Vive la France!

The single best symbol of the change in France is the appointment of Bernard Kouchner to the post of foreign minister. Had the Socialist Party won the election, it is highly unlikely that such a distinguished socialist would ever have been allowed through the doors of the Quai d’Orsay. (Yes, comrades, history actually is dialectical and paradoxical.) In the present climate of the United States, a man like Kouchner would be regarded as a neoconservative.

Obwohl sich mit Andre Glucksmann ja bereits einer der klügsten Köpfe Europas für Sarkozy als französischen Präsidenten ausgesprochen hatte, vermochte ich nach all den schlechten Erfahrungen mit den düsteren Chirac-Jahren bisher nicht so recht in die auch in liberalen Kreisen vorhandene Begeisterung für einen anderen Gaullisten einstimmen.

Doch so wie es aussieht, scheint sich bei unserem Nachbarn tatsächlich ein außenpolitischer Kurswechsel anzudeuten, der mich tatsächlich dazu veranlassen könnte, die “Freedom Fries” in meinem persönlichen Sprachgebrauch wieder in “Pommes Frites” umzubenennen. Alleine der Coup mit der Besetzung des Außenministeriums ist ein genialer Schachzug.

Auch wenn man natürlich abwarten muß, was am Ende wirklich vom anfänglichen Enthusiamus übrig bleibt, so läßt dies doch wie auch manche Äußerung von Sarkozy selbst zumindest hoffen. Und wer weiß, vielleicht kommt nach dem Ausscheiden von Bush, Wolfowitz & Co. die Revolution am Ende zur Abwechslung mal wieder aus Frankreich statt Amerika.

Die lustige Vorstellung, daß eine Präsidentin Clinton gerade von Chirac’s Nachfolger zum Jagen getragen werden könnte, ist jedenfalls die Gefahr einer Enttäuschung durchaus wert. Und auf die Briten kann man diesbezüglich ja leider nicht mehr bauen. Denn die müssen einen Giganten wie Tony Blair ersetzen, und haben dafür nur einen Gordon Brown.

~ von Paul13 am Donnerstag, 31. Mai 2007.

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