Oops, Pitzke did it again
Seit Marc Pitzke nicht mehr in erster Linie über die große Weltpolitik schreibt, fallen seine Artikel nur noch durch ihre Unauffälligkeit auf. Sie sind weder außergewöhnlich gut noch ungewöhnlich schlecht, sie plätschern einfach so dahin, und dabei enthalten sie mitunter sogar brauchbare Informationen, ohne daß diese jedoch sonderlich wichtig oder auch nur exklusiv bei ihm zu haben wären.
Das jedoch ist offenbar schon zuviel der Belanglosigkeit, und so hat der Meister des Ressentiments - vermutlich um den etwaig aufkommenden Verdacht mangelnder Vorurteilskraft schon im Keim zu ersticken - sich mal wieder an seinem Lieblingsfeind, den amtierenden US-Präsidenten, abgearbeitet, und erinnert uns anhand dessen Rede zum Irakkrieg daran, daß Pitzke immer noch Pitzke ist.
Allerdings hat er dessen Rede offensichtlich falsch verstanden, denn Bush ist aus Mitleid mit den Irakkriegsgegnern, die es dieser Tage auch ohne seine Häme schon schwer genug haben, großzügig über eine ganze Reihe von Punkten hinweggegangen, die seine Kritiker noch dümmer hätten aussehen lassen, als sie ohnehin schon sind. Wenn Pitzke aber unbedingt darauf besteht, holen wir das hier gerne nach:
Kein Wort von den angeblichen, nie entdeckten Massenvernichtungswaffen im Irak, die als Kriegsgrund gedient hatten.
Und damit kein Wort davon, daß die meisten westlichen Geheimdienste vor Kriegsbeginn von der Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen ausgingen, kein Wort, daß bis heute niemand den Beweis bringen konnte, daß diese nicht nach Syrien geschafft wurden bzw. daß Saddam Hussein sein dazugehöriges Forschungsprogramm nach Ablauf der Sanktionen nicht wie angekündigt wieder aufgenommen hätte.
Kein Wort von den 151.000 umgekommenen Zivilisten, die das Rote Kreuz vermeldet.
Und damit auch kein Wort von der impliziten Behauptung des Roten Kreuzes, daß es sich bei den Machern der vielzitierten Lancet-Studie, die diese Zahl aus dem Bauch heraus um ein vielfaches höher ansetzt, bestenfalls um ahnungslose Vollidioten handelt, oder aber davon, daß es sich bei den Toten nicht um Opfer der US-Streitkräfte handelt, sondern um solche eben jener Terroristen, gegen die diese ja gerade kämpfen und denen die Irakkriegsgegner gerne wieder uneingeschränkten Zugriff auf die irakische Bevölkerung geben wollen.
Kein Wort von den 600 Milliarden Dollar, die der Krieg bisher gekostet hat, mit Gesamtschätzungen von bis zu vier Billionen Dollar.
Und damit zugleich kein Wort von der daraus unweigerlich resultierenden Schlußfolgerung, daß all jene Verschwörungstheoretiker, die der Ansicht waren, die USA hätten den Irakkrieg aus wirtschaftlichen Gründen begonnen, jetzt dastehen wie die letzten Deppen, deren Geschwafel selbst einem Marc Pitzke peinlich ist.
Kein Wort davon, dass Iraks Regierung auch ein Jahr nach der jüngsten US-Truppenaufstockung bei der politischen Einung des Landes keine Fortschritte gemacht hat, wie selbst Top-General David Petraeus einräumt.
Und damit kein Wort davon, daß das zähe Klein-Klein von Koalitionsverhandlungen in langweiligen Demokratien vielleicht auch ohne spektakuläre Erfolge im Autobahnbau doch den einen oder anderen positiven Nebeneffekt mit sich bringt, selbst wenn es mit dem Sex-Appeal knackiger Entscheidungen in straff durchorganisierten Dikaturen nicht konkurrieren kann, genauso wie keins davon, daß die US-Imperialisten gegenüber dem Marionettenregime in Baghdad offenbar nicht halb soviel Weisungsbefugnis haben, wie ihnen das ihre Kritiker immer unterstellen.
[...] “Dies ist ein Kampf, den Amerika gewinnen kann und muss”, sagte Bush. “Wir akzeptieren kein anderes Ergebnis als Sieg.” Wie genau der inzwischen aber aussehen soll, was das heißt, wie das militärisch definiert ist - auch davon kein Wort.
Und damit kein Wort davon, daß die Unfähigkeit, die wahrlich nicht sonderlich komplizierte Gleichung “feindliche Diktatur von der Macht entfernt + verbündete Demokratie an die Macht gebracht + Terroristen von der Macht ferngehalten = Sieg” intellektuell nachzuvollziehen, für erwachsene Menschen mit Wahlrecht, Fahrerlaubnis und Freigang ein beschämendes Armutszeugnis ist.
