Schmitz’ Schuhwerk
Nicht mit Diktatoren verhandeln, keine Schwäche zeigen gegen die Bösen der Welt. Das war lange das Credo der Bush-Regierung. Nun zeichnen sich freiwillig und unfreiwillig deutliche Korrekturen ab: im Umgang mit Iran, Syrien – und vor allem Nordkorea.
Sehr aufschlußreich. Demnach war das Credo der Gegner der Bush-Regierung also “Mit Diktatoren verhandeln, Schwäche zeigen gegen die Bösen der Welt.” Schön, daß wir das endlich geklärt haben. Nur für den Fall, daß noch mal irgendein NeoCon-Fresser es wagen sollte, nach diesem quasi offiziellen Geständnis den Frontverlauf noch in Zweifel zu ziehen. Jeder zieht sich eben die Stiefel an, die er mag.





tja wir hatten es immer gesagt aber niemand glaubte uns…
Paul – treffend erkannt! Wieder mal einer, der versucht hat mit Dreck zu werfen und es in die eigene Fresse bekommen hat. Bitter, aber gerecht! ;-)
Und da meinte doch einer Printjournalismus sei die Suche nach dem richtigen Wort. So ein Horst!
@ Paul
Aus den außenpolitischen Weisheiten von dubya:
“Die Erkenntnisse aus dem NIE seien eine einmalige Gelegenheit, die Weltgemeinschaft zu härteren Sanktionen anzuhalten, insistiert Bush – denn das Einlenken Irans zeige ja, dass es auf Druck reagiere.”
Dazu kontrafaktisch zu sagen wäre geschmeichelt. Wenn die letzte NIE zum iranischen Nuklearprogramm etwas gezeigt hat, dann dies:
- die USA verfügen über keine zuverlässigen Informationen zu internen Entscheidungen der iranischen Regierung und schon gar nicht zu geheimen Forschungs- und Rüstungsprogrammen.
- die Bush-Administration nimmt Geheimdienstinformationen, die ihren außenpolitischen Zielsetzungen gefährden (könnten) allenfalls widerwillig zur Kenntnis.
- Auf die offizielle Propaganda der Bush-Administration à la “Dritter Weltkrieg” ist geschissen. Man sollte nicht so weit gehen und prinzipiell immer das Gegenteil von dem annehmen, was Bush behauptet – aber als Arbeitshypothese …
Was den Fall Iran angeht bleibt es bei meiner Prognose: kein militärischer Angriff auf das Nuklearprogramnm bis Ende 2008. Wegen Irak, Afghanistan – und jetzt auch, weil die Geheimdienste die notwendigen Propagandalügen nicht (mehr) liefern werden.
Anton