Von Canicatti nach Haditha
Wie es scheint, habe ich mich in meinem Text zu den Vorfällen in Haditha ein wenig unklar ausgedrückt und zudem vergessen die Quellen zu erwähnen. Peinlich, peinlich, wie konnte das nur passieren? Sowas aber auch! Na, dann wollen wir den kleinen Lapsus mal schleunigst korrigieren:
Also, bevor das jetzt zu weiteren Mißverständnissen führt, das angesprochene Massaker fand in einem kleinen Ort namens Canicatti statt. Der liegt streng genommen nicht im Irak, sondern auf Sizilien. Auch waren die Opfer keine Araber, sondern Italiener. Und das ganze liegt auch schon ein wenig zurück, und zwar über 60 Jahre. Um genau zu sein, geschah es im Juli 1943. Der dazugehörige Krieg war der II. Weltkrieg. Dokumentiert ist das ganze in der Wikipedia. Eine etwas abweichende Schilderung, die aber den Vorfall als solchen nicht in Frage stellt, findet sich zudem hier.
So, und jetzt wollen wir mal nachschauen, ob es irgendjemand außerhalb der rechtsradikalen Szene wagt, verbrecherische Einzelfälle wie diesen oder auch die Ermordung Kriegsgefangener im Biscari-Massaker (ebenfalls während der Operation “Husky”) zu instrumentalisieren, um einen gerechten Krieg als solchen zu delegitimieren. Falls doch, findet die ausgewogener Berichterstattung oder proamerikanischer Umtriebe sonst garantiert unverdächtige linke Wochenzeitung “Freitag” für diesen Fall deutliche Worte, um die Relationen wieder zurechtzurücken.



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