Also lieber Marc, wenn der Präsident das nächste Mal so nett ist, Euch aus österlichem Harmoniebedürfnis heraus ausnahmsweise mal nicht die Ohren lang zu ziehen, freu Dich einfach still darüber und reit nicht noch drauf rum. Sonst müssen wir noch mal Nikolaus vorziehen und es gibt statt Osterhasen und bunten Eiern wieder nur die Rute.



@ Paul
Da ist Pitzke wahrlich nicht der einzige, ich sehe und höre mal wieder durch sämtliche Medien nichts anderes. Heute morgen auf Radio1, Moderator an Korrspondent: “Den Deutschen war ja von Anfang an klar, dass der Irakkrieg kompletter Unfug ist, aber hat es inzwischen denn auch der durchschnittliche Amerikaner verstanden?”
Wann war das eigentlich genau, als die deutschen Medien wieder gleichgeschaltet wurden? Oder gibt es dafür noch eine andere Erklärung?
Ach Paulchen, surreal gedacht und nichts daraus gemacht. Du willst aber wirkliche jede Watschn mitnehmen, die sich hier für schlechte Gedankenwelten bietet. Aber bitte, wenn Du nie was aus Deinen alten Fehlern lernen willst:
“daß diese nicht nach Syrien geschafft wurden bzw. daß Saddam Hussein sein dazugehöriges Forschungsprogramm nach Ablauf der Sanktionen nicht wie angekündigt wieder aufgenommen hätte.”
Guter Scherz. Bloss solltest selbst Du wissen, dass zwar beide die Bath-Partei an ihrer Führungsspitze hatten bzw. haben, aber das beide sich genauso verstanden, wie Wasser und Feuer. Die Idee, dass Saddam seine Waffen ist Damascus versteckt, ist ja doch so abstruss, dass dies auch Dir auffallen müsste.
“Und damit auch kein Wort von der impliziten Behauptung des Roten Kreuzes, daß es sich bei den Machern der vielzitierten Lancet-Studie, …”
Naja, Du wolltest uns jetzt sicher Deine Quelle für die Behauptung mitteilen, dass es sich beim recht neutralen DRK um anti-amerikanische Vollidioten handelt. Selbst U.S.-Quellen gehen von 110.000 irakischen Toten aus, und bekannterweise dürften diese eher besser gerechnet sein. Wobei jedoch der gravierende Unterscheid von 40.000 Toten liegt, wäre mir fremd …
Im übrigen: dort wurde auch nicht behauptet, dass die U.S.-GI’s die Gewehrsalven ausgerichtet hätten. Zutreffend listet sie jedoch die Toten, die in der Zeit der U.S.-Besatzung umgekommen sind und an der Situation im Irak sind die USA aufgrund ihres planlosen Vorgehens nun einmal nicht ganz unschuldig. Denn Terroristen gab es bis zum Einmarsch des GI’s im Irak nicht, die sind erst in deren Gefolge dort hin eingesickert.
“Und damit zugleich kein Wort von der daraus unweigerlich resultierenden Schlußfolgerung, daß all jene Verschwörungstheoretiker, die der Ansicht waren, die USA hätten den Irakkrieg aus wirtschaftlichen Gründen begonnen, …”
Das eine schließt das andere nicht aus. Einer der Gründe war nun einmal, dass die USA ihre Tankstelle am Golf sichern wollten. Das mag Dir nicht passen, aber sind nun einmal eindeutige wirtschaftliche Gründe. Dies ist zulässig, nur sind die Mittel etwas jenseits der Zulässigkeit geblieben.
Dumm ist halt nur, wenn die Rechnung nicht aufgeht, weil man nur an die Sicherung der Quellen, nicht aber an den Rest gedacht hat. Dies ist natürlich teurer gekommen, als erwartet … aber nicht jedes Geschäft ist auch ein gutes Geschäft.
“Und damit kein Wort davon, daß das zähe Klein-Klein von Koalitionsverhandlungen in langweiligen Demokratien …”
Bloss übersieht klein Paulchen, dass es hier nicht um blosse Koalitionsverhandlungen und den fehlenden Einigungswillen der Beteiligten geht. Sondern vielmehr um handfeste ethnische Konflikte und schlicht die Existenz des Gebildes des Staates Irak. Auch dies ist jedoch eine Folge, dass man schlecht vorbereitet in den Krieg und vor allem in die nachfolgende Phase des nation building oder besser democracy buildings gegangen ist.
“genauso wie keins davon, daß die US-Imperialisten gegenüber dem Marionettenregime in Baghdad offenbar nicht halb soviel Weisungsbefugnis haben, wie ihnen das ihre Kritiker immer unterstellen.”
