Guantanamo-Gefängnis: Gefesselt bei grellem Licht und dröhnender Rap-Musik

Wer in dem US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba nicht mit Verhörspezialisten kooperieren wollte, war offenbar schlimmen Repressionen ausgesetzt. In den USA werden jetzt schwere Vorwürfe erhoben. Die Zustände erinnern an die Folter in Abu Ghureib, doch das Pentagon schweigt zu den Enthüllungen.

Seltsam. Wenn eine Handvoll Terroristen sich diesen Rap-Mist anhören muß, nennt man es Folter. Wenn hingegen Millionen braver Bürger die Opfer sind, nennt man es Charts. Statt Gefängnisstrafen verdienen die Verantwortlichen dann Millionen, und anstelle von kritischen Medienberichten gibt’s Musikpreise. Wird höchste Zeit, daß der SPIEGEL mal eine Reportage zum Thema “Heavy Rotation - Verstoß gegen die Genfer Konvention?” oder “Was wußte die Musikindustrie über die musikalische Qualität von Hip Hop?” macht.

~ von Paul13 am Sonntag, 17. Oktober 2004.

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