Sollte Karthum nicht stärker zur Beilegung des Konflikts beitragen als bisher, werde man Sanktionen gegen die für das Land lukrative Ölindustrie verhängen.

Öl-Boykott? Wow! Das wird den Völkermord in Darfur bestimmt binnen weniger Wochen beenden. Denn was hat der Sudan für eine Wahl als nachzugeben? Seine Insellage in der Südsee erlaubt eine einfache und leicht kontrollierbare Seeblockade. Die Kalaschnikows der Reitermilizen sind ohne den Nachschub an teuren HighTech-Ersatzteilen nur noch wenige Tage feuerbereit. Und die ideologische Isolation des Sudan als einzige islamisch-arabische Diktatur weltweit tut ein übriges, um jeglichen Ölschmuggel in befreundete Staaten zuverlässig ausschließen zu können.

Denn wenn schon ein Profi-Tyrann wie Saddam Hussein es während des UN-Sanktionsregimes nicht geschafft hat, auch nur einen einzigen Tanklastwagen ins Ausland zu schaffen, wie soll das dann diesen rückständigen Kameltreibern gelingen? Wie man im Falle des Irak gesehen hat, gelangen bei so einem Boykott ja auch keinerlei Luxusgüter wie Oberklasselimousinen, Swimmingpools und DVD-Player in die Hände der verantwortlichen Herrscher, während sie gleichzeitig gezwungen sind, die Versorgung der Kinder in den Krankenhäusern sicherzustellen.

Alles wird gut. Danke, UNO!

~ von Paul13 - Sonntag, 19. September 2004.

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