Es ist einfach nur dumm, dass die GI’s nicht nur den Fehler eines fehlenden Masterplanes gegangen sind, sondern das einzelne Personen bis in ranghohe Kreise die ein oder andere Dummheit ala Abu Ghraib begangen haben, die selbst die besten Absichten der GI’s insgesamt ad absurdum geführt haben. Nun fehlt ihnen leider die Glaubwürdigkeit, die noch dadurch verstärkt wird, dass insbesondere die etwas fragwürdigen Sicherheitsverständnisse einiger privaten Sicherheitsfirmen nicht vor Gericht, sondern in der Immunität endeten. So baut man weder Vertrauen noch einen Rechtsstaat auf.
@Rene
Saddam und seine Schergen waren also keine Terroristen?
Unter Saddam gab es also keinen Terror im Irak?
@Paul
“Und damit kein Wort davon, daß das zähe Klein-Klein von Koalitionsverhandlungen in langweiligen Demokratien…”
Nun ist die Lage im Irak noch schwieriger, denn die Jahre unter Saddam haben sicher einiges dazu beigetragen, dass die einzelnen Volksgruppen sich misstrauen, sich hassen und gute Gründe für Rachegelüste haben. Pitzke geht wie viele Kommentatoren nicht darauf ein, dass Saddams Diktatur tiefe Gräben in die Gesellschaft gegraben hat und dass deswegen eine Versöhnung schwierig und langwierig ist. Interessanterweise wird dieses Argument, dass Diktatur und Untedrückung Gewalt und Spannungen erzeugen, in anderen Zusammenhängen häufig benutzt.
Ja ja und unter Sadam war alles besser.
Den meisten geht es doch keinen Yard um den Iraq und Sadam oder ob es den Iraqern nun besser geht oder nicht.
Es geht einzig und alleine um die Abrechnung mit Praesident Bush.
Nicht mehr und nicht weniger. Der Iraq ist dabei doch bloss ein billiger Vorwand.
“Den meisten geht es doch keinen Yard um den Iraq und Sadam oder ob es den Iraqern nun besser geht oder nicht.”
Endlich siehst Du es ein. Weder den NeoCons ging es darum noch ihrem deutschen Pendant Paul und seinen Genossen.
Danke für die Klarstellung!!!
die veranstaltung nfbs wird noch gespenstischer, wenn man wirklich in amerika ist. alles ausgedachter schreibtisch-quatsch aus europa, der weder die konservativen noch die liberalen in den usa verstehen kann. europäische brille, wie immer in europa. kein mensch in den usa, auch keine konservativen think tanks sehen den irakkrieg alstollen erfolg an. viel spass weiter im europäischen anti-anti-amerikanischen quatschkopf-gettho.
@ nyc
Das ist ein Problem der Think Tanks, und die konservativen unter ihnen sind da nicht ausgenommen. George W. Bush ist aber erstens auch ein Mensch, und zweitens muß es gar kein toller Erfolg sein. Es muß nur ein tollerer Erfolg sein als die zur Verfügung stehenden Alternativen. BTW, was wären denn Deine?
@Schmock
Saddam ein Terrorist? Wahrscheinlich eine “Ansichtssache” - die Schädelberge werden auch gern übersehen. Traurig - aber wahr!
@Rene
Da wurden von “den meisten” gesprochen - schön zu sehen, dass bei Dir die Neocons in der Mehrheit sind ;-) Oder hast Du ein Problem mit der Logik?
@nyc
Interessantes Post, da ich selber die gleiche Erfahrung gemacht habe, nbfs 9 Monate lang aus Amerika zu lesen, von Januar bis September 2007.
Es stimmt, nbfs ist v.a. Teil eines europäischen (bzw. deutschen) Diskurses und arbeitet sich entsprechend hauptsächlich an deutschen Befindlichkeiten ab - daß man in Amerika nicht mit derselben Leidenschaft über deutschen Antiamerikanismus streitet, sollte nicht überraschen, einfach weil dieser dort letztlich wenig relevant ist.
Was aber die Diskussion über den Irakkrieg, Afghanistan, Iran und sonstiges angeht, muß ich dir widersprechen: Natürlich, die Stimmung ist tendenziell pro Abzug (2007 vermutlich eher noch mehr als jetzt), auch in dem Milieu, in dem ich mich aufgehalten habe; daß es aber niemanden gibt, der ihn unterm Strich als Erfolg ansieht (bei aller Kritik an Einzelheiten der Durchführung), stimmt einfach nicht!
