Massakervorwürfe gegen US-Soldaten: “Schlimmer als Abu Ghureib”
Nach einem Attentat auf amerikanische Truppen, bei dem ein US-Soldat getötet wurde, sollen amerikanische Marineinfanteristen in mehrere Häuser in dem Ort am Euphrat eingedrungen und wahllos auf jeden geschossen haben, der ihnen in den Weg kam.
Während die Umstände der Vorgänge in Haditha noch ungeklärt sind, weil die Ermittlungen derzeit noch laufen, steht bei einem weiteren Vorfall inzwischen zweifelsfrei fest, daß es sich um ein Massaker der US-Streitkräfte handelt. Amerikanische Soldaten eröffneten dort grundlos das Feuer auf eine Gruppe unbewaffneter Zivilisten und töteten dabei bis zu einem Dutzend Menschen, darunter mindestens ein, möglicherweise aber sogar 6 Kinder. Die Verantwortlichen versuchten den Fall hinterher zu vertuschen.
Daraus ergeben sich mehrere Dinge. Hier handelt es sich um ein auch nicht durch Streß und Angst zu entschuldigendes grausames Verbrechen. Wer wehrlose Kinder ermordet, steht auf einer Stufe mit Sarkawis Terroristen und Saddams Schlächtern. Diejenigen Zeitgenossen, die kein Problem mit der Todesstrafe haben, hätten hier eine gute Gelegenheit, nach dem elektrischen Stuhl zu rufen. Diejenigen, die das nicht tun, sollten wenigstens wünschen, daß die Schuldigen den Rest ihres Lebens mit dem Stigma “Kindermörder” im Knast verrotten. Außerdem sollte man in solchen Fällen die Verantwortlichen am besten auch noch wegen Hochverrats anklagen, weil sie nicht nur den Opfern selbst, sondern auch den außenpolitischen Interessen der Vereinigten Staaten schweren Schaden zugefügt und dadurch indirekt die Sicherheit amerikanischer Staatsbürger gefährdet haben.
Was sich allerdings nicht daraus ergibt, ist, daß wegen der Untaten einzelner deswegen auch gleich der gesamte Krieg zur Befreiung eines Landes ein Fehler gewesen ist. Dies nur, um den unbedarften SPIEGEL-Leser vor irgendwelchen falschen Schlußfolgerungen und dem damit verbundenen Versinken im revisionistischen Treibsand zu bewahren.



[...] Plan rufen würden. Und drittens ist nicht ersichtlich, wieso selbst ein Kriegsverbrechen wie das hier aufgeführte einen gerechten Krieg (was ein Krieg einer Demokratie gegen eine Diktatur übrigens ganz [...]