Die Times hat heute einen publizistischen Mehrfachsprengkopf abgefeuert, der unter den hilflosen Erklärungsversuchen der diversen Gegner eines harten Kurses gegenüber dem Teheraner Terrorregime schwere argumentative Verwüstungen hinterläßt und damit eine wunderbare Gelegenheit bietet, ihnen ein paar unangenehme Fragen zu stellen:
Die unterwürfige Appeasement-Fraktion:
“Der Iran entwickelt keinerlei Atomwaffen oder dazugehörige Trägersysteme, sondern unterhält diesbezüglich nur rein zivile Programme”
The secret site where Iran is suspected of developing long-range ballistic missiles capable of reaching targets in Europe has been uncovered by new satellite photographs.
The imagery has pinpointed the facility from where the Iranians launched their Kavoshgar 1 “research rocket” on February 4, claiming that it was in connection with their space programme.
Frage 1: Wieso orientiert sich der Iran an militärischen Trägerraketen wie dem nordkoreanischen Taepodong-Projekt?
Frage 2: Für welche Art von konventionellen Sprengköpfen machen derartig komplexe und teure Mittel- bis Langstreckenraketen überhaupt Sinn?
Die nationalegoistische St.-Florians-Fraktion:
“Der Iran hat nicht nur das Recht, Atomwaffen zu entwickeln, es kann uns auch egal sein, da er kein Interesse daran hat, Europa zu bedrohen”
Analysis of the photographs taken by the Digital Globe QuickBird satellite four days after the launch has revealed a number of intriguing features that indicate to experts that it is the same site where Iran is focusing its efforts on developing a ballistic missile with a range of about 6,000km (4,000 miles).
Frage 3: Gegen welche Länder richten sich derartige Raketen, wenn Israel auch ohne sie bereits in Reichweite ist, während es gleichzeitig für die USA noch lange nicht reicht?
Frage 4: Wiese sollte man dem Iran entgegenkommen, wenn dies offenbar doch kein Schutz davor ist, auf seiner Zielliste zu landen?
Die multilaterale Alles-wird-gut-Fraktion:
“Der Iran möchte vielleicht Atomwaffen entwickeln, aber dies läßt sich durch Überwachung und Diplomatie ausreichend zuverlässig verhindern”
A previously unknown missile location, the site, about 230km southeast of Tehran, and the link with Iran’s long-range programme, was revealed by Jane’s Intelligence Review after a study of the imagery by a former Iraq weapons inspector.
Frage 5: Wieso konnte es angesichts der lückenlosen Überwachung des Iran passieren, daß diese Anlage so lange geheim blieb?
Frage 6: Wenn das bei der Entwicklung von Raketen möglich ist, wieso ist das dann bei einem Atomwaffenprogramm ausgeschlossen?
Egal zu welcher Gruppe im einzelnen sich die jeweiligen Mullahversteher auch zählen, sie dürften Schwierigkeiten haben, hierzu halbwegs brauchbare Erklärungen zu finden. Über den Versuch bzw. dessen Ausbleiben darf jetzt schon gelacht werden.