“viel spass weiter im europäischen anti-anti-amerikanischen quatschkopf-gettho.”
wünsche ich auch
@ Paul
Zunächst: bevor alibaba/ S1IG sich wieder in wilden Vermutungen ergehen: ich bin NICHT “nyc”. Aber zu Ihren bemühten Bemühungen, die Rede von Hernn Bush zu retten:
- Der völlige politische (und geistige) Bankrott dieser Regierung zeigt sich darin, dass selbst ihre Feinde ihr nicht mehr zuhören. Was Bush am 5. Jahrestagung seiner glorreichen Invasion gesagt hat interessiert schlicht keinen mehr. Er ist nicht nur eine “lame duck” sondern längst “dead in the water”. Alle seine politischen Projekte sind gescheitert.
- Denn die politisch relevante Diskussion zum Irak ist schon lange nur noch: wie schnell erfolgt der Rückzug und wann sind die US-Truppen vollständig abgezogen. Dass der Irakkrieg ein Deaster ist, der mit einer Niederlage enden wird steht für die überwiegende Mehrheit de Amerikaner (und der restlichen Welt sowieso) schon lange fest. Und zwar unabhängig davon, ob nach einem langen blutigen Bürgerkrieg ein gemäßigt islamisches Regime an die Macht kommt, oder ein Vasallenstaat Irans entsteht oder der Irak zerfällt.
- Die Diskussion auf NFBS hat insofern wirklich etwas gespenstisches als dass selbst die rechten Fundamental-Konservativen in den USA nicht mehr an einen demokratischen Irak und eine liberalisierte Golfregion glauben. Ihre Bemühungen aus dem geringfügig reduzierten Gewaltniveau des Bürgerkriegs (Zahl der getöteten Iraker in der ersten Märzhälfte 2008: 560) eine Trendwende abzuleiten nimmt niemand mehr ernst. Genau so wenig, wie die hilflosen Spekulationen, dass die sagenhaften irakischen WMd vielleicht doch irgendwo in der syrischen Wüste verbuddelt sein könnten.
- Aber das entscheidende Eregbnis des Irakkrieges ist die erschreckende Erkenntnis wie angreifbar die stärkste Militärmacht der Welt ist, wenn sie versucht einen Aufstand / Bürgerkrieg in einem kleinen Land der Dritten Welt unter Kontrolle zu bekommen. Dazu eine Einschätzung von jemandem, der den Irakkrieg wirklich erlebt hat:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7303985.stm
Diese Erfahrun wird nicht nur der nächsten Admininstration, sondern auch den europäischen Verbündeten zu Denken geben - wenn es um das nächste Abenteuer geht …
@DJ (aka no more republicans)
Warum sollten ich und wann habe ich? Bisher hast Du Dich doch immer selber verraten - das war Fun pur! :-) Das Du nun extra darauf hinweisen musst, ist echt bedenklich - willst Du hier die Spaßbremse sein?
Woher willst Du denn wissen, dass die Feinde nicht mehr zuhören? Du bist bestimmt keiner! Und es interessiert schon viele Leute was Bush zum 5. Jahrestagung gesagt hat. Sonst würdest Du hier nicht so viel schreiben :-)
Der Rest Deines Beitrags zeigt nichts neues - Du sprichst da von Deiner Hoffnung auf Sieg der Terroristen und Rcükkehr zu Vorkriegszustände - nicht mehr. Und beim Rückzug der US-Truppen hat ja selbst Obama ein
HintertürchenScheunentor geöffnet. Hoffentlich wird die Abzuggeschichte nicht wieder so eine Enttäuschung für Dich.@Bruno
Ich stimme Dir zu - die Relevanz des Anti-Amerikanismus der Deutschen spielt in den USA eher eine untergeordnete Rolle. Man lacht sich eher über gewisse Statements und Standpunkte kaputt. ;-)
Die Diskussion um den Abzug gibt es - aber auch hier wird die “Meinung der Bevölkerung” in Deutschland überschätzt (meist aus Umfragen gedeutet). Wenn zum Jahrestag ein paar 100(!) Leute in den USA gegen den Krieg demonstriert haben, dann war das der deutschen MSM Schlagzeilen wert - man bedient die Klientel. Aber in der Realität war das ein Furz der “Antikriegsgegener”.
hier mein kommentar dazu:
http://jostkaiser.tumblr.com/
Soweit ich weiß, sind die größten Terrorsponsoren (und mit großem Abstand auch die dümmsten) die Saudis. Konsequenterweise hätte Bush die angreifen sollen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Bush den Irak deshalb angegriffen hat, weil er Zugriff auf das irakische Öl haben wollte, um von den Saudis unabhängiger zu sein.
Die Verachtung für linke Dumpfbacken sollte nicht so weit gehen, Bush für jede Dummheit einen Persilschein auszustellen, nur um die bloßzustellen.
Wenn man die Wahl zwischen zwei Übeln hat, nimmt man am besten keines.
