FDP-Chef Guido Westerwelle sagte: “Die Ära Bush war keine gute - weder für Amerika noch für jene, die sich wie ich als Freunde Amerikas verstehen.” Nach dem Terror des 11. September 2001 habe Bush einseitig auf militärische Lösungen und auf einen Abbau der Bürgerrechte gesetzt. Der Irak-Krieg habe die Uno geschwächt, das Gefangenenlager Guantanamo sei “eine Schande für all die Werte, für die gerade Amerika steht”.
Den alternativen Westerwelle-Plan aus dem Jahre 2002, dessen Umsetzung die Ba’ath-Diktatur binnen Jahresfrist gestürzt und den Irakern die Segnungen des Liberalismus gebracht hätte, konnte der Größte-Außenminister-der-nie-einer-werden-wird-aller-Zeiten inmitten all der gelb-blauen Hochglanzprospekte in seiner Aktentasche auf die Schnelle jedoch nicht finden.
Der Vizevorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Hans-Ulrich Klose (SPD), betonte: “Man kann wirklich nicht sagen, dass George W. Bush die Welt besser gemacht hätte. Im Gegenteil: Seine Tätigkeit hat wesentlich dazu beigetragen, das amerikanische Ansehen weltweit zu schädigen.”
Und was ist schon die Zukunft des Irak gegen das Gewinnen des internationalen Beliebtheitspreises beim Jahrestreffen der sozialistischen Internationale? Da hätte Bush mal besser die Prioritäten anders gesetzt. Für den Applaus von “attac” durch den gerade jeweils unter Artenschutz gestellten Diktator darf dieser dann auch schon mal ein Massengrab mehr füllen.

