German tabloid demands apology from Queen for wartime air raids

Yesterday Bild, which sells nearly 4m copies a day, ran an essay by the revisionist German historian Jörg Friedrich in which he attacked Britain’s destruction of Dresden as “senseless”. The “massacre” of 50,000 German civilians during the devastating allied raids contributed nothing to the allies’ victory over Hitler shortly afterwards, he wrote.

Da lobt man ausnahmsweise mal die BILD-Zeitung wegen ihre mutigen öffentlichen Bekenntnisses zu George W. Bush, und kurz darauf bringt sie einen Hammer, der einen das gleich wieder bereuen läßt. Da verlangt sie doch tatsächlich von der Queen eine Entschuldigung dafür, daß man das Nazipack unter anderem auch mit Luftangriffen zum Teufel gejagt hat.

Bei allem Verständnis und Mitleid für die Opfer war der strategische Bombenkrieg anders als der Bau von Gaskammern und Massenerschießungen damals ein absolut zulässiges und nicht außergewöhnliches Mittel der Kriegsführung. Im nachhinein weiß man natürlich immer alles besser, aber nur weil man heute Kriege anders führt, heißt das noch lange nicht, daß die Entscheidung aus damaliger Sicht falsch war.

Daß wir im Zeitalter von Präzisionsbomben und Marschflugkörpern in der Lage sind, die sogenannten “Kollateralschäden” bei militärischen Auseinandersetzungen zunehmend verringern zu können, ist im übrigen nicht nur eine Folge moralischer Erkenntnis, sondern auch des technischen “Fortschritts”, der damals schlicht und einfach noch nicht zur Verfügung stand.

Die Tatsache, daß der Sturz eines heutigen faschistischen Terrorregimes wie beispielsweise dem Saddam Husseins verglichen mit früher relativ schnell und unblutig über die Bühne geht, zeigt daß zumindest einige Armeen ihre Lektion gelernt haben. Es wäre schön, wenn auch die Kritiker anglo-amerikanischer Kriegsführung im Konfliktfall deren Rücksichtnahme auf Zivilisten walten lassen würden.

Vor allem sollten wir aber nicht vergessen, daß die einzigen, die sich für die Opfer des II. Weltkriegs zu entschuldigen haben, die Leichen von Adolf Hitler und Konsorten sind. Da dies aber aus biologischen Gründen etwas schwierig wird, wäre ersatzweise als erster Schritt auch eine entsprechende Versöhnungsgeste der frischgewählten NPD- und DVU-Landtagsabgeordneten in Sachsen und Brandenburg akzeptabel.

~ von Paul13 am Dienstag, 2. November 2004.

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