@ lebowski
Bush wird kein Persilschein ausgestellt, aber den Irak anzugreifen war auch geostrategisch die beste Entscheidung, weil sowohl Syrien, der Iran als auch Saudi-Arabien daran angrenzen. Und durch einen wieder in die Weltwirtschaft integrierten Irak wäre der Westen weit weniger von saudischen Erpressungsversuchen abhängig gewesen. In NeoCon-Kreisen sieht man Saudi-Arabien nämlich nicht als Verbündeten, sondern als Feind, der 15 der 19 Attentäter des 11. September gestellt hat.
@no more republicans
Es ist interessant festzustellen, dass man offenbar ohne Ahnung von elementarer Logik Artikel bei BBC schreiben darf, siehe:
“Of the other aims, one was unobtainable because Iraq had no weapons of mass destruction to be destroyed,…”
Das Ziel war die Zerstörung der (meint aller) irakischen Massenvernichtungswaffen. Wenn wir davon ausgehen, dass der Irak keine Massenvernichtungswaffen besaß, so wurde dieses Ziel nicht nur erreicht, was impliziert, dass es erreichbar war, es war sogar unmöglich es zu verfehlen.
Der von nmr verlinkte Artikel bei BBC, behauptet der Irakkrieg habe dem Ansehen der amerikanischen Regierung sehr geschadet. Es stellt sich aber schon die Frage, wenn man beachtet was für ein gutes Ansehen ein Che Guevara, ein Jassir Arafat oder ein Kofi Annan genießt, ob es an dem Krieg lag oder nicht eher an der schwachen Öffentlichkeits- und Propagandaarbeit der amerikanischen Regierung.
@ Schmock
” … oder nicht eher an der schwachen Öffentlichkeits- und Propagandaarbeit der amerikanischen Regierung.”
Da ist was dran. Anstatt die schönen irakischen WMD einfach in der syrischen Wüste zu verbuddeln, hätten die US- Inspektoren ein paar der staunenden Weltöffentlichkeit zeigen sollen.
@ Paul
“Und durch einen wieder in die Weltwirtschaft integrierten Irak wäre der Westen weit weniger von saudischen Erpressungsversuchen abhängig gewesen.”
Jaja - und eigentlich sollte sich ja der Krieg aus den irakischen Ölexporten selbst finanzieren. Ist halt dumm gelaufen. Vielleicht bei der nächsten Entscheidung über Krieg und Frieden doch lieber jemand anders fragen? Denn die auf weltwirtschaftlichen Analysen aus “NeoCon-Kreisen” wird sich der nächste amerikanische Präsident wohl kaum verlassen wollen …
@ S1IG
Sorry guy, but you missed the point: there were NO WMD in Iraq - not before the invasion, not during the war and nobody found anything during the occupation of the last five years. Nobody believes Bushs lies anymore and so you can stop smokescreening the issue.
For further information try another site of google:
http://www.google.com/search?q=iraqi+WMD+Bush+lies&rls=com.microsoft:de:IE-SearchBox&ie=UTF-8&oe=UTF-8&sourceid=ie7&rlz=1I7GFRC
@DJ (aka no more republicans)
Netter Versuch von Deine Märchen mit den “US Inspektoren” abzulenken ;-)
Aber nach Deiner Mär gab es WMDs, die durch Inspektoren in der Wüste versteckt wurden - willst Du nun Deinen eigenen Unsinn bestreiten und wieder versuchen andere Lügen strafen? Du solltest Dich mal entscheiden :-)
@ S1IG (aka sEIN(S) Infantiles Geschwätz)
Da Sie es auf Englisch offensidchtlich nicht verstanden haben: ich muß keinen anderen Lügen strafen - das hat die böse Geschichte schon für mich erledigt.
Bush wird in selbige eingehen als der Präsident, der die USA gezielt in eien Krieg gelogen hat - und diesen dann glorreich verlor. Niemand bestreitet diesen Sachverhalt noch ernsthaft - abgesehen vielleicht von den Autoren, die hoffen mit ihren Werken in die G.-W.-Bush library aufgenommen zu werden. Aber wer liest schon so was …
@DJ (aka no more republicans)
Lach - ich habe Deinen Unsinn schon verstanden und lasse es mit den “Lügen”. Damit bist Du in der Vergangenheit nur auf die Fresse gefallen - Dein Unterkiefer ist praktisch Matsch!
Der einzige der hier versucht hat
LügenMärchen zu verbreiten - bist Du (Stichwort US Inspektoren). Da hast Du Dir mal wieder ins Knie geschossen - Du bis ein Diskussions-Krüppel :-)P.S. Das mit den Akronymen macht Dir immer noch zu schaffen - manche Sachen ändern sich nie LOL
@ S1IG (SonderEINSatz ignorant + gelogen)
I)
Nur um Sie ein bißchen zu ärgern: Here’s what Bush said / Bush’s Claim / Reality
1) “Our intelligence officials estimate that Saddam Hussein had the materials to produce as much as 500 tons of sarin, mustard and VX nerve agent.”
