Steinbeschuß aus dem Glashaus
Bezüglich der oft ziemlich selbstgerechten Kritik “linker” demokratischer Kriegsgegner an “rechten” republikanischen Kriegstreibern wären angesichts der Krieg-und-Friedens-Bilanz bisheriger amerikanischer Präsidenten eigentlich mal ein paar deutliche Worte angebracht. Victor Davis Hanson hat glücklicherweise bereits die richtigen gefunden:
We are presently fighting two simultaneous wars under a conservative Republican administration. And that too is fairly rare in the last 100 years, and far more challenging. Woodrow Wilson, Franklin Roosevelt, Harry Truman, John Kennedy, Lyndon Johnson, and Bill Clinton all at times proved bellicose, bypassed Congress if needed be, and (with the exception of LBJ) largely got a pass from the Left. World War I, Korea, and Vietnam were all controversial in their time. Apparently, the intelligentsia and media felt that no liberal Democrat could possibly have preferred war, and had only fought when forced to — despite the use of Democratic preemption in a variety of instances.
Daß Bush mit den Kriegen gegen faschistische bzw. religiöse - also in jedem Fall reaktionäre - Diktaturen letztlich eine progressive Agenda durchgesetzt hat, bestätigt dabei nur, daß an der Theorie, in einer Demokratie könne die Linke einfacher die Kriege führen und die Rechte leichter den Frieden schließen, doch irgendwas dran sein muß.



Eine Antwort hinterlassen