State of the Union Address – 1/28/2003
Iraq has 500 tons of chemical weapons: Sarin gas, Mustard gas, VX Nerve agent
Not True: Zero Chemical Weapons Found
Not a drop of any chemical weapons has been found anywhere in Iraq
2) “U.S. intelligence indicates that Saddam Hussein had upwards of 30,000 munitions capable of delivering chemical agents.”
State of the Union Address – 1/28/2003
Iraq has 30,000 weapons capable of dumping chemical weapons on people
Not True: Zero Munitions Found
Not a single chemical weapon’s munition has been found anywhere in Iraq
3) “We have also discovered through intelligence that Iraq has a growing fleet of manned and unmanned aerial vehicles that could be used to disperse chemical or biological weapons across broad areas.”
State of the Union Address – 1/28/2003
Iraq has a growing fleet of planes capable of dispersing chemical weapons almost anywhere in the world
Not True: Zero Aerial Vehicles Found
Not a single aerial vehicle capable of dispersing chemical or biological weapons, has been found anywhere in Iraq
3) “Evidence from intelligence sources, secret communications and statements by people now in custody reveal that Saddam Hussein aids and protects terrorists, including members of Al Qaida.”
State of the Union Address – 1/28/2003
Iraq aids and protects terrorists, including members of Al Qaeda
And implied that Iraq was somehow behind 9/11
Not True: Zero Al Qaeda Connection
To date, not a shred of evidence connecting Hussein with Al Qaida or any other known terrorist organizations have been revealed.
(besides certain Palestinian groups who represent no direct threat to the US)
4) “Our intelligence sources tell us that he (Saddam) has attempted to purchase high-strength aluminum tubes suitable for nuclear weapons production.”
State of the Union Address – 1/28/2003
Iraq has attempted to purchase metal tubes suitable for nuclear weapons production
Not True: The International Atomic Energy Agency (IAEA) as well as dozens of leading scientists declared said tubes unsuitable for nuclear weapons production — months before the war.
5) “Satellite photographs reveal that Iraq is rebuilding facilities at [past nuclear] sites.”
Bush speech to the nation – 10/7/2002
Iraq is rebuilding nuclear facilities at former sites.
Not True: Two months of inspections at these former Iraqi nuclear sites found zero evidence of prohibited nuclear activities there
IAEA report to UN Security Council – 1/27/2003
6) “The British government has learned that Saddam Hussein recently sought significant quantities of uranium from Africa.”
State of the Union Address – 1/28/2003
Iraq recently sought significant quantities of uranium from Africa
Not True: The documents implied were known at the time by Bush to be forged and not credible.
7) “We know he’s been absolutely devoted to trying to acquire nuclear weapons, and we believe he has, in fact, reconstituted nuclear weapons.”
VP Dick Cheney – “Meet the Press” 3/16/2003
Iraq has Nuclear Weapons for a fact
Not True: “The IAEA had found no evidence or plausible indication of the revival of a nuclear weapons program in Iraq.”
IAEA report to UN Security Council – 3/7/2003
8) “We gave him a chance to allow the inspectors in, and he wouldn’t let them in.”
Bush Press Conference 7/14/2003
Iraq’s Saddam Hussein refused to allow UN inspectors into Iraq
Not True: UN inspectors went into Iraq to search for possible weapons violations from December 2002 into March 2003
Um Rio Reiser zu zitieren: … aber sonst alles Lüge!”
II)
Was ich nicht verstehe, ist Ihre Bemerkung zu den US-Inspektoren: wenn die die ganzen irakischen WMD nicht in der syrischen Wüste verbuddelt haben, warum haben sie denn nicht ein paar von den nuklearen Gefechtsköpfen, mobilen biologischen Labors und nervengasgefüllten Langstreckenraketen präsentiert? Ober habe ich da in den Abschlussberichten von Kay + Dülfer etwas überlesen?
Erzählen Sie doch noch ein bißchen von den schrecklichen irakischen WMD, die Saddams Elitetruppen im Frühjahr 2003 gegen die vorrückenden Invasionstruppen eingesetzt hat. Wäre das nicht ein schöner plot für Rambo-V ?
Und war die intensive (und erfolgreiche!) Suche nach den bösen WMD der Grund dafür, dass man die Invasion + Besetzung mit so wenig Bodentrupen durchgeführt hat? Weil man die Ressourcen für die Inspektorenteams brauchte?
Und der Krieg ist so erfolgreich verlaufen, weil die Bush-Administration sich auf alle Aspekte des Besatzungsregimes so sorgfältig vorbereitet hat, wie auf die Suche nach den WMD - von denen man ja wußte, wo sie versteckt waren.
Oder sind diese ganz geheimen WMDs kurz vor der Beschlagnahme durch die Befreier von AQiI + Ansar el Islam in kleine handliche Komponenten zerlegt und mittels Eselskarawanen über die Berge in den Iran geschmuggelt worden, wo sie direkt neben den irakischen Atomwaffen verbuddelt worden sind - um den amerikanischen Bomberpiloten ihren schweren Job ein bißchen zu erleichtern?
Sie als Experte für erfolgreiche Invasionen und Bürgerkriege - lassen Sie uns doch an ihrem Fachwissen teilhaben. Oder mein Tipp: die nächsten zwei, drei Regierungsperioden wegen erwiesener Unfähigkeit einfach mal die Klappe halten.
Stern: Doch auch Sie selbst glaubten bis kurz vor Kriegsbeginn, Saddam Hussein habe Massenvernichtungswaffen.
Blix: Daraus sind Waffen des Massen-Verschwindens geworden. Da lagen alle Geheimdienste ziemlich falsch
Stern: Auch der deutsche BND?
Blix: Ja. Der deutsche Geheimdienst ging davon aus, dass der Irak über mobile Biowaffenlabors auf LKWs verfüge. Und auch die deutsche Regierung war ja offenbar überzeugt, es gebe noch Massenvernichtungswaffen im Irak. Diesen Eindruck hatte ich nach einem langen Gespräch mit Außenminister Fischer.
Stern 02.24.04
Five years after the US invasion of Iraq, intelligence agency failures in the run-up to the war are once again taking center stage. Germany’s foreign intelligence agency, the Bundesnachrichtendienst (BND), provided the Bush administration with critical — and questionable — information regarding alleged mobile biological weapons laboratories, according to former US government officials.
http://www.spiegel.de/international/world/0,1518,542708,00.html
Eine Frage bleibt aber unbeantwortet: Wo sind die Waffen geblieben die die UN Inspektoren bei ihrem rausschmiss hinterlassen haben?
Also nmr/Anton als Verbreiter der einzig richtigen Wahrheit:
Wo sind die Waffen geblieben? Weggezaubert?
Lass uns teilhaben an Deinen unendlichen Weisheiten?
Klaere uns boese verblendete auf? Wo hat Dein Freund Sadam das ganze Zeug,das nachweisslich beim Abzug der Inspektoren vorhanden war, gelassen?
Ach ja wir warten immer noch auf den Masterplan fuer den Frieden in Nahen Osten der auch von der Hamas und dem Rest der Palis akzeptiert wird.
Da Du ja gerne kritik uebst und alles besser weisst wollen wir nun endlich von Dir was hoeren. Wenn nichts kommt, wovon ich ausgehe, bleibst Du wohl nichts anderes als ein Schwaetzer.
Schon klar - Du verstehst nicht - warum ist das keine Überraschung?
1. US-Inspektoren? Da bringst Du ein weiteres Mal was durcheinander…
2. Wenn Du erneut behauptest, dass “Inspektoren” WMD in der Wüste verbuddelt haben (Syrien oder wo Du Deinen Unsinn ansiedelst), dann gab es nach Deiner Meinung WMDs - ohne WMDs kein Verbuddeln… Oder willst Du uns nun erklären, dass Du da schöne
ScheißeMärchen verbreitet hast?Die Kopie aus dem buzzflash-netzwerk hat nur einen Fehler - die “Claims” wurden von den Autoren erfunden und die Worte der offiziellen Aussagen verdreht. Solche Taktiken sind von Göbbels und Schnitzler bekannt - mit solchen Methoden wurden die “Volksfeind” oder die “Konterrevolution” immer mal gern diskreditiert. So was nutzt Du natürlich für Deine “Argumentation”. Und mit solchem Propaganda-Kram willst Du Leute ärgern? Try harder! LOL
P.S. Schön zu sehen, dass Du immer noch unfähig bist Acronyme richtig zu verstehen. In letzter Zeit ist die Ausbeute der Jagdgesellschaft ganz schön schwach und Du bist scheinbar schön angepisst. DJ - Du bist amüsant wie immer! :-)
@Auslaender
Wenn David Kay nun offiziell vom Versagen des BND spricht - das will der DJ nicht hören. Aber mit Kay ist er ja schon in der Vergangenheit auf die Fresse gefallen - ich sage nur: Matschfresse. Ein wirrer
LügnerSchwätzer ist er auch - als hätte er die Reports von Kay und Duelfer gelesen - damit hat er sich schon im letzten Jahr einen Schuß ins Knie verpasst :-)Was haltet ihr davon? Der neue Polizeichef Fallujas ist ein ehemaliger Millizionär von Saddams Republikanischer Garde und seine Methoden haben sich nicht geändert.
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/03/23/AR2008032301990_pf.html
Eigentlich bin ich ja ein Befürworter der Demokratisierung des Iraks, aber das könnte man als eine Bankrotterklärung der Demokratie betrachten.
@ S1IG (aka Mr./Mrs. Gift & Galle)
LOL!
1.) Ironie soll Ihnen jemand anders erklären.
2.) Den Quatsch über irakische WMD in der syrischen Wüste haben Paule & Co. erfunden - also nicht ablenken.
3. Was Bushs Lügen betrifft, so müssen Sie sich mal entscheiden: wurden seine state-of-the Union-adress(es) von Schnitzler oder von Goebbels gehalten?
Aber das ist auch gar nicht mehr wichtig. Denn genau 3 Tage nach den ersten fünf Jahren Krieg im Irak zeigt eine Zahl, wie vollständig Bush und seine NeoCons gescheitert sind:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7310924.stm
Es gibt deshalb heute nur noch zwei Möglichkeiten:
1. Bush war ein größenwahnsinnigher Schwachkopf, der einen Krieg vom Zaun gebrochen hat, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.
2. Bush ist korrupt bis ins Mark und hat einen blutigen und aussichtslosen Krieg angefangen, weil sich an ihm seine Sponsoren (= die Energiekonzerne und die Rüstungsindustrie) dumm & dämlich verdienen.
Your choice.
@Tyrion
Keine Frage - ein bedenkliches Beispiel. Deswegen aber den ganzen Prozess in Frage stellen? An keiner Stelle wurde behauptet oder vorausgesagt, dass von heute auf morgen der Irak zu einer Musterdemokratie wird. Ich würde den Artikel nicht unebdingt das ganze Land beziehen. Das würde die These von der “Demokratie-Unfähigkeit der Araber” (die einige Leute immer wieder gern bringen) stützen. Dieser (für die MSM) “good News”, stehen Berichten von Yon, Totten oder Roggio entgegen. Die Iraker wollen Frieden und Demokratie - und in so einer müssen sie sich mit solchen Personen wie diesem “Polizeichef” auseinandersetzen.
@DJ (aka no more republicans)
Gift und Galle: wie schon oft erklärt - nicht immer von Dir selbst auf andere Personen schließen. Das mit den Acronymen bereit Dir offensichtlich arge Probleme. Wieder vorbei DA! Nicht ärgern! :-)
Neue Ausrede für die “US Inspektoren”? Versuchst ganz schön spät die Kurve zu kratzen, Dein Karren lieg schon ne ganz Weile im Dreck!
Wer lenkt denn ab? Damit hast Du begonnen - nur Du hast WMDs in der syrischen Wüste “vergraben” - Probleme mit dem Gedächtnis? Scroll back Mr.DJ! :-)
Wohl von keinem der beiden - Du solltest doch wissen, dass Dein Vorbilder schon ne Weile unter der Erde liegen… Langsam machst Du mir Sorgen - ist das jetzt schon das Alter? :-)
@ Tyrion
Wenn man die ganzen alten Ba’ath-Kader rausschmeißt und so in den Wioderstand drängt, ist das dumm und naiv und ein Beweis der Unfähigkeit der amerikanischen Siegermentalität, sich in andere Kulturen hineinzuversetzen und schadet der Versöhnung der Volksgruppen. Liest man überall und immer wieder.
Wenn man sie hingegen nicht rausschmeißt, ist es eine Bankrotterklärung der Demokratie. Wie die Amis es auch machen, es ist falsch. Es wäre irgendwie schön, wenn sich die Kritiker der US-Politik im Irak mal auf einen Standpunkt einigen und den dann konsequent durchhalten könnten. Das würde die Kritik irgendwie glaubwürdiger machen.
Damit meine ich jetzt gar nicht mal Dich, aber ich finde gerade im Fall Falludscha die diesbezüglichen Kehrtwendungen der Kritik an den USA allmählich vorsichtig ausgedrückt etwas unübersichtlich. Wobei die Kriegsgegner die Iraker solchen Mördern nicht nur überlassen, sondern sie ihnen erst gar nicht wegnehmen wollten.
Nein Paul,
nicht beides ist falsch, sondern das über einen Kamm scheeren und deshalb haben dies die U.S.-Verwalter auch nicht gemacht. Sie haben ja teilweise altes Personal übernommen - alles andere wäre überhaupt nicht möglich gewesen. Nur muss man halt einen Auswahlprozess nach Leistungskriterien abhalten und mal schauen, ob sie nicht aufgrund ihrer früheren Tätigkeit wahlweise vor Gericht gehören oder schlicht aus anderen Gründen in einer öffentlichen Verwaltung nix zu suchen haben.